Junge Ökologen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Die Jungen Ökologen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo
Logo der Jungen Ökologen
Basisdaten
Gründungsdatum: 5. September 1992
Gründungsort: Backnang
Vorsitzende: Tanja Pfisterer
Stellvertreter: Christian Tischler
Schatzmeister: Christian Stadelmann
Beisitzer: Felix Sailer
Christoph Peschke
Adresse: JÖ-Bundesgeschäftsstelle
Pommergasse 1
97070 Würzburg
Website: www.jungeoekologen.de

Die Jungen Ökologen (JÖ) sind die Jugendorganisation der ÖDP.

Inhaltliches Profil[Bearbeiten]

Die politischen Forderungen der JÖ unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der Mutterpartei.

So fordern sie unter anderem eine Senkung des Wahlalters und die Einrichtung von Jugendparlamenten, ebenso eine „moderne Kreislaufwirtschaft, die Arbeitsplätze sichert“. Ferner streben sie den kurzfristigen Ausstieg aus der Kernenergie an und Energieerzeugung durch Sonne, Wind und Biomasse. Klonen und Gentechnik sollen ihren Vorstellungen nach verboten werden. Des Weiteren sprechen sie sich für die Unterstützung für die ärmeren Länder aus und wollen Fremdenfeindlichkeit bekämpfen.

Struktur[Bearbeiten]

Die JÖ ist als Bundesvereinigung der ÖDP eine selbstständige Organisation, mit dem Recht sich eine eigene Satzung zu geben. Sie unterliegt nicht der Schiedsgerichtsbarkeit der Mutterpartei. [1] Am 30. Juli 2011 bestätigte eine außerordentliche Bundesversammlung in Ingolstadt die Auflösung des eingetragenen Vereins, der eine Urabstimmung aller Mitglieder vorausging.[2] Davor waren alle Mitglieder des eingetragenen Vereins auch Mitglied in der Bundesvereinigung. Mitglied kann jeder werden, der nicht älter als 32 Jahre ist. Eine Mindestaltersgrenze gibt es nicht. Das aktive Stimmrecht kann ab 12 Jahren in Anspruch genommen werden, eine Kandidatur für Vorstandsämter ist ab 14 Jahren möglich[3].

Die Jungen Ökologen hatten von 1995 bis 1997 einen Landesverband in Berlin, der sich dann allerdings auflöste.

Geschichte[Bearbeiten]

Cover einer Mini-CD, die die JÖ anlässlich des Volksbegehrens „Schlanker Staat ohne Senat“ an die Senatoren verschickten.

Die Jungen Ökologen entwickelten sich aus verschiedenen, der Mutterpartei nahestehenden Jugendinitiativen auf regionaler und lokaler Ebene. Die Initiativen hatten noch unterschiedliche Namen und waren untereinander nicht organisatorisch verbunden. So existierte in Ravensburg eine Organisation namens ÖDP-Jugend, während im Landkreis Ahrweiler sowie in Regensburg schon solche mit der Bezeichnung Junge Ökologen aktiv waren.

Der Zusammenschluss dieser Einzelgruppen erfolgte mit Unterstützung der ÖDP am 5. September 1992 in Backnang. Dabei wurde der bereits von einigen der Gruppen getragene, nun gemeinsame Verbandsname Die Jungen Ökologen angenommen sowie eine Satzung und ein Programm beschlossen. Außerdem wurde ein sechsköpfiger Vorstand mit Oliver Müller an der Spitze gewählt. Der Journalist Franz Alt, der der ÖDP nahesteht, trat bei dieser Veranstaltung als Gastredner auf.

In der Folgezeit gründeten sich mehrere Kreisverbände der JÖ. Im Februar 1998 brachten sie erstmals die Zeitung Generation ÖX heraus, die seither einige Zeit halbjährlich erschienen ist. 2011 wurde sie als Generation 2.Ö neu aufgelegt.

Weitere Bundesvorsitzende in der Folgezeit waren Johannes Rößler, Martin Viehöver, Wolf Hagenau und Simon Kellner. Aktuelle Vorsitzende der Jungen Ökologen ist Tanja Pfisterer. Der geografische Schwerpunkt liegt in Süddeutschland, insbesondere in Bayern.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Raphael Mankau (Hrsg.): 20 Jahre ödp – Anfänge, Gegenwart und Perspektiven ökologisch-demokratischer Politik. dolata verlag, Rimpar 1999, ISBN 3-344-70790-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Satzung der ÖDP (PDF)
  2. Donaukurier vom 1. August 2011
  3. Satzung der JÖ(PDF; 143 kB)