Cope-Umlagerung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Abb. 1: Der Mechanismus der Cope-Umlagerung (Z = Phenyl, Acyl etc.)
Abb. 2: Cope-Umlagerung von 1,5-Hexadien liefert 1,5-Hexadien
Abb. 3: Die Konformationen einer Cyclohexan-Struktur: Sessel (links) und Wanne (rechts), a = axialer Substituent, e = äquatorialer Substituent

Die Cope-Umlagerung ist eine Reaktion aus dem Bereich der Organischen Chemie und geht auf den US-amerikanischen Chemiker Arthur C. Cope (1908–1966) zurück. Sie stellt eine thermisch induzierte [3,3]-sigmatrope Verschiebung dar und gehört zu den pericyclischen Reaktionen. In Abb.1 ist sie am Beispiel eines substituierten 1,5-Hexadiens illustriert. Die biallylische Bindung zwischen Kohlenstoff 3 und 4 ist relativ schwach und kann leicht gespalten werden. Die Cope-Umlagerung von unsubstituiertem 1,5-Hexadien liefert 1,5-Hexadien; dies ist das ungewöhnliche Beispiel für eine Reaktion, bei der Edukt und Produkt identisch sind. Der Reaktionsablauf wurde über Markierungsexperimente belegt.

Die Cope-Umlagerung kann sowohl über einen sesselförmigen, als auch über einen wannenförmigen Übergangszustand verlaufen. Diese beiden Konformationen sind in Abb. 3 am Beispiel des Cyclohexans gezeigt. In den meisten Fällen wird die Sesselkonformation sehr stark bevorzugt. Von den zwei möglichen Sesselkonformationen wird diejenige bevorzugt, in der mehr bzw. größere Substituenten äquatoriale Positionen einnehmen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arthur C. Cope, Elizabeth M. Hardy: The Introduction of Substituted Vinyl Groups. V. A Rearrangement Involving the Migration of an Allyl Group in a Three-Carbon System1. In: Journal of the American Chemical Society. 62, Nr. 2, 1940, S. 441–444, doi:10.1021/ja01859a055.
  • Ian Fleming: Grenzorbitale und Reaktionen organischer Verbindungen. (= Frontier orbitals and organic chemical reactions.) 1. Auflage, korrigierter Nachdr., VCH, Weinheim 1988, ISBN 3-527-25792-6.
  • T. H. Lowry, K. S. Richardson Mechanismen und Theorie in der Organischen Chemie. Verlag Chemie, Basel 1980, ISBN 3-527-25795-0, S. 735 ff.

Weblinks[Bearbeiten]