Regensburg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Regensburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Regensburg
Regensburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Regensburg hervorgehoben
49.01722222222212.096944444444343Koordinaten: 49° 1′ N, 12° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Höhe: 343 m ü. NHN
Fläche: 80,76 km²
Einwohner: 140.276 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1737 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 93047–93059
Vorwahl: 0941
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 62 000
Stadtgliederung: 18 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
93047 Regensburg
Webpräsenz: www.regensburg.de
Oberbürgermeister: Joachim Wolbergs (SPD)
Lage der Stadt Regensburg in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Die Steinerne Brücke (südlicher Teil) und die Türme des Doms St. Peter.
Dom St. Peter
Weinlände mit dem Dom St. Peter und dem Uhrturm des Alten Rathauses
Älteste bekannte fotografische Gesamtansicht Regensburgs (Baubeginn der Turmhelme des Doms) um 1866

Regensburg (von lateinisch Castra Regina, auch lateinisch Ratisbona) ist eine kreisfreie Stadt in Ostbayern. Sie ist Hauptstadt des Bezirks Oberpfalz und Sitz der Regierung der Oberpfalz sowie Sitz des Landrats des Landkreises Regensburg. Seit dem 13. Juli 2006 gehört die Regensburger Altstadt mit Stadtamhof zum UNESCO-Welterbe.[2]

Die Stadt hat 140.276 Einwohner (31. Dezember 2013) und steht damit nach München, Nürnberg und Augsburg an vierter Stelle unter den Großstädten des Freistaates Bayern.

Die Stadt ist Bischofssitz der Diözese Regensburg, hat drei Hochschulen und bildet eines der 23 bayerischen Oberzentren.

Regensburg ist stark vom verarbeitenden Gewerbe (Automobilbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, Mikroelektronik) geprägt. Die Arbeitslosigkeit liegt unter dem bayerischen Landesdurchschnitt (Juli 2014: 2,3 %; Landesdurchschnitt im gleichen Zeitraum: 3,6 %[3]). Mit 720 sozialversicherten Beschäftigten je 1000 Einwohner hat Regensburg eine hohe Arbeitsplatzdichte.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Lage Regensburgs

Regensburg liegt am nördlichsten Punkt der Donau und an den Mündungen der linken Nebenflüsse Naab und Regen. Im Stadtgebiet liegen zwei Donauinseln, der Obere Wöhrd (mit dem östlichen Zipfel Jahninsel unterhalb der Steinbrücke) und der Untere Wöhrd. Der Stadtteil Stadtamhof gehörte ursprünglich zum nördlichen Uferbereich der Donau, er wurde durch den Bau des Europakanals, einer Schifffahrtsumgehung der Altstadt, ebenfalls zu einer Insel. Im Stadtgebiet stoßen vier sehr unterschiedliche Natur-Großräume aneinander:

Diese Naturräume prägen den Stadtkörper bereits in seiner Form und Ausdehnung, die Stadt befindet sich in einer klassischen „Pfortenlage” an einer Übergangsstelle zwischen topographischer Enge und Weite. Die Donau verlässt dort das Hügel- und Bergland und fließt in die Gäubodenebene.

Daraus ergibt sich für einige Stadtteile im Norden und im Westen kein oder wenig Außenerweiterungspotenzial. Alle heutigen und künftigen Stadterweiterungsgebiete liegen im Osten und Süden, also in der großen Donauebene und den relativ flachen Ausläufern des niederbayerischen Tertiär-Hügellandes.

In Regensburg endet die historische Bayerische Eisenstraße, auf der die Metallprodukte der Oberpfalz zum Umschlagplatz an der Donau gebracht wurden. Sie verläuft über 120 km von Pegnitz her, doch bei Amberg wurde das Halbzeug auf Kähne verladen. Die Besichtigungs- und Ferienstraße verbindet zahlreiche Industrie- und Kulturdenkmäler.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden, die zum Landkreis Regensburg gehören, grenzen an die Stadt Regensburg. Sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Lappersdorf, Zeitlarn, Wenzenbach, Tegernheim, Barbing, Neutraubling, Obertraubling, Pentling, Sinzing und Pettendorf.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Regensburg hat im Gegensatz zu vielen anderen Städten einen relativ kompakten Siedlungskörper. Dies führt zwar zum einen zu einer „Stadt der kurzen Wege”, zum anderen wirkt die Gesamtstadt – mit Ausnahme der klar ablesbaren Altstadt, des Universitäts-Grünzuges und der Wöhrde (Donauinseln) – jedoch als eine einzige, fast schon zu homogene Siedlungsfläche. Zu den wesentlichen inneren Gliederungselementen gehören die relativ großen Grünanlagen der Stadt, der Altstadtkern und die großen Infrastrukturelemente (Wasserflächen, Bahnlinien, Autobahnen und Bundesstraßen).

Zu Anfang des 19. Jahrhunderts beschränkte sich Regensburg weitgehend auf das Gebiet des alten Römerlagers und einiger weiterer umfriedeter Gebiete im Westen. Mit der Eingemeindung von Kumpfmühl erfolgte 1810/18 ein Sprung über die heutige Bahnlinie in Richtung Süden. Von Beginn des 20. Jahrhunderts vergrößerte sich Regensburg in einer Serie von Eingemeindungen, besonders in den Jahren 1924, 1938 und 1977. Für die genaue Auflistung der Stadtbezirke, ihrer Fläche und der Folge der Eingemeindungen einschließlich der hinzugewonnenen Fläche siehe Einwohnerzahl und Fläche von Regensburg.

Klima[Bearbeiten]

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone mit kontinentalem Einschlag. Das Regensburger Klima zeichnet sich insbesondere durch stabile und trockene Sommer aus und unterscheidet sich damit vom im Sommer regenreichen Klima des Voralpenlandes. Für den im Voralpenland üblichen Föhn ist Regensburg die nördliche Grenze. Er gibt vom Keilberg aus den Blick auf die Alpen frei, sein Auftreten ist außerordentlich selten. Im Gegensatz dazu halten sich im Herbst und Winter sehr lange beständige Nebel und Hochnebel, wobei längere Perioden mit einer geschlossenen Schneedecke selten sind. Bedingt durch seine Talkessellage litt Regensburg in früheren Zeiten häufig unter Smog. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8,0 Grad Celsius, die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 646 Millimeter. Damit liegt Regensburg am unteren Rand der Städte Bayerns.

Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 16,2 bis 18,0 Grad Celsius und die kältesten Dezember bis Februar mit −0,9 bis −2,7 Grad Celsius im Mittel.

Die größte Niederschlagsmenge fällt von Juni bis August mit durchschnittlich 74 bis 93 Millimeter, die geringste im März und November mit durchschnittlich 33 bis 39 Millimeter.

Regensburg
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
41
 
1
-4
 
 
34
 
3
-3
 
 
39
 
9
1
 
 
39
 
14
3
 
 
57
 
19
8
 
 
81
 
22
11
 
 
81
 
24
13
 
 
65
 
24
13
 
 
52
 
19
9
 
 
49
 
13
5
 
 
49
 
6
1
 
 
50
 
2
-2
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: DWD; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Regensburg
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,2 3,4 9,1 13,9 19,4 21,9 24,1 24,2 19,3 12,7 5,6 2,4 Ø 13,2
Min. Temperatur (°C) −3,6 −3,1 0,5 3,2 7,8 10,9 12,8 12,6 9,3 4,9 0,6 −2,0 Ø 4,5
Niederschlag (mm) 40,8 34,1 39,2 38,6 57,0 80,8 81,4 64,7 52,1 48,8 48,5 50,0 Σ 636
Sonnenstunden (h/d) 1,4 2,5 4,1 5,4 6,7 6,9 7,6 7,0 5,3 3,5 1,5 1,2 Ø 4,4
Regentage (d) 9,0 7,9 8,5 8,0 9,6 11,3 11,3 9,5 8,3 7,7 9,9 10,4 Σ 111,4
Luftfeuchtigkeit (%) 88 84 78 72 71 71 70 74 79 84 88 89 Ø 79
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,2
−3,6
3,4
−3,1
9,1
0,5
13,9
3,2
19,4
7,8
21,9
10,9
24,1
12,8
24,2
12,6
19,3
9,3
12,7
4,9
5,6
0,6
2,4
−2,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
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s
c
h
l
a
g
40,8
34,1
39,2
38,6
57,0
80,8
81,4
64,7
52,1
48,8
48,5
50,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprung[Bearbeiten]

Regensburg ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Im Laufe der Jahrhunderte ist Regensburg mit einer Vielzahl von Namen bedacht worden. Das weist auf die reichhaltige Geschichte hin. Der Name Radaspona ist erstmals um 770 bei Arbeo von Freising in der Literatur zu finden, geht aber vermutlich auf ältere keltische Bezeichnungen zurück.[4] Daraus entstand die französische Benennung Regensburgs „Ratisbonne“. Der Namensursprung beruht auf zwei keltischen Wörtern: rate oder ratis „Wall“, „Stadtmauer“ und bona „Gründung“ oder „Stadt“.[5]

Daneben wurde die Stadt auch mit humanistisch geprägten Neubildungen wie Quadrata, Germanisheim, Hydatospolis, Ymbripolis, Reginopolis und Tyberina bedacht.

Vom Römerkastell zum Bischofssitz (Zeit bis 1200)[Bearbeiten]

Der Regensburger Donaubogen ist bereits seit der Steinzeit besiedelt. Anfang 2006 wurden etwa 100 m östlich der Mauern des späteren Legionslagers keltische Gräber mit teilweise hochwertigen Grabbeigaben gefunden. Sie wurden auf etwa 400 v. Chr. datiert.

Die römische Geschichte Regensburgs beginnt mit der Einrichtung eines Kohortenkastells um etwa 79 nach Christus im heutigen Stadtteil Kumpfmühl. Das Lager diente als Beobachtungsposten für die Naab- und Regenmündung und war durch Graben und Pfahlpalisaden gesichert, später auch durch eine Steinmauer. Im Lager waren Hilfstruppen stationiert, und zwar entweder eine rund 500 Mann starke berittene Kohorte oder eine rund 1000 Mann starke Doppelkohorte Fußsoldaten. Bald bildete sich um das Kastell eine Zivilsiedlung (vicus). Eine Donausiedlung im Bereich der heutigen westlichen Altstadt wird ebenfalls für diese Zeit vermutet. Reste eines römischen Beobachtungsturmes wurden nahe der Naabmündung gefunden, für diese Zeit (2. Jahrhundert) wird auch die älteste römische Brauerei nördlich der Alpen vermutet (heute Römer-Pavillon am Kornweg). Das Kastell und die Zivilsiedlung(en) wurden im Rahmen des Markomannensturms in der zweiten Hälfte der 160er-Jahre zerstört.

Nach dem Zurückdrängen der Markomannen bis etwa 170 n. Chr. wurde auf Anordnung von Kaiser Mark Aurel ab ca. 175 das Legionslager Castra Regina (Lager am Regen) errichtet. Dieser Steinbau mit seiner etwa 10 Meter hohen Mauer, den vier Toranlagen und zahlreichen Türmen ist heute noch gut im Grundriss der Regensburger Altstadt erkennbar. Von seiner Einweihung im Jahre 179 n. Chr. ist heute noch die steinerne Inschrift erhalten, die sich einst über dem Osttor befand und als die Gründungsurkunde Regensburgs gilt. Im Lager war die III. Italische Legion mit rund 6000 Soldaten stationiert. Es war militärischer Hauptstützpunkt der Provinz Raetia und bildete somit eine Ausnahme im römischen Verwaltungssystem, da die Legion nicht in der Provinzhauptstadt, Augsburg, stationiert war. Während der Wirren der Völkerwanderung kam es im Verlauf des 5. Jahrhunderts zur militärischen Aufgabe des Kastells, das fortan eine mauerbewehrte Zivilsiedlung war.

Von etwa 500 bis 788, war Regensburg der Hauptsitz der Herzöge der Bajuwaren, aus dem Geschlecht der Agilolfinger. Regensburg wurde zu einem bedeutenden Zentrum des frühen bairischen Stammesherzogtums. Herzog Odilo verwirklichte im Jahr 739 die bairische Diözesaneinteilung. Die Bistümer Regensburg, Freising, Passau und Salzburg wurden kirchenrechtlich gegründet und ihre Grenzen festgelegt. Nach seinem Sieg über den bairischen Herzog Tassilo III. verbrachte Karl der Große zwei aufeinanderfolgende Winter (791–793) in der alten bairischen Herzogsstadt Regensburg, um die Einverleibung Baierns in das Fränkische Reich persönlich abzusichern. Unter Ludwig II.(dem Deutschen) wurde Regensburg wieder Residenz und Verwaltungszentrum.

Regensburg ist eines der ältesten Bistümer Deutschlands, das bereits einige Jahrzehnte bestand, als es 739 von Bonifatius dem Canonischen Recht und somit dem Bischof von Rom unterstellt wurde. Überreste diverser aufeinander folgender Epochen finden sich unter anderem in den Ausgrabungen unter der Niedermünster-Kirche, zu einer der ältesten Klosteranlagen der Stadt gehörig, der auch die sogenannte Erhardi-Krypta zuzuordnen ist. Ähnlich alt ist die romanische Kapelle St. Georg und Afra. Obwohl Regensburg als Reichsstadt 1542 protestantisch wurde, blieb die Stadt immer katholische Bischofsstadt, obwohl sie zeitweise von anderen Bistümern mitverwaltet wurde.

