Danckelmann (Adelsgeschlecht)

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Stammwappen derer von Danckelmann
Wappen der Freiherren von Danckelmann von 1695
Wappen der Grafen von Danckelmann von 1798

Danckelmann, auch Danckelman und Dankelmann, ist der Name eines deutschen Adelsgeschlechts, das aus Westfalen stammt.

Geschichte[Bearbeiten]

Erster urkundlich nachweisbarer Vertreter ist Johann Dankelmann gen. Curetser als Bürger von Rheine, der 1530 zum Gografen ernannt und 1534 unter dem Namen Johann Coritzer (Kürassier) als Fürstbischöflich münsterscher Landsknechtshauptmann erwähnt wird.

Die Erhebung in den Reichsritterstand erfolgte am 23. Juli 1689 in Wien, die in den Reichsfreiherrenstand wenig später am 10. März 1695 ebenfalls in Wien. Das entsprechende Freiherrendiplom wurde am 16. Mai 1704 für die sieben Brüder Danckelman ausgestellt. Darin wird erwähnt, dass Eberhard den angebotenen Grafenstand ausschlug, um im selben Stand wie seine Brüder zu sein.[1]

Adolf Albrecht Heinrich Leopold Freiherr von Danckelmann (1736–1807) wurde als königlich-preußischer Staatsminister am 6. Juli 1798 in Berlin in den preußischen Grafenstand erhoben.

Wappen[Bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in Blau einen silbernen wachsamen Kranich. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken das Schildbild. Nach der Familientradition hatte ein Vorfahre durch treue Wachsamkeit einem römisch-deutschen Kaiser das Leben gerettet, worauf dieser ihm mit den Worten „Danke, Mann“ den Ritterschlag erteilt habe. Als die sieben Brüder Danckelmann in den Freiherrenstand erhoben wurden, wurde das Wappen dahin gebessert, dass ein neues Symbol hinzukam: sieben Zepter um einen Ring. Es steht für die Einheit der sieben Brüder, die alle so bedeutende brandenburgisch-preußische Ämter bekleideten, dass ihre Regierung die Herrschaft der Plejaden oder Herrschaft des Siebengestirns genannt wurde.[1]

Bekannte Vertreter[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Jakob Wassermann, Deutsche Charaktere und Begebenheiten, S. 58–60 (Digitalisat)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]