Coline Serreau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Coline Serreau (* 29. Oktober 1947 in Paris) ist eine französische Filmemacherin und Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten]

Coline Serreau wurde 1947 in Paris als Tochter der Schriftstellerin Geneviève Serreau und des Theaterregisseurs Jean-Marie Serreau geboren. Sie studierte in ihrer Heimatstadt Literatur-, Musik- und Theaterwissenschaft sowie Zirkus (Trapez). 1970 debütierte sie als Schauspielerin am Théâtre du Vieux-Colombier, spielte in der Folge in diversen Rollen an französischen Spielstätten, teilweise auch mit festen Engagements.

Ihr Debüt vor einer Kamera folgte 1971 in Robert Enricos Un peu, beaucoup, passionnément…. 1973 schrieb sie ihr erstes Drehbuch zum Film Irrtum einer Liebesgeschichte, das mit ihr in der Hauptrolle 1974 von Regisseur Jean-Louis Bertucelli verfilmt wurde. 1975 folgte schließlich ihr Regiedebüt in dem fürs Fernsehen inszenierten Kurzfilm Les Rendez-Vous, zwei Jahre später ihr erster Film, der Dokumentarfilm Mais qu'est ce qu'elles veulent? (1977), wörtlich: „Aber Was wollen sie denn?“, in dem Frauen unterschiedlichster Herkunft interviewt wurden. Der Film erregte wegen der ungewohnten Offenheit der Aussagen Aufsehen.

Nach zwei Kinoproduktionen kehrte Serreau 1979 zum Fernsehen zurück, realisierte aber in den 1980er Jahren wieder Spielfilme fürs Kino. Ihre Filmkomödie Drei Männer und ein Baby (Trois hommes et un couffin), bei dem sie Drehbuch und Regie übernahm, wurde ein internationaler Erfolg. Ihr Werk wurde 1986 mit drei Césars, darunter auch in der Kategorie „Bester Film“, ausgezeichnet und als bester fremdsprachiger Filmbeitrag sowohl für den Oscar als auch für den Golden Globe nominiert. Der Nachfolgefilm konnte jedoch nicht mehr an den Ruhm vergangener Zeiten anknüpfen.

1986 wurde ihr erstes Bühnenstück Lapin Lapin (Hase Hase) uraufgeführt (Regie: Benno Besson). Mit Besson folgten Jahre fruchtbarer Zusammenarbeit, er brachte ihre nächsten Stücke Le théâtre de verdure (1987) und Quisaitout et Grobêta (1993) zur Uraufführung.

Filmografie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Colville, G. "On Coline Serreau's Mais qu'est ce qu'elles veulent? and the Problematics of Feminist Documentary", French Cinema, Nottingham French Studies, vol. 32,1993, No.1, pp.84-89

Weblinks[Bearbeiten]