Im 9. Jahrhundert war Regensburg eine der wichtigsten Städte des ostfränkischen Karolingerreiches. Hemma († 876), die Gemahlin des ostfränkischen Königs Ludwig der Deutsche, sowie die beiden letzten ostfränkischen Karolingerherrscher, Kaiser Arnulf von Kärnten († 899) und sein Sohn König Ludwig das Kind († 911) wurden in der Benediktinerabtei St. Emmeram beigesetzt. St. Emmeram war ein Vorstadtkloster; der Bischof residierte – wie in allen mittelalterlichen Städten – im Episcopium, in nächster Nähe des Domes, seiner Bischofskirche, in der ummauerten Stadt.

Salzstadel mit Stadttor und Steinerner Brücke, dahinter der Dom.

Im Jahre 954 zog sich Liudolf, der älteste Sohn Ottos des Großen, nach dem Scheitern seines Aufstandes gegen seinen Vater nach Regensburg zurück. Nach einer mehrmonatigen Belagerung der Stadt durch Ottos Bruder Heinrich wurde Regensburg erobert und in Brand gesteckt; Liudolf gelang jedoch die Flucht.

Eine Regensburger Stadtsage aus dieser Zeit ist die Dollingersage.

Durch Fernhandel bis Paris, Venedig und Kiew erlebte die Stadt ihre wirtschaftliche Blütezeit. Sie war damals eine der wohlhabendsten und einwohnerstärksten Städte Deutschlands. Die romanische und gotische Architektur des Mittelalters bestimmt noch heute das Gesicht der Altstadt. Ein weiteres Zeichen für den damaligen Wohlstand der Stadt ist der Bau der Steinernen Brücke von 1135 bis 1146. Das mittelalterliche Bauwunder wurde Vorbild für viele andere Brückenbauten, zum Beispiel für die Judithbrücke (Vorläuferin der Karlsbrücke) in Prag. Die Brücke ist zugleich Symbol für den Aufstieg der bürgerlichen städtischen Selbstverwaltung: Im Brückenprivileg Kaiser Barbarossas vom 26. September 1182 wird mit dem Brückenmeister (magister pontis) Herbord erstmals ein städtischer Funktionsträger namentlich genannt.

Im Mai 1147 brach Konrad III. in Regensburg zum zweiten Kreuzzug auf, der strategisch günstige Donauübergang dürfte dafür mit den Ausschlag gegeben haben. Kaiser Friedrich I. Barbarossa brach hier im Mai 1189 mit einer großen Streitmacht zum dritten Kreuzzug auf.

Freie Stadt und Reichsstadt (1200 bis 1663)[Bearbeiten]

Deutsche Sonderbriefmarke „750 Jahre Freie Reichsstadt Regensburg” (1995)
Denkmal des Don Juan de Austria, Sieger in der Seeschlacht von Lepanto. Kopie von 1978 nach originalem Vorbild aus Messina von 1572

In den Jahren 1207 und 1230 verliehen König Philipp von Schwaben und Kaiser Friedrich II. der Stadt umfangreiche Privilegien (in der Forschung als Philippinum bzw. Fridericianum bekannt), die in der Folge den Aufstieg zur Freien Stadt (umgangssprachlich Freie Reichsstadt) ermöglichten. Schon am 10. November 1245 erreichten die Regensburger Bürger, dass Kaiser Friedrich II. der Stadt das Recht der Selbstverwaltung mit dem Privileg „einen Bürgermeister und Rat zu setzen“ bestätigte. Dies führte zusammen mit dem lukrativen Fernhandel und dem Auszug der bayerischen Herzöge nach Landshut 1255 zu einem Erstarken der Bürgerschaft. Damit begann der über Jahrhunderte fortbestehende Konflikt der Stadt mit dem Regensburger Bischof und vor allem dem umliegenden Herzogtum Bayern. Vermutlich nach 1260 wurde mit dem Bau des Regensburger Doms St. Peter begonnen. Zusammen mit der Steinernen Brücke ist er das Wahrzeichen der Stadt.

Nach Jahren des wirtschaftlichen Niedergangs setzte eine probayerische Partei 1485/86 den Anschluss der Stadt an das Herzogtum Bayern-München durch. Die städtische Reichsunmittelbarkeit wurde 1492 wiederhergestellt. Regensburg verlor dabei seinen Status als Freie Stadt und war nur mehr eine gewöhnliche Reichsstadt. Als sich die inneren Unruhen fortsetzten, griff der römisch-deutsche König und spätere Kaiser Maximilian I. im Jahr 1500 in die inneren Verhältnisse ein. Er oktroyierte Regensburg eine neue Stadtverfassung, die sogenannte „Regimentsordnung“, die 1514 modifiziert wurde und formal bis 1803 in Kraft blieb. 1519 wurde in einem Pogrom die damals größte jüdische Gemeinde Deutschlands vertrieben. Vorausgegangen war eine Anordnung des Stadtrats am 21. Februar, der damit einer Forderung christlicher Handwerker nachkam. Die Regensburger nutzten das Machtvakuum nach dem Tode Maximilians am Neujahrstag 1519 bis zur Krönung von Karl V. Das alte Judenviertel wurde zerstört und es entstand eine lukrative Wallfahrt zur schönen Maria, der heutigen „Neupfarrkirche“, auf gleichnamigen Platz.

Im Jahr 1524 wurde mit dem Regensburger Konvent das erste Bündnis altkirchlicher Reichsstände in der Stadt abgeschlossen. 1541 fand in der Neuen Waag am Haidplatz das Regensburger Religionsgespräch zwischen Philipp Melanchthon und Johannes Eck statt, ein Versuch, die sich vertiefenden Gräben zwischen Katholiken und Protestanten zu überbrücken.[6] Nach Auseinandersetzungen zwischen Kirche und Rat wurde die Reichsstadt 1542 evangelisch. Man erhoffte sich dadurch eine größere Unabhängigkeit vom katholischen Bischof und vom Kaiser. Der Konflikt mit dem Fürstbischof und dessen Hochstift Regensburg eskalierte dadurch weiter. Kammerer Stephan Fugger vom Reh († 1602) unterzeichnete für den Rat der Stadt Regensburg die lutherische Konkordienformel von 1577.[7] Seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert, insbesondere aber während des Dreißigjährigen Kriegs und danach war die Stadt einer der wichtigsten Zufluchtsorte evangelischer Glaubensvertriebener aus Österreich, die sich hier dauerhaft niederließen oder nach Franken und Schwaben weiterwanderten.[8]

1630 wurde auf dem Regensburger Kurfürstentag Wallenstein abgesetzt. 1633 wurde Regensburg von schwedischen Truppen unter Bernhard von Sachsen-Weimar erstürmt. 1634 wurde es von kaiserlichen und bayerischen Truppen wieder zurückerobert.

Immerwährender Reichstag (1663 bis 1803)[Bearbeiten]

Der Erker des Reichssaals

Regensburg war ein wichtiges Zentrum schon des Ostfränkischen Reichs gewesen, in dem auch immer wieder Reichstage abgehalten wurden. Ab 1594 waren die Reichstage nur noch im Reichssaal des Regensburger Rathauses abgehalten worden. 1663 wurde der Reichstag schließlich nicht mehr aufgelöst, womit er zum Immerwährenden Reichstag wurde. Im Immerwährenden Reichstag tagten nicht nur die Fürsten des Heiligen Römischen Reiches, sondern in der Regel Gesandte aus ganz Europa. Der Kaiser selbst wurde dabei meist durch kaiserliche Prinzipalkommissare vertreten.

Im Verlaufe des Spanischen Erbfolgekriegs wurden die Schlüssel der Stadt am 8. April 1703 auf der Steinernen Brücke kampflos an den bayerischen General Alessandro Maffei übergeben. Gleichzeitig wurde der Stadt jedoch ein Schreiben überbracht, in dem sich Kurfürst Max Emanuel verpflichtete, seine Truppen wieder zurückzuziehen, sobald ihm die Neutralität Regensburgs zugesichert sei und er die Gewähr habe, dass keine der beiden Kriegsparteien die Brücke nutzen könne.[9]

1748 wurde der kaiserliche Generaloberpostmeister Fürst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis zum Prinzipalkommissar ernannt und verlegte aus diesem Grund die Residenz seiner Familie von Frankfurt nach Regensburg. Architektonisches Zeugnis der Zeit des Immerwährenden Reichstags sind die zahlreichen Gesandtschaften in der gleichnamigen Straße in Regensburg. Der wirtschaftliche Nutzen für die Stadt war aber gering, da die Gesandten weder zoll- oder steuerpflichtig waren. Die politische Lage in der Stadt selbst war zu dieser Zeit recht kompliziert. Neben der Reichsstadt gab es weitere reichsunmittelbare Kräfte in Regensburg, nämlich das Hochstift Regensburg des Regensburger Bischofs sowie die Reichsklöster St. Emmeram, Niedermünster und Obermünster. Dazu kamen Sonderrechte des Kaisers und der auf dem Reichstag tagenden Fürsten.

Ende des 18. Jhs. wurde die Stadt von schweren innenpolitischen Auseinandersetzungen erschüttert, als vor dem Hintergrund eines drohenden Finanzkollapses der Stadt Vertreter der Bürgerschaft und des Magistrats den Geheimen Rat der Stadt (das eigentliche Regierungsorgan) wegen Misswirtschaft und Verfassungsbruchs mit Erfolg vor dem Reichshofrat in Wien verklagten. Der Kaiser verordnete eine punktuelle Revision der Stadtverfassung und gewährte Regensburg – zum Schaden der städtischen Gläubiger – ein Schuldenmoratorium, das den Kollaps des Stadtstaates abwendete.

Im Jahr 1800 nahm die siegreiche französische Armee in Regensburg Quartier und legte der Stadt hohe Kontributionsforderungen auf, die die Stadtfinanzen vollends ruinierten.

Übergangszeit und Bayerische Provinzstadt (1803 bis 1933)[Bearbeiten]

Regensburg im 19. Jahrhundert vor der Fertigstellung des Doms
Regensburg um 1900
Der Neupfarrplatz im Jahr 1893, mit dem Goldenen Turm im Hintergrund

1803 fiel hier eine der letzten Entscheidungen des Reichstags: Der Reichsdeputationshauptschluss leitete die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches ein und führte unter anderem zur Säkularisation des Großteils der Klöster. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss entstand unter anderem das eigenständige Fürstentum Regensburg unter Karl Theodor von Dalberg, der sein Amt als Erzbischof aufgrund bayerischer Einwände erst am 1. Februar 1805 antreten konnte. Die Rheinbundstaaten erklärten auf der letzten Sitzung des Regensburger Reichstags am 1. August 1806 den Austritt aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Im Fünften Koalitionskrieg (Frankreich gegen Großbritannien und Österreich) besetzte ein österreichisches Armeekorps am 20. April 1809 Regensburg. Drei Tage später eroberten die Franzosen die Stadt zurück (→Schlacht von Regensburg). Hierbei erlitt Napoleon die einzige Verletzung auf allen seinen Feldzügen. Dalberg behielt zwar sein Amt als Regensburger Erzbischof (bis zu seinem Tod 1817), musste aber auf Druck Napoleons Regensburg am 22. Mai 1810 an das Königreich Bayern abtreten.

Die Inbesitznahme durch Bayern bedeutete den Verlust der politischen Bedeutung und der Sonderstellung der Stadt innerhalb des alten Bayern; die wirtschaftlichen Verhältnisse waren schon zu reichsstädtischer Zeit zuletzt so desolat geworden, dass eine weitere Selbstständigkeit schon deshalb ausgeschlossen schien. Regensburg wurde Hauptstadt des Regenkreises, ab 1838 des Kreises „Regensburg und Oberpfalz“, des späteren Regierungsbezirks Oberpfalz. Es war „kreisunmittelbare Stadt“ und zugleich Sitz des gleichnamigen Bezirksamts; Regensburg begann langsam wieder an Bedeutung zu gewinnen. 1859 erfolgte der Anschluss ans Eisenbahnnetz mit Verbindungen nach Nürnberg und München. Jedoch siedelte sich auch in der Folgezeit kaum Industrie an. Noch für lange Zeit beschränkte sich Regensburgs Rolle auf die eines Wirtschafts- und Handelszentrums für ein relativ begrenztes agrarisches Umland, neben der traditionellen Bedeutung, welche die alte, in sich ruhende Stadt als Kirchen- und Schulstadt sowie Behördensitz hatte. Bis heute bedeutend ist die Eröffnung des Luitpoldhafens 1910 (mittlerweile als Westhafen bekannt). Bis zum Ersten Weltkrieg (und noch während des Krieges) erlebte die Donauschifffahrt einen Aufschwung, namentlich aufgrund des Erdölimports aus Rumänien. 1913 wurde der Bayerische Lloyd gegründet. Der Regensburger Petroleumhafen erwies sich bald als zu klein.

