Diskussion:Gerrymandering

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aussprache

Die Ausspracheangabe oben ist wenn nicht falsch so doch mindestens unvollständig. Aus dem englischen Artikel: "Ideally, it is pronounced with a hard G, as with Elbridge Gerry's actual name, but ignorance of this has made the "jerry" pronunciation common."

Dein Argument mag ja richtig sein, dass sich die Aussprache im englischen Raum aus Unwissenheit so entwickelt hat. Mittlerweile gilt aber die "J"-Aussprache, was ich aus eigener Erfahrung in den USA bestätigen kann. Auch das große Oxford Dictionary lässt nur diese Aussprache zu.


[Bearbeiten] Zitat als Einleitung

Kann es eigentlich sinnvoll sein, ein Zitat und damit eine ausgesprochen subjektive Bewertung, als ersten Satz (noch vor der Definition) zu haben. Meines Erachtens ist das ein klarer NPOV-Verstoß und obendrein schlechter lexikographischer Stil. --Zinnmann d 18:33, 20. Mär 2005 (CET)

Und dann steht noch nicht einmal, von wem dieses Zitat ist. Ändere es! --Lars 19:36, 20. Mär 2005 (CET)
Dann bin ich mal so frei und entferne es. --Zinnmann d 19:43, 20. Mär 2005 (CET)

[Bearbeiten] USA

Das Gerrymandering wird in den Vereinigten Staaten von Amerika inzwischen systematisch per Computer und Datamining durchgeführt, so dass im US-Repräsentantenhaus nur noch ca. 1/15 der Sitze wirklich regelmäßig umkämpft sind. Gehen hier nicht 2 Sachverhalte durcheinander? Zum einen geht es um den (manipulativen) Zuschnitt der Wahlkreise (ein Thema in allen Ländern mit Mehrheitswahlrecht. Zum anderen (und ich glaube, dass ist mit diesem Satz gemeint) führt ein Mehrheitswahlrecht immer dazu, dass sich der Wahlkampf auf "unsichere" oder "umkämpfte" Wahlkreise konzentriert. Das ist nicht manipulativ oder zu beanstanden (es sei den als Kritik am Mehrheitswahlrecht)Karsten11 12:53, 22. Jul 2006 (CEST)

