Dario Castello

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dario Castello (* vor 1600 in Venedig; † um 1658), war ein italienischer Komponist und Instrumentalist der frühen Barockmusik. Er war geprägt von der Venezianischen Schule.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Es gibt kaum schriftliche Informationen über Castello, weder über das Geburtsjahr noch über das Todesdatum. Verschiedene Musikwissenschaftler vermuten, dass er mit einem gewissen Giovanni Battista Castello, der 1626 ein Anstellung als „piffaro“ beim Dogen bekam, identisch ist.

Lediglich die Titelseiten der gedruckten Werke geben Auskunft. Hier wird er ab 1627 als „Capo di Compagnia de Musici d'Instrumenti da fiato in Venetia“ genannt und ab dem gleichen Jahr trug er den Titel „Don“. In der zweiten Sammlung wird er als „Musico Della Serenissima Signoria di Venetia in S.Marco, & Capo di Compagnia de Instrumenti“ erwähnt. Ab 1658 bezeichnete man ihn als già capo di instromenti da fiato, was verdeutlichte, dass zu diesem Zeitpunkt seine aktive Musikerlaufbahn zu Ende war.

Insgesamt sind 29 seiner Werke bekannt. Seine Musik ist erfinderisch, technisch anspruchsvoll und reich an Kontrasten. ungewöhnlich viele Neudrucke zeugen von der Beliebtheit Castellos, so beispielsweise 1658 beim Verleger Phalèse in Antwerpen.

Werke[Bearbeiten]

  • Sonate concertate in stil moderno a 2 & 3 voci, Libro primo, Venice, 1621
  • Sonate concertate in stil moderno per sonar nel Organo overo Clavicembalo con diversi Instrumenti. A 1., 2., 3. & 4. Voci. Libro secondo, Venice, 1629
  • Motette Exultate Deo (1625 und 1636)

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Eleanor Selfridge-Field: Dario Castello: A Non-Existent Biography, Music and Letters, LIII/2 S. 179-190 (1972)
  • Eleanor Selfridge-Field: Venetian Instrumental Music from Gabrieli to Vivaldi, 3rd edn. Mineola NY: Dover Publications, Inc., 1994, ISBN 0486281515