Circus Flaminius

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Circus Flaminius, Phantasiebild des Pietro Sante Bartoli, 1699.

Der Circus Flaminius war eine Rennbahn im antiken Rom.

Er wurde 221 – 220 v. Chr. vom Censor Gaius Flaminius erbaut und nach ihm benannt. Er befand sich auf dem Marsfeld nahe dem Marcellus-Theater, zwischen der Tiber-Insel und dem Kapitol-Hügel. Er war Austragungsort der plebejischen Spiele (ludi plebeii). Bei einem solchen hat Kaiser Augustus hier 36 Krokodile erlegen lassen. Nachdem der Circus bei einem Brand zerstört worden war, baute man ihn wieder auf, sodass bereits ein halbes Jahr später wieder Spiele stattfanden. Bis zum 4. Jahrhundert war er noch in Gebrauch. Hier befand sich auch der Haupttempel des Neptun. Heute ist von dem Circus nichts mehr zu sehen, wenngleich sich Spuren der Form in der Neubebauung finden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Filippo Coarelli: Rom. Ein archäologischer Führer. Zabern, Mainz 2000, ISBN 3-8053-2685-8.