Eine bedeutende Vergrößerung des Stadtgebiets (mehr als 26 Quadratkilometer) und einen Zuwachs von rund 20.000 Einwohnern erbrachte 1924 die Eingemeindung von sieben Gemeinden des Bezirksamtes Stadtamhof (Reinhausen, Sallern, Schwabelweis, Stadtamhof, Steinweg, Weichs und Winzer).[10]

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Ruine der bei einem Luftangriff 1945 zerstörten Stiftskirche Obermünster

Nach der „Machtübernahme“ des NSDAP-Regimes am 30. Januar 1933 wurde Oberbürgermeister Otto Hipp (Bayerische Volkspartei) am 20. März 1933 abgesetzt. Dieser war ein entschiedener Gegner der Nationalsozialisten und hatte der NSDAP noch zu Beginn der dreißiger Jahre die Nutzung städtischer Gebäude rechtskräftig untersagt. Am 12. Mai 1933 fand auch in Regensburg auf dem Neupfarrplatz eine offizielle Bücherverbrennung statt. Im selben Jahr ließ Otto Schottenheim (Oberbürgermeister von 1933–1945; NSDAP) im Norden der Stadt den Bau einer – seinerzeit nach ihm benannten – „nationalsozialistischen Mustersiedlung“ beginnen (heute: Konradsiedlung-Wutzlhofen).[11]

1933 wurde Regensburg dem Gau Bayerische Ostmark der NSDAP (Sitz: Bayreuth) – ab 1943: Gau Bayreuth – zugeschlagen; es blieb Sitz der Regierung des 1932 gebildeten Kreises (ab 1939: Regierungsbezirks) Niederbayern und Oberpfalz. Im Herbst 1932 übernahm der Volksschullehrer Wolfgang Weigert das Amt des NSDAP-Kreisleiters von Wilhelm Brodmerkel. Am 9. November 1938 wurde im Zuge der Reichspogromnacht die Synagoge am Brixner Hof niedergebrannt, die verbliebenen jüdischen Geschäfte geplündert und die jüdische Bevölkerung Regensburgs terrorisiert. Am 2. April 1942 wurden 106 Regensburger Juden vom Platz der zerstörten Synagoge aus nach Piaski transportiert und in den Vernichtungslagern Belzec und Sobibor später ermordet. Weitere Transporte führten ins KZ Auschwitz und ins KZ Theresienstadt. Insgesamt wurden etwa 250 der von Regensburg aus deportierten Juden während der Shoa ermordet. Ungefähr 230 Regensburger Juden und Jüdinnen konnten der Vernichtung durch Emigration oder Flucht entkommen.
Im Stadtteil Stadtamhof befand sich Anfang 1945 das KZ-Außenlager Colosseum, welches dem Konzentrationslager Flossenbürg organisatorisch untergeordnet war.[12] In der Nachbargemeinde Obertraubling existierte auf dem Firmengelände der damaligen Messerschmitt AG das KZ-Außenlager Obertraubling. Heute gehört ein Teil dieses Areals (so das ehemalige sogenannte Russenlager II mit seinerzeit über Tausend vorwiegend russischen Zwangsarbeitern) zum Stadtgebiet von Regensburg.

Im Herbst 1942 verhaftete die Gestapo über 30 Personen und warf ihnen staatsfeindliches Verhalten vor. Da sich die Verfolgten, die von KPD, über BVP bis NSDAP allen politischen Lagern angehörten, in loser Folge auf dem Regensburger Neupfarrplatz trafen, gab ihnen die Gestapo den Namen „Neupfarrplatz-Gruppe“. Die Taten der Festgenommenen bestanden laut dem Abschlussbericht der Polizei in zersetzender Mundpropanda; diese habe „viele deutsche Volksgenossen in ihrer Siegeszuversicht ganz erheblich geschwächt“.[13] Zwei der Angeklagten, Josef Bollwein und Johann Kellner, wurden vom 6. Senat des Volksgerichtshofs wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 12. August 1943 in München-Stadelheim hingerichtet.[14] Andere wurden mit Zuchthausstrafen und Ehrverlust bestraft bzw. ins Konzentrationslager Flossenbürg verbracht. Dort starben weitere sechs Menschen.

Im Jahr 1940 beginnend wurden aus dem Bezirksnervenkrankenhaus an der Ludwig-Thoma-Straße insgesamt 638 Frauen, Männer und Jugendliche im Rahmen der „Euthanasie“-Krankenmordaktion T 4 in die Tötungsanstalt Hartheim deportiert. Mehr als 500 weitere Menschen wurden zwangsweise sterilisiert.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden in und um Regensburg mehrere Arbeitslager für Kriegsgefangene vieler Nationen errichtet. Etwa 700 von ihnen wurden Opfer der NS-Zwangsarbeit bzw. starben an Seuchen und elenden Lebensbedingungen. Insgesamt mussten fast 14.000 sogenannte Fremdarbeiter während der Kriegszeit in Regensburg Zwangsarbeit leisten.[15]

Im Zweiten Weltkrieg hatte Regensburg unter Luftangriffen zu leiden, zumal im Westen der Stadt die Messerschmitt-Flugzeugwerke angesiedelt waren.

Im Vergleich zum Zerstörungsgrad anderer deutscher Innenstädte wurde aber die Altstadt weniger in Mitleidenschaft gezogen, wenngleich mit der Stiftskirche Obermünster eines der bedeutendsten Baudenkmale der Stadt völlig verloren ging und andere historische Bauten wie zum Beispiel die Alte Kapelle oder die Neue Waag am Haidplatz ernsthaft beschädigt wurden. Angegriffen und getroffen wurde hauptsächlich das Messerschmitt-Flugzeugwerk (Operation Double Strike 17. August 1943), das damals zu den größten seiner Art gehörte. Ebenso wurden Anlagen der Reichsbahn mit ihren Bahnhöfen und die Häfen der Stadt bombardiert. Bei insgesamt 20 Bombenangriffen der Royal Air Force und der 8th US Air Force 1943–1945 starben etwa 3.000 Menschen, darunter viele Kriegsgefangene. 1944 erklärte ein Führerbefehl Regensburg (und zahlreiche andere Städte) zur Festung.[16] Dies hatte vor allem propagandistische Gründe.

Am 22. April 1945 forderte Gauleiter (Gau Bayreuth) und Reichsverteidigungskommissar Ludwig Ruckdeschel in einer fanatischen Rede bzw. Rundfunkansprache im Velodrom die Verteidigung von Regensburg bis zum letzten Stein.[17] Kurze Zeit später floh er.

Am 23. April 1945 bat Domprediger Johann Maier (1906–1945) auf einer Demonstration, die hauptsächlich von Regensburger Frauen getragen wurde, um die kampflose Übergabe, damit die Stadt nicht noch mehr beschädigt werde bzw. um weitere Opfer zu vermeiden. Am folgenden Tag wurde er wegen „Sabotage“ zusammen mit dem Regensburger Bürger Josef Zirkl und dem pensionierten Gendarmeriebeamten Michael Lottner[18] öffentlich hingerichtet (siehe auch Endphaseverbrechen#Regensburg).

Ebenfalls am 23. April erfolgte gegen Abend eine Teilsprengung der Donaubrücken. Gesprengt wurden insbesondere vier Pfeiler eines der bedeutendsten Kulturdenkmale der Stadt, der Steinernen Brücke aus dem 12. Jahrhundert.

Am Tag des 26. April verließen die Wehrmacht-Einheiten und der Kampfkommandant Hans Hüsson die Stadt Regensburg in Richtung Südosten.[19] Major Othmar Matzke, der ranghöchste und entgegen der Befehlslage in der Stadt verbliebene Offizier, schickte daraufhin in den Morgenstunden des 27. April in Absprache mit Oberbürgermeister Otto Schottenheim[20] einen Generalmajor a. D. als Parlamentär zu den US-amerikanischen Truppen. Dieser bot eine bedingungslose Kapitulation an und daraufhin wurde Regensburg kampflos an die 3. US-Armee übergeben.[21]

Zum Gedenken an Regensburger Opfer des Nationalsozialismus verlegte Gunter Demnig am 12. Juni 2007 die ersten Stolpersteine in Regensburg.[22]

Nachkriegszeit und Moderne[Bearbeiten]

Bereits 1945 überschritt die Einwohnerzahl die Marke von 100.000, bis zur Jahrtausendwende erreichte sie 150.000. Wesentlich beigetragen hierzu haben zunächst Flüchtlingsströme aus dem Osten (insbesondere aus dem Sudetenland), zahlreiche Eingemeindungen im Zuge der Gemeindegebietsreform zwischen 1971 und 1983 sowie diverse Infrastrukturmaßnahmen und Industrieansiedlungen:

Siegel der Universität Regensburg

1965 wurde der Grundstein der Universität gelegt, 1992 das dazugehörige Klinikum eröffnet; Anfang der 1970er-Jahre kam die Fachhochschule hinzu. 1960 nahm der Osthafen seinen Betrieb auf, 1978 der Main-Donau-Kanal. Der Siemens-Konzern hat seinen Standort Regensburg permanent ausgebaut, unter anderem durch Errichtung einer Fabrik zur Chipherstellung (heute Infineon AG). 1986 nahm das BMW-Werk bei Harting die Produktion auf. Ab 1989 produzierte Toshiba in Regensburg Laptops und Notebooks, hat aber 2009 seinen Regensburger Standort wieder geschlossen. Dafür hat sich, ungefähr auf dem gleichen Gelände, das Unternehmen OSRAM neu angesiedelt, die hier klassische und neuartige Lichtquellen produziert und erforscht.

Im Zuge der bereits genannten Eingemeindungen hat Regensburg einen Gebietszuwachs von knapp 3 km² erfahren. 1997 wurde Regensburg mit dem Europapreis für seine hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet.

Der historische Stadtkern Regensburgs ist weitestgehend erhalten und damit die größte mittelalterliche Altstadt Deutschlands. Außerdem besitzt sie die größte Anzahl an Geschlechtertürmen nördlich der Alpen, was ihr den Beinamen „Nördlichste Stadt Italiens“ eingetragen hat. Umsichtige und von der Bevölkerung mitgetragene Sanierungsmaßnahmen haben den Bestand von über 1.000 geschützten Denkmälern bis heute gesichert. Am 13. Juli 2006 wurde die Regensburger Altstadt mitsamt Stadtamthof von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Die Stadt richtete 2007 ein Weltkulturerbezentrum ein, das im historischen Salzstadl beim Eingangsturm der Steinernen Brücke untergebracht ist. Dort werden an zentraler Stelle detaillierte Informationen zur Stadtgeschichte gegeben (~ 2000 Jahre) und aktuelle Ausstellungen durchgeführt.

Religionen[Bearbeiten]

Ende 2012 waren 57,6 % der Bevölkerung Regensburgs katholisch, 14,1 % evangelisch, 28,2 % gehörten anderen oder keiner Religionsgemeinschaft an. 1970 waren 82,4 % der Bevölkerung katholisch und 14,5 evangelisch. Evangelisch schließt das lutherische, reformierte und unierte Bekenntnis, nicht aber die Freikirchen ein.[23]

Christentum[Bearbeiten]

Dom St. Peter, Westfront
Dom St. Peter, Blick von unten

Im Jahr 739 stiftete der Heilige Bonifatius das Bistum Regensburg. In der Folgezeit wurden zahlreiche Klöster gegründet. Regensburg stand mit Cashel, Irland, in engem kulturellen Austausch. Dort wurden Geistliche ausgebildet, die später nach Regensburg kamen.

Die Stadt wurde 1245 reichsunmittelbar und führte ab 1528 die Reformation ein (am 15. Oktober 1542 war die erste öffentliche Abendmahlsfeier). Da im Stadtgebiet jedoch weiterhin der katholische Bischofssitz und viele Klöster verblieben, die nicht zur Reichsstadt selbst gehörten, blieb das katholische Bekenntnis in der Stadt weiterhin vertreten und wurde durch zahlreiche Zuwanderungen zum vorherrschenden Bekenntnis.

Das Bistum Regensburg war zunächst der Erzdiözese Mainz, später dem Erzbistum Salzburg unterstellt. Auch wenn durch Pfründehäufung Regensburg oft der persönlichen Anwesenheit seines Oberhirten entbehrte, so gibt es seit der Canonischen Errichtung des Bistums eine nur durch die Ernennungsmodalitäten geringfügig unterbrochene Folge der Regensburger Bischöfe bis heute.

1542 konvertierte zwar der Rat der Stadt zum Protestantismus, jedoch verblieben die katholischen Reichsstände in Regensburg. Auch die Mehrheit der Bevölkerung blieb katholisch. Diese Konfessionsmischung war neben der Nähe zum kaiserlichen Wien einer der wesentlichen Gründe für die Ausrufung des Immerwährenden Reichstages nach Regensburg. Die Stadt war eines der wenigen Territorien im Reich, in dem beide Konfessionen zusammentreffen konnten.

Bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803 war an den erzbischöflichen Stuhl von Mainz das Amt des Reichserzkanzlers gebunden. Dies war 1803 Carl Theodor Anton Maria Reichsfreiherr von Dalberg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss wurden die Mainzer Rechte nach Regensburg übertragen, Dalberg wurde Erzbischof von Regensburg, was er bis zu seinem Tod 1817 blieb. 1817/1821 wurde das Bistum Regensburg neu umschrieben und der Kirchenprovinz München und Freising unterstellt. Das Bistum Regensburg ist das flächenmäßig größte bayerische Bistum mit 14.665 Quadratkilometern und setzt sich aus 33 Dekanaten zusammen. Die 24 Pfarrgemeinden und 4 weiteren Seelsorgestellen der Stadt Regensburg gehören innerhalb des Bistums zum Dekanat Regensburg, das mit den Dekanaten Laaber, Alteglofsheim, Donaustauf und Regenstauf die Region Regensburg bildet.

