Dadaistisches Manifest (Huelsenbeck)

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Das Dadaistische Manifest wurde bei der ersten Soirée des „Club-Dada“ am 12. April 1918 von Richard Huelsenbeck verlesen und als Flugblatt verteilt. Es enthält die wichtigsten Ziele und Absichten der Berliner und Zürcher Anhänger der Kunstbewegung Dada. Es gilt „als der eigentliche Akzent für Dada in Berlin.“[1]

Das Manifest war ursprünglich Der Dadaismus im Leben und in der Kunst betitelt. Unterzeichnet wurde es neben Huelsenbeck auch von Tristan Tzara, Franz Jung, George Grosz, Marcel Janco, Raoul Hausmann, Hugo Ball und Pierre Albert-Birot. Die Anhänger bekennen sich in dem Manifest gegen den Expressionismus und seine gesellschaftsferne Bilderwelt. Sie fordern eine unbeirrte Auseinandersetzung mit der „brutalen Realität“ und dem „simultanen Gewirr von Geräuschen, Farben und geistigen Rhythmen“. Sie wollen sich eine „neue Wirklichkeit der Rechte“ erobern. Jeder sei im Dada willkommen und könne das Wort ergreifen. Dada sei eine Anti-Kunstbewegung, also sei derjenige Dada, der gegen das Manifest ist.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hermann Korte, Die Dadaisten, rowohlt Verlag, Reinbek, 2003, S. 62, ISBN 3-499-50536-3
  2. Richard Huelsenbeck: Der Dadaismus im Leben und in der Kunst. In: Charles Harrison, Paul Wood (Hrsg.): Kunsttheorie im 20. Jahrhundert: Band 1, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern, 2003, S. 301f., ISBN 3-7757-1325-5

Literatur[Bearbeiten]