Nicht wirklich. Die Zuschneidung der Wahlkreise führ ja gerade dazu, dass nur noch 1/5 der Sitze tatsächlich umkämpft sind. In den anderen 4/5 ist das Ergebnis durch die Zuschneidung sicher. -- sebmol ? ! 12:57, 22. Jul 2006 (CEST)
Sehe ich anders: Auch bei einer unstrittigen Einteilung der Wahlkreise wird es zwangsläufig dazu kommen, dass die Mehrzahl der Wahlkreise "sicher" sind. Das sehen wir auch in Deutschland (wo es wegen des Mehrheitswahlrechts keine große Bedeutung hat). Es ist also nicht die Zuschneidung die zu diesem Effekt führt. Manipulative Wahlkreiszuschneidung (so habe ich den Begriff "Gerrymandering" verstanden) wird nicht zwingend zu einer Zunahme der "sicheren" Wahlkreise führen. Im Gegenteil: Dort wo bereits sichere Wahlkreise bestehen, mach Gerrymandering keinen Sinn. Deutsches Beispiel: Stoiber hat den Wahlkreis Wolfratshausen mit 73,5 % gewonnen. Weder CSU noch SPD hätte irgendeine Chance, durch Gerrymandering eine Änderung herbeibzuführen. Gerrymandering macht nur dort Sinn, wo Hochburgen der Parteien eng aufeinander stoßen. Und in diesen Situationen wäre es im Sinne des Gerrymanderings, "sichere" Wahlkreise des Gegners offen zu gestalten genauso wie offene Wahlkreise "sicher" für die eigene Partei zu gestalten. Das eine erhöht, das andere senkt die Zahl der umstittenen Wahlkreise. Der Anteil der sicheren Wahlkreise ist also kein Maßstab für ein Gerrymandering sondern ein Maßstab, ob es deutliche Hochburgen einzelner Parteien gibt oder nicht.Karsten11 10:51, 23. Jul 2006 (CEST)
Mal ein Beispiel: Im Wahlkreis A gewinnt die CSU mit 73.5%, einer deutlichen Mehrheit. Im Wahlkreis B, der direkt daneben liegt, ist das Ergebnis aber bedeutend knapper, sagen wir die CSU kommt dort auf 52%. In diesem Fall wäre es sinnvoll, einige der nicht-CSU-Wähler wähler vom Wahlkreis B in den Wahlkreis A zu übernehmen. Damit reduziert sich der Vorteil der CSU vielleicht von 73.5% auf 65%, aber dafür festigt sich ihr Vorteil im andere auf 57% (alles ausgedachte Zahlen). Aus einem strittigen Wahlkreis wird so ein unstrittiger.
Eine weitere Methode ist es, bei bspw. vier strittigen Wahlkreisen die Grenzen so neu zu ziehen, dass die Mehrheit der Opposition einen unstrittigen Wahlkreis für sich bekommt, während die Regierungspartei die anderen drei an sich zieht. Der englische Artikel hat dafür eine sehr anschauliche Grafik unter dem Abschnit Cracking and Packing. -- sebmol ? ! 11:06, 23. Jul 2006 (CEST)
Mein Beispiel Beyern war nicht zufällig gewählt. Nicht einer der Wahlkreise hat bei der letzen Bundestagswahl [1] dort gewechselt. Und nur ganz wenige waren knapp. Das ganze Land ist eben eine Hochburg der CSU. Hier wäre eine Manipulation nur in München und wenigen anderen Großstädten sinnvoll. Wenn ich nun den von mir kritisierten Satz auf Bayern übertrage, lautet er: "Das Gerrymandering wird in Bayern durchgeführt, so dass von der Wahlkreisen bei Bundestagswahlen nur noch 3 von 44 wirklich regelmäßig umkämpft sind." Dieser Satz ist offenkundig falsch, da die Wahlkreise vor der Wahl nicht geändert wurden und eine Änderung auch keine Wirkung gehabt hätte. Das Schaubild im englischen Artikel ist gut. Es zeigt nämlich genau den selben Sachverhalt. Ein Gerrymandering funktioniert nur wenn rote und blaue Punkte gemischt nebeneinander liegen.Karsten11 11:20, 23. Jul 2006 (CEST)
So ist es. Man muss sich aber dabei auch vergegenwärtigen, dass die beiden Parten in den Vereinigten Staaten an vielen Stellen keine Hochburgen haben. Diese Karte gibt darüber sehr gut Aufschluss. Das sind die 2004 Wahlergebnisse nach Couty, wobei die violett gefärbten Gebiete alle als umstritten angesehen werden können. In solchen Gebieten macht Gerrymandering also tatsächlich Sinn und führt in der Tat zu weniger umstrittenen Wahlkreisen. -- sebmol ? ! 11:28, 23. Jul 2006 (CEST)

Der eigentliche Indikator für Gerrymandering sind doch

  1. (Viele) Änderungen von Wahlkreisen vor der Wahl
  2. Unzufriedenheit mindestens einer Partei mit diesen Änderungen
  3. Ggf. Wahlanfechtungen o.ä. mit der Begründung Gerrymandering nach der Wahl

Liegt denn das bei den nationalen Wahlen in den USA vor? Wenn dem so wäre, sollte man dies als Indikator für Gerrymandering anfügen und nicht den Anteil der umkämpften Wahlkreise. Bei uns in Deutschland wird eher die zögerliche Anpassung der Wahlkreise an die Bevöllkerungsentwicklung kritisiert [2] als die manipulative Änderung. Amerika kennst Du besser.Karsten11 11:40, 23. Jul 2006 (CEST)