Die protestantischen Gemeinden wurden nach Einführung der Reformation von einem Superintendenten geleitet. Als Kirchenverwaltungsbehörde bestand ein Konsistorium. Nach dem Übergang an Bayern 1810 wurden die Gemeinden Teil der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Die sieben Regensburger Gemeinden gehören innerhalb dieser Landeskirche zum Dekanat Regensburg im gleichnamigen Kirchenkreis.

Im Bereich der Freikirchen bestehen in Regensburg heute Gemeinden der Adventisten, der Baptisten, der Mennoniten (seit 1820) und der Methodisten sowie eine pfingstlerische Freie Christengemeinde und eine Freie Evangelische Gemeinde.

Daneben besteht in Regensburg eine alt-katholische Pfarrgemeinde. Die russisch-orthodoxe Gemeinde nutzt die Maria-Schutz-Kirche im Stadtpark. Die Rumänisch Orthodoxe Kirchengemeinde "Hl. Dreifaltigkeit" nutzt die Klosterkirche St. Matthias in der Ostengasse. In deren Mönchschor hinter dem Hochaltar wurde 1974 durch das Ostkirchliche Institut Regensburg eine Kapelle eingerichtet, die heute von der serbisch-orthodoxen Gemeinde genutzt wird.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist in Regensburg mit einer Gemeinde vertreten.

Während seiner sechstägigen Pastoralreise durch Bayern im Jahr 2006 verbrachte Papst Benedikt XVI. drei Tage in Regensburg. Dabei feierte er auf dem am südlichen Stadtrand gelegenen Islinger Feld zusammen mit etwa 230.000 Menschen die Heilige Messe. Außerdem hielt er an der Universität eine in der Folge von islamischer Seite kritisierte Vorlesung und feierte im Dom eine ökumenische Vesper mit hohen Vertretern der evangelischen und orthodoxen Kirche.

Vom 28. Mai bis 1. Juni 2014 fand in Regensburg der 99. Deutsche Katholikentag statt.[24] Es handelte sich um den dritten Katholikentag in Regensburg, der erste fand 1849[25] und der zweite 1904 statt.[26]

Judentum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Judentum in Regensburg

Regensburg war die erste jüdische Gemeinde in Bayern und im Mittelalter eine der bedeutendsten in Europa. Aus dem Jahr 981 stammt die früheste urkundliche Erwähnung eines Juden in Regensburg. In den folgenden Jahrhunderten florierte die Gemeinde und brachte einige der bekanntesten zeitgenössischen Schriftgelehrten und Lyriker wie Isak ben Mordechai, Efraim ben Isaak (Efraim der Große aus Regensburg) und Jehuda ben Samuel he-Chasid (Jehuda der Fromme) hervor. Das Judenviertel befand sich am heutigen Neupfarrplatz. Im Jahre 1519 wurde die Synagoge zerstört, die Juden wurden vertrieben. Ab 1669 lebten wieder Juden in der Stadt. Zwischen 1861 und 1871 wuchs die Gemeinde von 150 auf 430 Mitglieder an. Ein Synagogenneubau entstand 1912.

Die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde zu Regensburg endete vorläufig mit der Zerstörung der Synagoge in der Pogromnacht 1938 und der Deportation und Ermordung der Regensburger Juden während des Zweiten Weltkriegs. Die rund 400 Juden in Regensburg wurden enteignet, beraubt und verschleppt. An die 250 wurden ermordet.[27] Nach 1945 nahm Regensburg etwa 3500 Displaced Persons auf: Juden, die entweder aus dem KZ Flossenbürg befreit worden waren oder aus den osteuropäischen Lagern in die bayerische US-Besatzungszone geflüchtet waren. Die meisten von ihnen wanderten in die USA oder nach Israel aus, so dass Regensburg 1953 nur noch rund 400 Juden zählte. Anfang der 1990er Jahre waren es gerade noch 60. Erst seit der Einwanderung aus Russland ist die Zahl wieder auf etwa 400 gestiegen.

Bei Grabungen am Neupfarrplatz wurden 1995 Reste der Synagoge wiederentdeckt. Dort richtete die Stadt ein Informationszentrum ein, das document Neupfarrplatz. Es informiert unterirdisch über die wechselhafte Geschichte des Neupfarrplatzes: Jüdisches Ghetto und Religionszentrum von internationaler Bedeutung, Juden-Vertreibung, Katholische Wallfahrtskirche Zur Schönen Maria, Evangelische Neupfarrkirche als Mutterkirche des österreichischen und süd-osteuropäischen Protestantismus. Der Grundriss der ehemaligen Synagoge wird durch ein vom israelischen Künstler Dani Karavan gestaltetes begehbares Bodenrelief aus weißem Beton nachgezeichnet, das am 13. Juli 2005 eingeweiht wurde. Die heutige Synagoge steht auf dem Gelände des in der Pogromnacht zerstörten Vorgängerbaus wenige 100 Meter östlich des Neupfarrplatzes in der Straße Am Brixener Hof. Jüdische Friedhöfe befinden sich in der Schillerstraße westlich des Stadtparks sowie in einem Abschnitt des städtischen Friedhofs auf dem Dreifaltigkeitsberg.

Islam[Bearbeiten]

Die Anzahl der in Regensburg wohnhaft gemeldeten Muslime dürfte zwischen 4000 und 5000 liegen, davon wohl gut die Hälfte türkischer Abstammung. Aus den restlichen Herkunftsgebieten, die wie in vielen anderen deutschen Großstädten von Marokko bis Pakistan und Indonesien reichen, sind eine größere Gruppe von Tunesiern erwähnenswert, die seit 1969 in der Stadt lebt, und die besonders in den Jahren nach 1995 ansässig gewordenen Iraker. Neben zwei türkischen Moscheevereinen der DITIB (Merkez-Moschee, Lindnergasse, 1978 gegründet, später DITIB-Verein) und des VIKZ (Adolf-Schmetzer-Straße), existieren ein „Albanisch-Islamisches Kulturzentrum“ (Alte Straubinger Straße), eine Niederlassung der Ahmadiyya (Von-Donle-Straße) und zwei arabische Vereine, der „Islamisch-Arabische Kulturverein“ (As-Siddiq, Walderdorffstraße) und das „Islamisch-Arabische Kulturzentrum“ (Al-Rahman-Moschee/Masjid Arrahman).

Nach seinem Auszug aus den früheren Räumlichkeiten in der Hemauerstraße errichtete letzterer im Jahr 2009 ein großes Gemeindehaus an der Alten Straubinger Straße.

Muslimische Friedhöfe befinden sich in einem Abschnitt des städtischen Friedhofs auf dem Dreifaltigkeitsberg sowie in der nördlich von Regensburg liegenden Ortschaft Kareth.

Buddhismus[Bearbeiten]

1978 etablierte sich in Regensburg eine buddhistisch praktizierende Meditationsgruppe unter Anleitung Lama Ole Nydahls.[28] In der Folge gründete sich das buddhistische Zentrum Regensburg [29], seit 1999 in dem historischen Gebäude Brixener Hof, derzeit die größte buddhistische Gruppierung der Stadt. Das buddhistische Zentrum ist im gemeinnützigen Verein Buddhistische Zentren Bayern der Karma-Kagyü-Linie e.V. unter dem Buddhistischen Dachverband Diamantweg (BDD) e.V. organisiert. Neben dem Diamantwegszentrum sind in Regensburg mehrere weitere buddhistische Gruppen aktiv, wie die buddhistische Meditationsgruppe Regensburg[30], Zen-Buddhisten[31] und Won-Buddhisten.[32]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1904 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Karthaus-Prüll eingegliedert. Am 1. April 1924 kamen Reinhausen, Sallern, Schwabelweis, Stadtamhof, Steinweg, Weichs und Winzer hinzu. Am 1. April 1938 folgten Dechbetten, Großprüfening und Ziegetsdorf.[10] Anlässlich der Gemeindegebietsreform in Bayern wurden Burgweinting, Harting und Oberisling am 1. Januar 1977 eingegliedert. Ein Teil der Nachbargemeinde Barbing mit mehr als 400 Einwohnern folgte am 1. Januar 1978.[33]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung

Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Lebten 1830 in der Stadt 16.000 Einwohner, so waren es 1900 bereits 45.000. Bedingt durch zahlreiche Eingemeindungen in den Jahren 1924 und 1938 stieg die Einwohnerzahl bis 1939 auf 96.000. Im Jahre 1940 überschritt die Bevölkerungszahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Am 31. März 2007 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 131.489. Dabei zählen nur Hauptwohnsitze nach Abgleich mit den anderen Landesämtern. Am 31. Dezember 2013 betrug der Bevölkerungsstand (Gesamtbevölkerung aus Haupt- und Nebenwohnsitzen) 155.151.[34]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Barockrathaus
Altes Rathaus mit Reichssaal, Tagungsort des Immerwährenden Reichstags
Stadtlogo

Die politische Führung Regensburgs basierte jahrhundertelang auf der Reichsunmittelbarkeit. Regensburg erhielt 1245 durch Kaiser Friedrich II. das Recht der Selbstverwaltung und das Privileg „einen Bürgermeister und Rat zu setzen“. Damit war sie Freie Reichsstadt und blieb es bis 1803. Der Rat hatte 16 Mitglieder. Diese Zahl wurde bis 1803 beibehalten. Zwischen 1803 und 1810 war Regensburg Kurfürstentum unter dem Reichserzkanzler Carl Theodor von Dalberg. 1809 stand die Stadt unter französischer Besatzung. Mit dem Übergang an Bayern 1810 wurde Regensburg Hauptstadt des Regenkreises und wurde ab 1811 durch einen königlichen Polizeidirektor geleitet.

Ab 1818 stand an der Spitze der Stadt ein Erster Bürgermeister, der ab 1907 den Titel Oberbürgermeister (OB) erhielt. Heute gibt es neben dem OB noch zwei weitere hauptamtliche Bürgermeister. Der OB und der Stadtrat werden für eine Legislaturperiode von sechs Jahren gewählt. Beide Wahlen finden zum gleichen Termin statt. Der Stadtrat setzt sich aus 50 gewählten Mitgliedern und dem Oberbürgermeister zusammen. Darüber hinaus gibt es vier berufsmäßige Stadträte ohne Stimmrecht: Wirtschafts-, Wissenschafts- und Finanzreferent, Rechts- und Umweltreferent, Planungs- und Baureferent sowie ein Kulturreferent.

Die Stadtratswahl vom 16. März 2014 ergab folgendes Ergebnis (Stand: Mai 2014):

Partei / politische Gruppierung Stimmenanteil Veränderung Sitze im Stadtrat Veränderung
SPD 33,7 % +12,2 17 +6
CSU 32,8 % –7,1 16 –4
GRÜNE 10,5 % -0,1 5 -
Freie Wähler 6,9 % -0,2 3 -1
ödp 6,4 % -0,5 3 -
Die Linke 3,1 % -1,5 2 -
FDP 3,0 % -2,4 2 -1
Piraten 2,3 % +2,3 1 +1
CSB 1,5 % -2,3 1 -1

Dem Rat gehören sieben Fraktionen an. Die Piraten und die CSB haben keinen Fraktionsstatus. Der neue Stadtrat konstituierte sich am 8. Mai 2014.

Bei der Wahl zum Oberbürgermeister konnte im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen. Daher kam es am 30. März 2014 zu einer Stichwahl zwischen Christian Schlegl (CSU) und Joachim Wolbergs (SPD), aus der Letzterer bei einer Wahlbeteiligung von 49,7 % als Gewinner hervorging.[35]

Wolbergs ist Nachfolger von Hans Schaidinger (CSU), der seit 1996 das Amt des Oberbürgermeisters innehatte. Schaidinger war außerdem von 2005 bis 2011 Vorsitzender des Bayerischen Städtetags.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen und Flagge
Wappen Regensburg.svg Flag of Regensburg.png

Blasonierung des Stadtwappens: „In Rot zwei schräg gekreuzte silberne Schlüssel.“ – Die Stadtflagge ist weiß (silber) und rot.

Wappenerklärung und -geschichte: Die Schlüssel sind das Attribut des Heiligen Petrus, der das Patrozinium des Regensburger Domes innehat und Schutzpatron der Stadt ist. Er ist in den Siegeln der Stadt schon seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar, doch wurde er im Laufe der Geschichte unterschiedlich dargestellt. Ab 1395 zeigt das Sekretesiegel der Stadt Schlüsselwappen unter der Gestalt des Stadtpatrons. Seit 1398 wurde das Wappen in Wappenbüchern abgebildet. Seit 1549 wird das Wappen als Wasserzeichen der Regensburger Papiermühle verwendet. Ab diesem Jahr treten die Schlüssel als Symbole auch allein auf und wurden später ebenfalls mehrmals verändert. Sie konnten sich jedoch als Stadtwappen behaupten.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Hinweistafel auf die Partnerschaften am Ortseingang von Regensburg

Regensburg unterhält folgende Städtepartnerschaften:

Patenschaften[Bearbeiten]

Bereits 1951 hat die Stadt Regensburg die Patenschaft über die Sudetendeutsche Volksgruppe übernommen.[37]

Stadtfreiheitstag und Brückenpreis[Bearbeiten]

Seit 1980 feiert die Stadt alljährlich am 10. November den Stadtfreiheitstag. An diesem Tag im Jahre 1245 erhielt sie die Urkunde für ihre Selbstständigkeit, für die Stadtfreiheit. Heute werden an diesem Tag verdiente Bürger der Stadt geehrt und ausgezeichnet.

