Düngerlinge

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Düngerlinge
2011-08-31 Panaeolus papilionaceus (Bull.) Quél 183735.jpg

Düngerlinge (Panaeolus)

Systematik
Abteilung: Basidienpilze (Basidiomycota)
Unterklasse: Hutpilze (Agaricomycetidae)
Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Mistpilzartige (Bolbitiaceae)
Gattung: Düngerlinge
Wissenschaftlicher Name
Panaeolus
(Fr.) Quél.

Düngerlinge (Panaeolus) sind eine Gattung giftiger und auch giftverdächtiger Pilzart aus der Familie der Mistpilzartigen (Bolbitiaceae). Die Gattung Panaeolina unterscheidet sich von der Gattung Panaeolus durch warzige Sporen. Sie wurden früher zu den Tintlingsartigen beziehungsweise zu den Mistpilzartigen gestellt.

Die Typusart ist der Behangene Düngerling (Panaeolus papilionaceus).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Der Fruchtkörper ist meist braun, die Hutform kegelig, glockig bis halbkugelig, im ausgewachsenen Zustand manchmal auch ausgebreitet. Der Stiel sitzt zentral am Hut und besitzt keinen Ring. Das Sporenpulver ist schwarz, die Lamellen sind im reifen Zustand dunkelbraun bis schwarz aber durch den unterschiedlichen Zeitpunkt der Sporenreife gescheckt.

[Bearbeiten] Ökologie

Typische Standorte von Düngerlingen sind Dunghaufen an Wegrändern sowie auf Wiesen und Weiden.

Düngerlinge kommen stets an grasbewachsenen Standorten mit Dungablagerungen vor. Aufgrund dieser Standortansprüche sind die Düngerlinge auf Weideflächen in allen Gegenden, in denen Viehzucht betrieben wird, weit verbreitet. Sie sind Kulturfolger, deren Verbreitungsgebiet dem der Weidewirtschaft folgt.

[Bearbeiten] Arten (Auswahl)

[Bearbeiten] Bedeutung

[Bearbeiten] Inhaltsstoffe

Einige Arten enthalten die psychoaktiv wirksamen Indolalkaloide Psilocybin und Psilocin. Bedeutend sind hier der im tropischen Raum vorkommende Panaeolus cyanescens (Blauender Düngerling) mit sehr hoher Alkaloidkonzentration und der in Mitteleuropa heimische, schwach wirksame Panaeolus cinctulus (Dunkelrandiger Düngerling).

Weitere häufige Arten sind Panaeolus campanulatus (Glockendüngerling) und Panaeolus sphinctrinus (Behangener Düngerling), bei denen der Wirkstoffgehalt jedoch umstritten ist. Neuere Untersuchungen bezeichnen den Pilz als wirkungslos, wobei von P. sphinctrinus möglicherweise mehrere chemische Rassen existieren. Alle Pilze der Gattung der Düngerlinge enthalten neben Psilocybin und Psilocin auch noch Serotonin, Harnstoff und Tryptophan.[1]

Wirkung siehe Artikel Halluzinogene Pilze.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Paul Stamets: 8. In: Psilocybin Mushrooms of the World, S. 245, Ten Speed Press 1996

[Bearbeiten] Weblinks

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