Anlässlich des 750. Jahrestags der Reichsfreiheit stiftete die Stadt den Brückenpreis der Stadt Regensburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Deutsche Sonderbriefmarke „Weltkulturerbe der UNESCO – Altstadt Regensburg” (2011)

Regensburg verfügt über 1500 denkmalgeschützte Gebäude. Davon bilden 984 im historischen Kern das Ensemble „Altstadt mit Stadtamhof“, welches 2006 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde.[38]

Theater[Bearbeiten]

Theater am Bismarckplatz, Südseite
Theater am Bismarckplatz, Zuschauerraum des Großen Hauses

Regensburg verfügt mit den Städtischen Bühnen über ein vollständig ausgestattetes Dreispartentheater und bietet so ein Programm von Oper, Operette, Musical, Schauspiel und Ballett. Das Ensemble tritt an mehreren Spielstätten in der Stadt auf:

  • Das Theater am Bismarckplatz ist das Stadttheater mit dem Großen Haus und dem Neuhaussaal. In dem zweihundert Jahre alten Dreirangtheater werden Oper, Operette und Musical sowie Ballett und Schauspiel für 519 Zuschauer gezeigt. Im Neuhaussaal werden Sinfoniekonzerte des Philharmonischen Orchesters Regensburg gegeben.
  • Das Theater im Velodrom war ursprünglich das Ausweichquartier während der Theatersanierung, wird aber als weitere Spielstätte, überwiegend für Musical, Ballett und Schauspiel, beibehalten. Im Velodrom finden 620 Zuschauer Platz.
  • Das Theater am Haidplatz ist eine Studiobühne im Thon-Dittmer-Palais mit 138 Zuschauerplätzen und an ihr wird seit über 20 Jahren gespielt. Hier überwiegt das Schauspiel literarisches und modernes Theater.
  • Im Turmtheater im Goliathhaus werden Schauspiel, Boulevardstücke, Kabarett, Musical und Kindertheater gezeigt.

Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe kleinerer Häuser. Darunter befindet sich das Figurentheater im Stadtpark, das Regensburger Bauerntheater in der Gaststätte Hubertushöhe, das STATT-Theater (Kleinkunstbühne), das Theater an der Universität und das Offene Theater Regensburg. Hinzu kommen die Regensburger Tage des Schülertheaters, dabei führen in drei Wochen im Juni etwa 20 Schulbühnen ihre Stücke auf.

Museen[Bearbeiten]

Regensburg besitzt Museen verschiedener Träger. Von der Stadt Regensburg betrieben ist das am Dachauplatz neben der Minoritenkirche gelegene Historische Museum. Das Alte Rathaus beherbergt das Reichstagsmuseum. Sein Hauptanziehungspunkt ist die aus dem Mittelalter unverändert erhaltene Folterkammer und der Reichssaal, der Veranstaltungsort des immerwährenden Reichstages. Es folgt das Keplergedächtnishaus und die Städtische Galerie „Leerer Beutel“. Dort residiert auch der Jazz-Club Regensburg. Neu hinzugekommen ist die document Neupfarrplatz über die Synagoge und das frühere Judenviertel.

Das Bistum Regensburg unterhält die Bistumsmuseen Regensburg, die in Domschatzmuseum, Diözesanmuseum Obermünster und das Museum St. Ulrich aufgeteilt sind. Der Freistaat besitzt in Regensburg als Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums die Fürstliche Schatzkammer Thurn und Taxis Regensburg, die im ehemaligen Marstall des Schlosses St. Emmeram untergebracht ist. Das in der benachbarten Reithalle untergebrachte Marstallmuseum mit der Kutschensammlung ist nach wie vor im Eigentum des Fürstenhauses Thurn und Taxis.

Sonstige Museen sind das Kunstforum Ostdeutsche Galerie, das Naturkundemuseum Ostbayern, der Reptilienzoo in Burgweinting (siehe Burgweinting-Harting), das Donau-Schiffahrts-Museum, das Museum in der Dreieinigkeitskirche, das Museum des Bezirksklinikums, die Volkssternwarte Regensburg sowie an Museen in privater Trägerschaft das Brückturmmuseum, das Uhrenmuseum, das Golfmuseum, das Postmuseum und das Dinoraeum. Das Feldbahnmuseum Friedrichzeche wird zusammen mit einem geologischen Lehrpfad auf einem Gelände im Süden von Dechbetten betrieben, auf dem nach wie vor Ton und Braunkohle abgebaut werden.[39] Der Bau und die Einrichtung des Museums der Bayerischen Geschichte wurde im Jahr 2011 beschlossen.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Am Gewerkschaftshaus in der Richard-Wagner-Straße wird seit 1986 mit einer Gedenktafel an zwei NS-Opfer aus der Arbeiterbewegung erinnert: an die SPD-Reichstagsabgeordnete Antonie Pfülf, die aus Verzweiflung über die Handlungsunfähigkeit ihrer Partei und der Gewerkschaften 1933 in den Freitod gegangen war. Nach ihr wurden auch die örtliche Parteizentrale benannt sowie ein Preis mit ihrem Namen gestiftet. Der andere war der SPD-Landtagsabgeordnete Alfons Bayerer, der nach langjähriger Zuchthaushaft 1939 an den Haftfolgen starb.

Erinnerungsstätten an die Opfer des Holocaust[Bearbeiten]

Seit 1986 erinnert eine Gedenktafel am Jüdischen Gemeindehaus an die Zerstörung der Synagoge und an die Verfolgung und Ermordung hunderter jüdischer Bürger, die Opfer des Holocaust wurden. Eine Erinnerungstafel an ermordete jüdische Schülerinnen haben Schüler des Von-Müller-Gymnasiums 1987 im Foyer ihrer Schule angebracht. Auf dem Jüdischen Friedhof an der Schillerstraße geben Inschriften auf Grabsteinen Auskunft über den gewaltsamen Tod dieser Verstorbenen.

Gedenken an die Opfer der Nationalsozialistischen Rassenhygiene[Bearbeiten]

An der sogenannten Alten Pforte des Bezirksklinikums erinnert seit 1990 eine Gedenktafel an die 638 ermordeten Psychiatriepatienten und an weitere Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns.

Gedenken an KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene[Bearbeiten]

In einer Grünanlage an der Kreuzung Siemens-/Straubingerstraße erinnert seit 1988 das „Mahnmal am Hohen Kreuz“ (Bildhauer Heinrich Glas) an 700 sowjetische Kriegsgefangene, die im Zweiten Weltkrieg Opfer brutaler Zwangsarbeit und unmenschlicher Lebensbedingungen wurden. Mit einem Mahnmal wird der Opfer des KZ-Außenlagers Colosseum gedacht. Der Gedenkstein steht in Stadtamhof. Die Inschrift nennt als Standort des Außenlagers allgemein Stadtamhof, nicht jedoch konkret das Gebäude des ehemaligen Gasthofs „Colosseum“.

Erinnerung an Verbrechen in der Endphase des Zweiten Weltkriegs[Bearbeiten]

An die Morde an Domprediger Johann Maier, dem Lagerarbeiter Josef Zirkl und dem Polizeiinspektor Michael Lottner am 23. April 1945 wird an mehreren Stellen der Stadt erinnert. Sie hatten versucht, die Forderung der „Regensburger Frauendemonstration“ nach kampfloser Übergabe der Stadt an die US-Truppen zu vermitteln und wurden daraufhin von Beamten der Gestapo erschossen bzw. öffentlich erhängt. Daran erinnern seit 1946 eine Gedenktafel im Dom, zwei weitere Tafeln seit 1950 am Ort ihrer Hinrichtung am Dachauplatz sowie seit 1975 ein Denkmal in einer Grünanlage am Dachauplatz.[40]

Mahnmal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen[Bearbeiten]

Das Mahnmal steht an exponierter Stelle an der Furtmayrstraße/Ecke Galgenbergstraße in Form der Telefonnummer des NOTRUF e. V. Regensburg (Notruf für vergewaltigte und belästigte Frauen und Mädchen) seit dem internationalen Frauentag am 8. März 2000.

Musik[Bearbeiten]

Bayerisches Jazzweekend 2004: Konzert auf dem Kohlenmarkt ...
... und dem Bismarckplatz

Regensburg hat ein reiches Musikleben. International bekannt sind die Regensburger Domspatzen. Daneben etablierten sich erfolgreiche Ensembles wie Singer Pur oder Cantabile Regensburg. Die Alte Musik wird alljährlich im Festival „Tage alter Musik“ gepflegt. Sie verbinden historische Aufführungspraxis mit Konzerten in den historischen Räumen Regensburgs. Die klassische Musik wird in Konzertreihen auf hohem internationalen Niveau in Regensburg präsentiert. Insbesondere die Odeon Concerte im Audimax der Universität bringen internationale Orchester in die Domstadt. Seit 2003 gibt es im Juli die Regensburger Schlossfestspiele im Innenhof des Schlosses Thurn und Taxis. Auch sie finden im süddeutschen Raum immer mehr Beachtung.

Moderne Musikrichtungen, besonders der Jazz, werden alljährlich im Sommer während des Bayerischen Jazzweekends gepflegt. An einem verlängerten Wochenende im Sommer treten an mehreren Spielstätten in der Altstadt über einhundert verschiedene Bands, Combos und Solisten auf. Die Jury des Bayerischen Jazzinstituts sorgt für ein hohes musikalisches Niveau.

Seit 1996 gibt es das Regensburger Music College, eine private Berufsfachschule für Pop, Rock und Jazz.

Film[Bearbeiten]

Es gibt zwei Open-Air-Kinos in Regensburg. Das erste wird von den Lichtspielhäusern der Altstadt organisiert, in welchen über mehrere Wochen aktuelle Filme, aber auch Klassiker und Publikumslieblinge vergangener Jahre gezeigt werden. Das zweite Open-Air-Kino hat seinen Standort im Sommer in der Armin-Wolf-Arena. Dort werden ebenfalls aktuelle Filmhighlights gezeigt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet gibt es (Denkmalliste des BLfD - Stand Januar 2014) 1346 Baudenkmäler.

Profanbauten[Bearbeiten]

Blick aus der Kramgasse auf den Dom

Die Steinerne Brücke mit dem Brückturm wurde 1135 bis 1146 gebaut. Sie gehört zu den bedeutendsten Brückenbauwerken des Mittelalters und war unter anderem Vorbild für die Prager Karlsbrücke. Das Alte Rathaus mit dem Reichssaal war Sitz des Immerwährenden Reichstages. Der Herzogshof mit Römerturm am heutigen Alten Kornmarkt bildete die frühere Herzogspfalz der agilolfingischen Herzöge.

Panorama der Steinernen Brücke mit Dom

Aus der Römerzeit sind beim Bischofshof die Porta praetoria, ein Stadttor, und an der Adolph-Kolping-Straße, im Parkhaus an der D.-Martin-Luther-Straße und am Ernst-Reuter-Platz Reste der römischen Kastellmauern erhalten.

Das gotische Ostentor von 1300 war das Eingangstor zur Stadt von Osten. Die Historische Wurstkuchl an der Donau gilt als älteste Wurstbraterei der Welt. An der Stelle des früheren Hafens findet man unterhalb der Steinernen Brücke den Salzstadel und oberhalb den Amberger Stadel. Geprägt ist das Stadtbild auch durch die so genannten Patrizierburgen bzw. Geschlechtertürme wie das Haus an der Heuport oder das Goldene Kreuz am Haidplatz, das als Kaiserherberge für Karl V. diente. Weitere große Patrizierburgen sind das Goliathhaus, das Runtingerhaus und das Zandthaus. Der 1260 entstandene Goldene Turm in der Wahlenstraße ist wohl der bekannteste der Regensburger Geschlechtertürme, mit denen die Patrizierfamilien ihren Reichtum und Einfluss zur Schau stellten. Ebenfalls sehenswert ist der Baumburger Turm.

Sanierter Stadel aus dem 16. Jahrhundert in der Westnerwacht

Regensburg war im Mittelalter und bis in die Neuzeit eine Handelsstadt von europäischer Bedeutung. Die Patrizierburgen sind nur die überkommene machtvolle Zurschaustellung dieser herausragenden Position. Von größerer praktischer Bedeutung waren die zahlreichen öffentlichen und privaten Speicherbauten, in denen das Handelsgut gelagert wurde. Nur ganz wenige der Stadel[41] sind in einem äußerlich unberührten Zustand erhalten geblieben, der die ursprüngliche Funktion dieser wichtigen Nutzbauten einer Handelsstadt dokumentiert: Neben den öffentlichen Speicherbauten „Salzstadel“, „Amberger Stadel“ und „Leerer Beutel“ ist hier der um 1580 erbaute und ehemals als Gewürzspeicher dienende große private Stadel in der Westnerwacht, Weintingergasse 4[42] zu nennen.

Nordseite der Königlichen Villa, vom Ufer der Donauinsel Unterer Wöhrd aus gesehen.

Die königliche Villa am Ostrand der Altstadt entstand von 1854 bis 56 im Auftrag von König Maximilian II. im Stil der englischen Neugotik. Das fürstliche Schloss St. Emmeram ist mit 500 Zimmern das größte bewohnte Schloss in Deutschland. In der Nähe des Hauptbahnhofs befindet sich einer der acht letzten noch erhaltenen Pilzkioske, der hier „Milchschwammerl“ genannt wird.

Kirchen[Bearbeiten]

Die Minoritenkirche und Teil des Historischen Museums (rechts)

In Regensburg gibt es eine Vielzahl historischer Kirchen und mehrere teils ehemalige Klöster. Der Dom St. Peter ist das Hauptwerk der Gotik in Bayern. Nach mehreren Vorgängerbauten dürfte der gotische Dom bald nach 1260 begonnen worden sein. Ein vorläufiger Abschluss ist mit dem Jahr 1520 anzusetzen. Von 1859 bis 1872 erfolgte erst der Ausbau der Turmhelme und der Querhausgiebel. Die letzte große Innenrenovierung fand von 1985 bis 1988 statt.

Die Stiftskirche und Basilica minor zu Unserer lieben Frau zur Alten Kapelle (Stift zu Unserer Lieben Frau Regensburg) wurde um 875 erbaut. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie neu ausgestattet und zählt seither zu den prachtvollsten Kirchen des Rokoko in ganz Bayern.

Die ursprünglich romanische, später stark barockisierte Kirche und Basilika Minor St. Emmeram war früher Teil des gleichnamigen, 1803 säkularisierten Klosters, dessen Räumlichkeiten heute zum Schloss St. Emmeram gehören. Sie hat den Status einer päpstlichen Basilika Minor. Beachtenswert ist ebenfalls die Nebenkirche St. Rupert.

Die Kirche St. Jakob auch bekannt unter dem Namen Schottenkirche, eine romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert, leitet ihren Namen vom Kloster der irischen Benediktiner (Skoten) ab, zu dem sie gehörte. Der Haupteingang, das Schottenportal, ist wegen seiner einzigartigen Steinmetzarbeiten weltberühmt.

Die frühgotische Kirche St. Ulrich beherbergt das Bistumsmuseum des Bistums Regensburg.

Am Neupfarrplatz befindet sich die evangelische Neupfarrkirche. Eine der ersten evangelisch-lutherischen Kirchenneubauten in Bayern ist die 1631 fertiggestellte Dreieinigkeitskirche

Parks[Bearbeiten]

Regensburg verfügt über einen die Altstadt vollständig umschließenden Grüngürtel. Er stößt im Osten und im Westen an die Donau an. Er entstand Ende des 18. Jahrhunderts aus der mittelalterlichen Stadtumfriedung und Teilen des Schlossparks der Fürsten von Thurn und Taxis. Zu weiteren Einzelheiten siehe Sehenswürdigkeiten in Regensburg#Grüngürtel.

Bemerkenswerte Parks im Einzugsbereich der Altstadt sind der Herzogspark, der Dörnbergpark und der Stadtpark. Am Oberen Wöhrd befindet sich der Inselpark. Die größte Grünanlage, der Donaupark, liegt im Westen an der Donau. Dort befinden sich auch das Westbad und der Westbadweiher. Weitere Parks südlich der Donau sind der Königswiesener Park, der Georg-Hegenauer-Park, der Karl-Freitag-Park, die Grünanlagen der Universität und der Ostpark an der Landshuter Straße, ein ehemaliger Exerzierplatz; nördlich der Donau liegen der Hans-Herrmann-Park, der Aberdeen-Park und der Tempe-Park.

An der Frankenstraße befindet sich der eigentümliche Max-Buchhauser-Garten mit seinen grotesken Skulpturen. Beliebtes Spaziergebiet sind die Winzerer Höhen mit gutem Ausblick auf die Stadt und der Möglichkeit der Weiterwanderung zum Biergarten in Adlersberg. Weitere beliebte Ausflugsgebiete im Stadtgebiet sind die Wanderungen von Keilberg aus, der Burgweintinger Wald sowie der Max-Schultze-Steig am westlichen Donauufer.

Natur[Bearbeiten]

Es gibt im Stadtgebiet vier Naturschutzgebiete:

Sport[Bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten]

In der Saison 2014/15 tritt der SSV Jahn Regensburg in der 3. Liga an. Die Frauenmannschaft des SC Regensburg spielte in den Spielzeiten 2006/07 und 2007/08 in der 2. Frauenbundesliga, Staffel Süd und in der Spielzeit 2008/09 in der Regionalliga Süd. Der Freie TuS Regensburg, der SC Regensburg und der FSV Prüfening spielen in der Bezirksliga Oberpfalz-Süd, die zweite Mannschaft des SSV Jahn in der Bayernliga Nord.

Eishockey[Bearbeiten]

Regensburg ist eine Stadt mit angesehenen Eishockeyvereinen. Zu den bekannteren gehört der EV Regensburg, der seit der Saison 2010/11 in der Oberliga Süd spielt. Der EHC Regensburg spielt in der Bezirksliga Ost. Beide Mannschaften spielen in der 1998 im Stadtosten neu errichteten Donau-Arena, die das alte Eisstadion an der Nibelungenbrücke ersetzte.

Baseball und American Football[Bearbeiten]

In Regensburg sind in Deutschland wenig verbreitete US-amerikanische Sportarten sehr stark vertreten: Im Baseball spielen die Buchbinder Legionäre in der höchsten Spielklasse, der Bundesliga Süd. In den Jahren 2008, 2010, 2011, 2012 und 2013 wurden die Legionäre Deutscher Meister. Ihre Spielstätte ist die Armin-Wolf-Arena, das größte Baseballstadion Deutschlands. Mit den Regensburg Phoenix ist auch eine American-Football-Mannschaft ansässig. Das Team, das aus dem ehemaligen Bundesliga-Team der Royals hervorgegangen ist, spielt in der Regionalliga.

Leichtathletik[Bearbeiten]

Die LG TELIS FINANZ Regensburg hat im Sportjahr 2007 zwei Welt- und elf Europameisterschaften, sowie 10 Deutsche Meisterschaften errungen. Dazu kommen noch 55 Bayerische Meistertitel. Damit zählt sie zu den erfolgreichsten Leichtathletikvereinen Deutschlands.

Radsport[Bearbeiten]

Neben dem Veloclub Ratisbona, der als einer der größten Radsportvereine in Bayern Ausrichter des bekannten Arberradmarathons ist, kümmert sich unter anderem der RSC88 Regensburg seit 1988 um ambitionierte Mountainbiker und Radrennfahrer in Regensburg. 2007 war Regensburg zum zweiten Mal nach 1950 Etappenzielort der Deutschland Tour, des wichtigsten internationalen Radrennens auf deutschem Boden.

Handball[Bearbeiten]

Die Damen des ESV 1927 Regensburg spielen in der Saison 2011/12 in der 3. Liga Süd und sind zusammen mit den Damen des TSV Haunstetten die höchstklassige bayerische Damen-Handballmannschaft.[43] Die Herren des ESV 1927 Regensburg spielen in der Bezirksoberliga. Die Herrenmannschaft der SG/DJK Regensburg, der HG Regensburg sowie die zweite Mannschaft des ESV 1927 Regensburg spielen in der Bezirksliga.

Badminton[Bearbeiten]

Die erste Mannschaft der SG Post/Süd Regensburg spielt in der Saison 2012/13 in der Bayernliga.

Weitere Sportarten[Bearbeiten]

  • Der älteste Sportverein in Regensburg ist die Regensburger Turnerschaft, die 1928 aus dem Zusammenschluss des 1861 gegründeten Turnvereins, dem Turnerbund Jahn und dem Männerturnverein hervorging.
  • Der Billardclub Regensburg spielt in der Disziplin Dreiband in der 2. Bundesliga.
  • Der Schachverein SV Fortuna Regensburg ist in der Oberliga Bayern vertreten.
  • Der Boule-Club Ratisbonne, beheimatet im Stadtpark, spielt mit seiner ersten Mannschaft in der Pétanque-Bayernliga.[44]
  • Der Rugby Club Regensburg 2000 e.V. spielt in der Regionalliga Bayern.[45]
  • Der Ringerverein 1. AC Regensburg kämpft in der Bezirksliga Niederbayern/Oberpfalz.
  • Die Regensburger Turnerschaft sowie der Tanzclub Blau-Gold Regensburg sind mit ihren Latein- und Standardpaaren bis in den höchsten bundesweiten Klassen (A/S) vertreten.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Das Regensburger Kulturleben bietet einige herausragende, regelmäßige Veranstaltungen: zweimal im Jahr − Anfang Mai und Ende August – treffen sich die Regensburger zu ihrem Volksfest, der Regensburger Dult. Das Bürgerfest in der gesamten Altstadt findet alle zwei Jahre an einem langen Wochenende im Sommer statt und zieht weit über 100.000 Besucher an. Ebenfalls im Zweijahresintervall ist Ende März und Anfang April die neuntägige Donauausstellung (DONA) mit vielen Sonderausstellungen zu sehen. Jeweils am zweiten Juliwochenende treffen sich Ritter, Gaukler und Spielleute beim Regensburger Spectaculum, einem Mittelaltermarkt, unter den Bögen der Steinernen Brücke auf der Jahninsel. Jeden Juni findet in Stadtamhof das Oberpfälzer MundArt-Festival statt. Im Dezember folgen die Weihnachtsmärkte, besonders hervorzuheben ist hier der Christkindlmarkt. Seit 19 Jahren findet auf der Jahninsel jedes Jahr im Juni das Jahninselfest statt – ein mittlerweile oberpfalzweit bekanntes Jugendkulturfest mit Live-Musik, Kleinkunst und Kinderprogramm.

Die größte Regensburger Sportveranstaltung ist der Regensburg-Marathon am Sonntag nach Christi Himmelfahrt. Mit über 1000 Marathon- und über 3000 Halbmarathonfinishern gehört er zu den 20 größten Stadtmarathons in Deutschland. Am zweiten Sonntag im August folgt der Regensburg Triathlon über Kurz- und Jedermann-Distanz. Ebenfalls im August findet seit 2010 der Triathlon „Ironman Regensburg“ über die Langdistanz statt. Der Arberradmarathon führt am letzten Sonntag im Juli mehr als 6.000 Teilnehmer auf unterschiedlich anspruchsvollen Strecken von bis zu 250 Kilometer Länge von Regensburg in den Bayerischen Wald und zurück.

Einmal im Jahr findet das Regensburger Uni Salsa Camp statt. Dort treffen jedes Jahr internationale Größen aus der Salsaszene sowie Teilnehmer aus dem kompletten Bundesgebiet ein.[46]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Regensburg: Übersicht Infrastruktur

Der wirtschaftliche Aufschwung Regensburgs nach dem Zweiten Weltkrieg begann relativ spät. Die Fachhochschule und die Gründung der Universität 1967 bildeten die Grundlage für eine sehr dynamische wirtschaftliche Entwicklung, gestärkt durch die Ansiedlung einer Reihe von Großunternehmen. Die Arbeitslosenquote (Stadt + Landkreis) lag im Januar 2008 mit 5,0 % unter dem bayerischen Landesdurchschnitt. So erreicht Regensburg heute die höchste Arbeitsplatzdichte in Deutschland nach Frankfurt am Main und Schweinfurt mit 720 je 1.000 Einwohner. Die im Verhältnis zu den Hauptwohnsitzen hohe Zahl von 92.565 (2005) sozialversicherten Beschäftigten (die Zahl der Erwerbstätigen liegt über 128.000) folgt aus den starken Pendlerströmen aus dem Umland und führt zu einem hohen Bruttoinlandsprodukt der Stadt. Im Prognos Zukunftsatlas 2007, der 439 Kreise und kreisfreie Städte in Deutschland nach ihrer Stärke und Dynamik miteinander vergleicht, zählt Regensburg auf Platz 5 zu den acht „Top-Regionen mit Zukunftschancen“.[47]

Seit 1903 wird in kleinen Mengen Braunkohle im Tagebau abgebaut.[48]

2005 arbeiteten 75 der abhängig Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft, 30.387 im verarbeitenden Gewerbe, 2.458 im Baugewerbe, 11.365 im Handel, 4.607 für Verkehr und Nachrichtenübermittlung, 3.220 im Kredit- und Versicherungsgewerbe, 32.844 im Sektor Dienstleistungen und 6.147 in den Verwaltungen der ansässigen Gebietskörperschaften. 1.192 Personen arbeiten in sonstigen Bereichen. Das verarbeitende Gewerbe hat seine Schwerpunkte im Automobilbau mit seinen Zuliefersparten, in der Elektrotechnik, in der Mikroelektronik und im Maschinenbau.

Außerdem ist Regensburg seit 2006 Sitz der Geschäftsstelle des bayerischen Cluster Sensorik. Die von der Stadt Regensburg (Amt für Wirtschaftsförderung) initiierte Strategische Partnerschaft Sensorik e. V. ist ein Technologie-Netzwerk mit über 30 Mitgliedern aus dem Bereich Sensorik im Raum Ostbayern.

Continental Automotive

Zu den bedeutendsten Firmen der Stadt gehören heute Bayernwerk, BMW, Continental Automotive, Siemens, Infineon, Osram Opto Semiconductors, Maschinenfabrik Reinhausen, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, AREVA Sachsenwerk, die SGB Starkstrom-Gerätebau GmbH, die Deutsche Telekom, Toshiba und Andritz-Fiedler Perforier-Technik. Außerdem war Regensburg der Standort der ältesten Zuckerfabrik Bayerns (stillgelegt Ende 2007); das 1899 gegründete Werk gehörte zur Südzucker AG.

Die Ansiedlung von Zukunftsbranchen wird durch die Stadt aktiv gefördert. Einrichtungen wie der Gewerbepark Regensburg, das Gründerzentrum IT-Speicher oder der BioPark mit inzwischen über 30 Biotech-Firmen sind Bestandteile einer wirtschaftlichen Neustrukturierung der Stadt. Zu Zeiten des New-Economy-Booms wurden hier eine Reihe von Unternehmen gegründet wie ABC Telebuch (Vorläufer von Amazon.de), Adori AG, Feedback AG, Offerto.de oder die SPiN AG, womit Regensburg zeitweise eines der Zentren der deutschen Internetwirtschaft war. Einige Unternehmen sind zwischenzeitlich in geografisch günstiger gelegene Regionen in Deutschland übergesiedelt (von Amazon ist zum Beispiel nur ein Teil des Kundensupports verblieben), während andere Unternehmen (beispielsweise Adori oder Feedback) mit dem Absturz des Neuen Marktes untergingen.

Große Flächen für den Einzelhandel entstanden im 1967 errichteten und mehrmals erweiterten Donau-Einkaufszentrum im Nordosten der Stadt. In den letzten Jahren entstanden am Bahnhof innenstädtisch zusätzlich die Regensburg Arcaden.

Von der Vielzahl Regensburger Brauereien sind nur die drei Stiftungsbrauereien Kneitinger, Bischofshof und die Spitalbrauerei geblieben. Die am Ort befindliche Fürstliche Brauerei Thurn und Taxis wurde 1996 durch Paulaner übernommen. Neben den drei Stiftsbrauereien wird in der Gastwirtschaft „Regensburger Weißbräuhaus“ und dem „Fürstlichen Brauhaus“ noch für den Eigenbedarf gebraut.

Verkehr[Bearbeiten]

Auto[Bearbeiten]

Mit dem Autobahnkreuz Regensburg und dem Regensburger Hauptbahnhof ist die Stadt ein Autobahn- und Eisenbahnknotenpunkt in Ostbayern.

Ein Projekt, das seit den 1980er Jahren im Plan der Stadt zum Ausbau der Verkehrsanbindung aufgeführt ist, ist der Beschluss zum Bau der Ostumgehung, die den Stadtnorden mit dem Stadtosten verbinden soll. Der ursprünglich für Oktober 2009 geplante Bau der Ostumgehung konnte erst nach einem Bürgerentscheid im März 2010 begonnen werden.

Fernstraßen[Bearbeiten]

Mit dem Bedeutungsverlust der Bahn ging eine Aufwertung der Straßenanbindung einher. Bis in die 1980er-Jahre mündeten alle Bundesautobahnen um Regensburg in Bundesstraßen. In der Folgezeit wurde Regensburg stufenweise vollständig an das deutsche Bundesautobahnnetz angeschlossen.

Bundesautobahnen
Bundesstraßen

Neben der Steinernen Brücke, die inzwischen für den motorisierten Verkehr gesperrt ist, existieren im Stadtgebiet als überregional bedeutsame Brücken die Nibelungenbrücke, die Donaubrücke Pfaffenstein sowie die Donaubrücke Schwabelweis.

Regensburg liegt an drei touristischen Straßen, der Deutschen Limesstraße, der Straße der Kaiser und Könige sowie der Europäischen Goethe-Straße.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Von Regensburg aus gehen Bahnstrecken nach Passau, Nürnberg, München, Hof und Ingolstadt. Im Fernverkehr wird die Stadt von ICEs der DB auf der Linie (Dortmund–) Frankfurt am Main – Wien, sowie EuroNight-Nachtzügen der ÖBB angefahren. Im Nahverkehr fahren Regionalzüge der DB Regio, der Vogtlandbahn (als VBG und Alex) und von agilis die Stadt an.

Zentraler Bahnknoten ist der Hauptbahnhof. Daneben existieren aktuell in Burgweinting und Prüfening weitere Haltestellen in der Stadt. Die Haltestelle Wallhallastraße soll bis 2017 im Nordosten der Stadt in der Nähe der Donau-Arena neu errichtet werden.[49]

Bis in die 1970er-Jahre war Regensburg der Sitz einer Eisenbahndirektion und Schnittpunkt von Fernverkehrszügen. Bis zur Eröffnung des Europakanals Rhein-Main-Donau 1992 war die Bahnstrecke Nürnberg–Passau diejenige mit dem höchsten Güteraufkommen in Deutschland. Regensburg erfuhr durch den Wegfall der Interzonenzüge und der Einstellung der Interregio-Züge einen Bedeutungsverlust. Auf den Strecken Regensburg – LandshutMünchen, Regensburg – WeidenHof und Regensburg – IngolstadtUlm verkehren seitdem nur noch Regionalzüge. Damit ist Regensburg kein Fernverkehrskreuz mehr.

Regionale Bahnstrecken nach Alling, zur Walhalla und nach Falkenstein wurden bereits in der Nachkriegszeit stillgelegt.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bustreff Albertstraße, der zentrale Busbahnhof gegenüber vom Hauptbahnhof

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) versorgen 70 Buslinien der Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH (RVB), die dem Regensburger Verkehrsverbund (RVV) angehören. Zwischen 1903 und 1964 betrieb die Stadt ein kleines Straßenbahnnetz. Anfang der 1980er-Jahre scheiterte ein Vorhaben zur Untertunnelung des Altstadtabschnittes für die Stadtbusse. Es laufen Planungen für den Bau eines Stadtbahnnetzes. Dafür werden bereits Trassen freigehalten bzw. Bauwerke wie die Nibelungenbrücke entsprechend ausgelegt.

Binnenhafen[Bearbeiten]

Der Hafen Regensburg ist mit einem Gesamtumschlag 2013 von 8.002.000 t (Schiff: 1.645.000 t)[50] der größte Hafen Bayerns. Seine Lage am Europakanal Rhein-Main-Donau macht ihn zu einem wichtigen Umschlagplatz zwischen den Nordseehäfen und Osteuropa. Zur nördlichen Umfahrung der Steinernen Brücke wurde der Regensburger Europakanal errichtet.

Fernradwege[Bearbeiten]

Regensburg ist Kreuzungspunkt mehrerer Fernradwege: Der Donauradweg führt von der Donauquelle nach Budapest, der Waldnaabtal-/Naabtal-Radweg von Bärnau nach Regensburg, der Regental-Radweg von Regensburg nach Bayerisch Eisenstein, der Deutsche Limes-Radweg von Bad Hönningen nach Regensburg, der Falkenstein-/Festspiel-/Chambtal-Radweg von Regensburg nach Falkenstein/Cham/Furth im Wald.

Luftfahrt[Bearbeiten]

15 Kilometer nördlich von Regensburg und drei Kilometer nordwestlich von Regenstauf befindet sich der Flugplatz Regensburg-Oberhub. Eingestuft als Verkehrslandeplatz wird er überwiegend zur Ausübung des Luftsports mit Motorflugzeugen, Segelflugzeugen, Ultraleicht-Flugzeugen und Hubschraubern genutzt.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

1992 wurde das Universitätsklinikum in Betrieb genommen. Es bildet den Abschluss des Ausbaus der Universität Regensburg zur Volluniversität, in der alle wesentlichen wissenschaftlichen Studiengänge angeboten werden. Die erste Ausbaustufe umfasste seit den frühen 1980er-Jahren die Zahn-, Mund- und Kieferklinik. Das Klinikum zählt zu den modernsten in Europa. Es hat 3.200 Beschäftigte, etwa 1.500 Studierende der Human- und Zahnmedizin, die höchste Versorgungsstufe vier sowie einen Einzugsbereich von zwei Millionen Einwohnern aus den Regierungsbezirken Oberpfalz und Niederbayern. Aktuell verfügt es über 804 Betten und 12 Dialyseplätze. 2004 wurden 97.936 ambulante Behandlungen und 28.635 stationäre Behandlungen bei einer durchschnittliche Verweildauer von acht Tagen durchgeführt.

Die weiteren, teilweise mit dem Uniklinikum zusammen arbeitenden Krankenhäuser sind das Krankenhaus St. Josef, das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und die Klinik St. Hedwig für Geburten und Kinder. Des Weiteren befindet sich in Innenstadtnähe am Emmeramsplatz das Evangelische Krankenhaus. Seit 1852 gibt es mit dem Bezirksklinikum Regensburg eine Nervenheilanstalt in der Stadt.

Medien[Bearbeiten]

Aus Regensburg berichten mehrere Rundfunkanstalten. Der Bayerische Rundfunk unterhält das Regionalstudio Ostbayern und der regionale Fernsehsender TVA sendet Informationen über die Region Regensburg/Kelheim/Straubing/Cham. Die Radiosender Gong FM, Absolut Radio, Absolut relax, Radio Galaxy und Radio Charivari Regensburg haben ebenfalls ihren Sitz in Regensburg. Die Mittelbayerische Zeitung, die größte Tageszeitung der Region, erscheint in Regensburg. Eine weitere Regensburger Tageszeitung ist die „Donau-Post”, Ableger des Straubinger Tagblatts. Erwähnenswert ist auch die seit 1998 erscheinende „Regensburger Soziale Straßenzeitung und Monatsmagazin Donaustrudl“ mit einer Auflage von etwa 7000 Exemplaren. Seit Frühjahr 2008 existiert mit regensburg-digital auch in Regensburg eine unabhängige Online-Zeitung.

Sendeanlagen[Bearbeiten]

Nordöstlich von Regensburg betreibt der Bayerische Rundfunk auf der Hohen Linie eine Sendeanlage für UKW und DVB-T-Fernsehen. (Antennenträger: Betonturm, Höhe: 167 m, erbaut: 1998)

Im Ortsteil Ziegetsberg befindet sich ein 139 m hoher Fernmeldeturm aus Stahlbeton vom Typ FMT 2/73, der von 1974 bis 1976 errichtet wurde. Dieser Fernmeldeturm trug auch vom 16. Januar 2003 bis zum 4. April 2003 eine Drahtantenne für Mittelwelle am unteren Schaft des Turms über die das Programm von MEGARADIO auf der Mittelwellenfrequenz 819 kHz mit einer Sendeleistung von 5 kW verbreitet wurde. Die ursprüngliche Größe des Turms betrug 159 m, 2007 wurde jedoch nach Einführung von DVB-T die nutzlos gewordene Turmspitze entfernt.

Bis 2004 war auch der AFN in Regensburg präsent. Er sendete auf der Mittelwellenfrequenz 1485 kHz und verwendete als Sendeantenne für diesen nur 200 Watt starken Sender eine Drahtantenne, die zwischen 2 Holzmasten gespannt war.

Wissenschaft und Bildung[Bearbeiten]

Campus der Universität Regensburg

Regensburg besitzt drei Hochschulen und damit alle Bildungsreinrichtungen des ersten und zweiten Bildungsweges. Die 1962 gegründete Universität Regensburg nahm als vierte Universität Bayerns 1967 mit allen wesentlichen Fakultäten den Lehrbetrieb auf. Als ihr akademischer Nukleus fungierte die Theologische Hochschule am Ägidienplatz. Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg – University of Applied Sciences, wurde 1971 als Nachfolgerin des Polytechnikums, der Höheren Fachschulen und weiterer Einrichtungen gegründet. Die Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg erhielt 2001 den Hochschulstatus. Sie ging aus der 1874 gegründeten weltweit ersten katholischen Kirchenmusikschule hervor.

Zu den Hochschuleinrichtungen im weiteren Sinne gehören die Forschungs- und Gründerzentren. Im IT-Speicher (einem ehemaligen Lagerhaus an der Donau) und dem IT-Hafen (dem früheren Sitz einer Schifffahrtsgesellschaft) finden Neugründungen der Informationstechnik eine erste Bleibe. Zusammen mit der Fakultät für Informatik der Hochschule Regensburg fokussieren diese Einrichtungen auf den Schwerpunkt IT-Sicherheit. Auf dem Campus der Universität befindet sich der Biopark. Diese Einrichtung steht Neugründungen im Bereich der Biotechnologie und Life-Sciences zur Verfügung. Hier hat eine Arbeitsgruppe der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), mit Arbeitsschwerpunkt Tumor- und Alterskrankheiten, ihren Sitz. Unter dem Dach des Wissenschaftszentrums Ost- und Südosteuropa Regensburg kooperieren das Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, das Institut für Ostrecht und das Ungarische Institut.

Regensburg hat ferner zahlreiche allgemeinbildende Schulen. Insgesamt gibt es 18 Grundschulen, sechs Hauptschulen, sechs Förder- und Sonderschulen, fünf Realschulen und acht Gymnasien. Ferner verfügt die Stadt über mehrere berufliche Schulen, vier Berufsschulen, zwei Wirtschaftsschulen, eine Fachoberschule und zwei Berufsoberschulen sowie 14 Berufsfachschulen. Hinzu kommen 13 freie Bildungseinrichtungen privater und öffentlicher Träger. Größte Einrichtung dieser Art sind die Eckert-Schulen für Berufsfortbildung, seit November 2012 ist die Regensburg International School (RIS) in Regensburg ansässig.[51] Im Bereich Erwachsenenbildung ist die Volkshochschule der Stadt Regensburg tätig. Im Regensburger Bibliotheksverbund haben sich über 20 Einrichtungen des Bibliotheks-, Archiv- und Dokumentationswesens aus der Stadt und der Region Regensburg zusammengeschlossen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Ehrenbild für Papst Benedikt XVI. im Regensburger Dom

Zu den bekanntesten Ehrenbürgern der Stadt gehören Papst Benedikt XVI., früherer Professor der Universität Regensburg, der frühere bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß und der in Regensburg geborene frühere Ministerpräsident Alfons Goppel.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Hauptartikel: In Regensburg geborene Persönlichkeiten

Regensburg ist ferner die Geburtsheimat einiger berühmter Personen ihrer Zeit. Der in Regensburg geborene Don Juan de Austria, ein unehelicher Sohn von Kaiser Karl V. und der Regensburger Bürgertochter Barbara Blomberg, war Führer der Flotte der heiligen Allianz in der siegreichen Seeschlacht über die Osmanen bei Lepanto (1571).

In Regensburg wirkende Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bekannte Einwohner von Regensburg

Vor Ort wirkte der am 9. Januar 1534 in Regensburg verstorbene berühmte Chronist Johannes Aventinus. Am 15. November 1630 starb in Regensburg Johannes Kepler, Mathematiker und Astronom. Zwischen 1945 und 1950 lebte in Regensburg der sudetendeutsche Industrielle Oskar Schindler, der während des Zweiten Weltkrieges über 1.200 Juden vor der drohenden Vernichtung in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern rettete. Joseph Ratzinger nahm 1969 den Ruf an die Universität Regensburg an. Dort lehrte er Dogmatik und Dogmengeschichte. In dieser gründete er zusammen mit Alma von Stockhausen die Gustav-Siewerth-Akademie. Im Jahr 1976 wurde er Vizepräsident der Universität, ehe er 1977 zum Erzbischof ernannt wurde. Auch nach seiner Wahl zum Papst ist er weiterhin Honorarprofessor in Regensburg.

Sonstiges[Bearbeiten]

Drei Verkehrsflugzeuge der Lufthansa wurden auf den Namen Regensburg getauft, zunächst eine Boeing 737-130, Seriennummer 19014, Kennung D-ABEB, im Einsatz für die Lufthansa vom 27. Dezember 1967 bis 1981,[52] das zweite Flugzeug seiner Baureihe. Von Mai 1981 bis Dezember 1996 trug eine Boeing 737-230Adv, Seriennummer 22114/657 mit dem Kennzeichen D-ABFA den Namen City of Regensburg.[53] Seit dem 3. Juni 1997 ist der Airbus A321-131, Seriennummer 657, Kennung D-AIRT, mit dem Namen der Stadt für die Lufthansa zugelassen.[54]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten]

  • Bilderbuch Deutschland“. „Regensburg – Kulturmetropole an der Donau.“ Dokumentation, 45 Min., Buch: Norbert Göttler, Produktion: BR
  • „Topographie: Bauen und Bewahren“. „Die Regensburger Donauinseln.“ 1986, Dokumentation, 45 Min., Ein Film von Dieter Wieland
  • „Als Gott schlief. Die Juden von Regensburg.“ Dokumentation, 15 Min., Regie: Thomas Euting, Produktion: ZDF
  • Das Bayerische Jahrtausend, Folge 3: „13. Jahrhundert: Regensburg“, 2011, Dokumentation, 45 Min., mit Udo Wachtveitl, Produktion: BR
  • Kommissarin Lucas“ ist eine 90 minütige Krimiserie mit Ulrike Kriener und Anke Engelke, die jährlich in Regensburg gedreht wird.
  • „Regensburg 3D“. 2012, Dokumentation in 3D, 42 Min., produziert von Daniel Schellhorn
  • Im Sommer und Herbst 2010 wurde Regensburg für Dreharbeiten für die Kinokomödie Eine ganz heiße Nummer genutzt.
  • Im August und September 2012 wurden in Regensburg Teile des Films Paganini – Der Teufelsgeiger mit David Garrett gedreht.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Regensburg – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Regensburg

Literatur[Bearbeiten]

  • Baedekers Stadtführer Regensburg. Baedeker, Ostfildern 2002, ISBN 3-87954-026-8.
  • Karl Bauer: Regensburg. Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte. 5. erweiterte Auflage. MZ-Verlag, Regensburg 1997, ISBN 3-931904-19-9.
  • Anke Borgmeyer, Achim Hubel, Andreas Tillmann und Angelika Wellnhofer: Denkmäler in Bayern – Stadt Regensburg. Ensembles – Baudenkmäler – Archäologische Denkmäler. Band III.37. Mittelbayerische Druck- und Verlagsgesellschaft, Regensburg, 1997, ISBN 3-927529-92-3.
  • Karlheinz Dietz, Gerhard H. Waldherr: Berühmte Regensburger. Lebensbilder aus zwei Jahrtausenden. Universitätsverlag, Regensburg 1997, ISBN 3-930480-67-0.
  • Sigfrid Färber: Regensburg – Das mittelalterliche Wunder Deutschlands. 19. Auflage MZ-Buchverlag, 2005, ISBN 3-934863-24-8.
  • Helmut Halter: Stadt unterm Hakenkreuz. Kommunalpolitik in Regensburg während der NS-Zeit. Universitätsverlag Regensburg, 1994, ISBN 3-9803470-6-0.
  • Erich Keyser (Hrsg.): Bayerisches Städtebuch. Band V. 2. Teilband Ober-, Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben. In: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Stuttgart 1974.
  • Martin Kluger: Regensburg. Stadtführer durch das mittelalterliche Weltkulturerbe. context verlag Augsburg, Augsburg 2007, ISBN 978-3-939645-06-1.
  • Hans Lankes, Michael Spaan (Hrsg.): Stadtbuch Regensburg. 12. Auflage. Stadtbuch, Regensburg 2004, ISBN 3-930966-00-X (Erscheint regelmäßig in aktualisierten Auflagen, mit Adressen fast aller Lokale, Freizeiteinrichtungen und vielen Insidertipps).
  • Lothar Kolmer, Fritz Wiedemann (Hrsg.): Regensburg. Historische Bilder einer Reichsstadt. Pustet, Regensburg 1994, ISBN 3-7917-1435-X.
  • Nikolai Löwenkamp (Hrsg.): Regensburg – Chronik einer mittelalterlichen Stadt. Eine Auswahl aus Carl Th. Gemeiners „Regensburgischer Chronik“. Löwenkamp, Regensburg 2012, ISBN 978-3-9814096-0-4.
  • Klaus Rappert: Regensburg – Grundriss der Geschichte. Regensburg/Norderstedt 2007, ISBN 978-3-8334-9124-5.
  • Religions für Peace Gruppe Regensburg RfP (Hrsg.): Offene Türen. Regensburger Religionsgemeinschaften stellen sich vor. Regensburg 2000, 2. Auflage Regensburg 2008, ISBN 978-3-941317-00-0.
  • Peter Schmid (Hrsg.): Geschichte der Stadt Regensburg. 2 Bände. Pustet, Regensburg 2000, ISBN 3-7917-1682-4.
  • Wolfgang Schmidt: Eine Stadt und ihr Militär. Regensburg als bayerische Garnisonsstadt im 19. und frühen 20. Jahrhundert (= Studien und Quellen zur Geschichte Regensburgs, Band 7). Mittelbayerische Druckerei- und Verlagsgesellschaft, Regensburg 1993, ISBN 3-927529-52-4.
  • Wolfgang Schöller: Stadtplanung und Denkmalpflege in Regensburg 1950–1975 (Regensburger Studien, Bd. 15, hrsg. vom Archiv der Stadt Regensburg), Regensburg 2010, ISBN 978-3-935052-84-9.
  • Siegfried Wittmer: Jüdisches Leben in Regensburg. Vom frühen Mittelalter bis 1519. Universitätsverlag, Regensburg 2001, ISBN 3-930480-54-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Regensburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Regensburg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Regensburg – Reiseführer
 Wikinews: Regensburg – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. www.whc.unesco.org UNESCO » Culture » World Heritage Centre » The List » World Heritage LisOld town of Regensburg with Stadtamhof. Aufgerufen am 26. September 2011.
  3. Bundesagentur für Arbeit: Statistik
  4. Josef Hohl (Hrsg.): Lokalhistorische Texte: Regensburg. Lindauer, München 1982, ISBN 3-87488-904-1, S. 30
  5. Xavier Delamarre: Dictionnaire de la langue gauloise. éditions errance 2003.
  6. Das Religionsgespräch von 1541 sollte vermutlich auch die spätere Entscheidung des Rats der Stadt bzgl. der „offiziellen Religionszugehörigkeit“ vorbereiten.
  7. Vgl. BSLK, S. 765; vgl. S. 17.
  8. Werner Wilhelm Schnabel: Österreichische Exulanten in oberdeutschen Reichsstädten. Zur Migration von Führungsschichten im 17. Jahrhundert. München 1992 (Schriftenreihe zur bayerischen Landes¬geschichte, 101). ISBN 3-406-10682-X. - Manfred Enzner / Eberhard Krauß: Exulanten in der Reichsstadt Regensburg. Eine familiengeschichtliche Untersuchung. Nürnberg 2008 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 20). ISBN 978-3-929865-13-4
  9. Wolfgang Alexander Bekh: Alexander von Maffei – Der bayerische Prinz Eugen, W. Ludwig Verlag, Pfaffenhofen 1982, ISBN 3-7787-3206-4, S. 225–228
  10. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 602.
  11. Eine zweite Mustersiedlung, vor allem für Arbeiter des Messerschmitt-Flugzeugwerkes, die sog. „Hermann-Göring-Siedlung“ (heute Ganghofersiedlung), wurde später im Süden der Stadt gebaut.
  12. Peter Brendel (u. a.): Das Lager Colosseum in Regensburg. In Dieter Galinski, Wolf Schmidt (Hg.): Die Kriegsjahre in Deutschland 1939 bis 1945. Ergebnisse und Anregungen aus dem Schülerwettbewerb Deutsche Geschichte um den Preis des Bundespräsidenten 1982/83. Hamburg, 1985, S. 251–268
  13. Helmut Halter: Stadt unterm Hakenkreuz, 1994, S. 215.
  14. Artikel über den letzten deutschen Scharfrichter
  15. Helmut Halter: Stadt unterm Hakenkreuz, 1994, S. 371.
  16. Eiser / Schießl (2012), Seite 40
  17. Werner Johann Chrobak: Domprediger Dr. Johann Maier — ein Blutzeuge für Regensburg, in: Verhandlungen des Historischen Vereins Regensburgs und der Oberpfalz (VHVO) 125, 1985, S. 457; online verfügbar (letzter Zugriff Mai 2013).
  18. Vgl. Eiser,Schießl (2012) Seite 35
  19. Jürgen Mulert: Amerikanischen Quellen zur Vorgeschichte der Kapitulation von Regensburg im April 1945, in: Verhandlungen des Historischen Vereins Regensburg und der Oberpfalz(VHVO) Band 127, 1987, S. 274.
  20. Helmut Halter: Stadt unterm Hakenkreuz, 1994, S. 549.
  21. Joachim Brückner: Kriegsende in Bayern 1945, Verlag Rombach Freiburg, 1987, S. 154.
  22. Verlegeorte (www.stolpersteine-regensburg.de)
  23. Statistisches Jahrbuch 2013 der Stadt Regensburg (PDF; 13,0 MB)
  24. http://www.focus.de/politik/deutschland/kirchen-katholischer-kirchentag-2014-in-regensburg_aid_686033.html
  25. http://www.br.de/katholikentag
  26. Werner Chrobak: 1904/2004 - Der Deutsche Katholikentag zu Regensburg 1904 und der Umbau des Bischofshofs, Schnell & Steiner 2004, ISBN 978-3795417185
  27. Informationen der VVN-BdA Regensburg
  28. Lama Ole Nydahls
  29. Buddhismus Regensburg
  30. http://www.buddhistische-meditation-regensburg.de
  31. http://www.zen-guide.de/zen/zentren/id/199; http://www.dojo-regensburg.de
  32. Won-Buddhisten
  33.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 636.
  34. Stadt Regensburg – Abteilung Statistik
  35. http://www.kommunalwahl2014.bayern.de/tabs4362000.html
  36. http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/neue_staedtepartnerschaft_besi/482003/neue_staedtepartnerschaft_besi.html
  37. Patenschaftswortlaut vom 10. November 1951
  38. Stadt Regensburg: Welterbe
  39. http://www.feldbahn-friedrichzeche.de/index.html
  40. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 184ff.
  41. Peter Morsbach: Kennen Sie die Regensburger Stadel?. In: Regensburger Almanach 1998 (= Bd.2, Das war Regensburg 1998), S. 83–90
  42. Ludwig Loverde: Ein alter Stadel in neuem Gewand. In: Regensburger Almanach 1996, S. 197–202
  43. http://www.esv27.de/
  44. Club Ratisbonne
  45. Regionalliga auf Rugby-Verband-Bayern.de
  46. http://www.salsacamp.de/
  47. Prognos Zukunftsatlas 2007
  48. Steine und Erden auf Roesel.de
  49. Zughalt.de:Neuer Haltepunkt “Regensburg Walhallastraße” ab 2017 geplant, 6. Februar 2012, abgerufen am 19. November 2013
  50. bayernhafen Regensburg setzt Erfolgskurs konsequent fort - bayernhafen Regensburg. Bayernhafen GmbH & Co. KG, abgerufen am 10. März 2014.
  51. http://www.regensburg-international-school.com/6.html
  52. http://www.airfleets.net/ficheapp/plane-b737-19014.htm
  53. http://www.airfleets.net/ficheapp/plane-b737-22114.htm
  54. http://www.airfleets.net/ficheapp/plane-a321-652.htm
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