Die geringe Anzahl umstrittener Wahlkreise in den Vereinigten Staaten lässt sich natürlich auf viele Faktoren zurückführen, Gerrymandering ist da nur eine Ursache. Und ja, das liegt in deinem Sinne schon vor, nur dass man Wahlen nicht wegen Gerrymandering anfechten kann - angefechtet werden muss die Wahlkreisänderung vor der Wahl. Der Oberste Gerichtshof hat gerade erst in diesem Jahr dazu erklärt, dass Gerrymandering grundsätzlich nicht gegen die Verfassung oder geltende Gesetzt verstößt, solange dabei keine Minderheiten benachteiligt werden. -- sebmol ? ! 11:47, 23. Jul 2006 (CEST)

[Bearbeiten] Neues Bild

Gerrymander3.svg
so besser?
Kontrast-optimierte Version
Version in Farbgebung der bereits im Artikel vorhandenen Grafik

Was haltet ihr von der nebenstehenden Veranschaulichung? --RokerHRO 14:39, 10. Jul. 2007 (CEST)

Generell nicht schlecht, aber bitte nicht in diesen schreienden Farben. Ein dezenteres Rot-Blau-Schema wäre besser. --NCC1291 14:36, 11. Jul. 2007 (CEST)
In der englischen Wikipedia wurde extra gegen Rot-Blau gestimmt, weil (zumindest in den USA) diese beiden Farben nicht neutral sind, sondern eben die Parteifarben der beiden rivalisierenden Parteien sind. Ich habe deren Farben einfach übernommen, wobei ich das Lila ein wenig abgedunkelt habe, damit auch bei Schwarzweiß-Wiedergabe (Ausruck oder Farbsehschwäche) noch ein ausreichender Kontrast besteht. --RokerHRO 17:03, 11. Jul. 2007 (CEST)
Ich habe bei WP:FZW eine Frage zur Farbgebung gestellt, weil ich meine, schon mal eine Richtlinie diesbezüglich gelesen zu haben (aber keine Ahnung mehr wo genau). Auf jeden Fall halte ich die Grafik in jeder Farbe für einen Gewinn des Artikels. --NCC1291 20:04, 11. Jul. 2007 (CEST)
Habe mal die andere Farbgebung gewählt. --Chin tin tin 01:37, 12. Jul. 2007 (CEST)
Naja, der Kontrast zwischen den roten Kreisen und dem roten Hintergrund ist zumindest auf meinem Notebookdisplay zu gering. :-) --RokerHRO 11:40, 12. Jul. 2007 (CEST)
Kontrastfarben-beispiel.gif
Warum solche Farbkombinationen? Beide Beispiele sind ungünstig, siehe FZW. 0-0-100-0 und 25-50-100-0 sowie 100-100-0-0 und 25-25-0-0 ist nur eine mögliche Kombination, die ausreichend Kontraste bietet. --RalfR BIENE braucht Hilfe 12:47, 12. Jul. 2007 (CEST)
Ich hab' die von RalfR vorgeschlagene kontrastoptimierte Version hineingestellt. Sieht vielleicht auch etwas gewöhnungsbedürftig aus, vor allem aber erkennt man auf dem letzten Bild die "Wahlkreisgrenzen" nicht besonders gut. --NCC1291 15:54, 12. Jul. 2007 (CEST)
Kannst die Grenzen ja weiß machen. Ansonsten sind die Farben schon okay so, denke ich. :-) --RokerHRO 17:07, 12. Jul. 2007 (CEST)
Eine Version habe ich noch erstellt - meine letzte, damit man nicht glaubt, das wäre die Diskussionsseite zu LSD ;) Die rot-blaue Farbgebung orientiert sich an der bereits im Artikel vorhandenen Grafik und wäre aus diesem Blickwinkel am Besten geeignet. Leider ist der Kontrast nicht so besonders. Kann man da eine Art Schraffur o.Ä. erzeugen? Ich bin in Grafiksachen noch ziemlicher Laie, bis heute morgen war MS Paint mein professionellstes Grafikprogramm. --NCC1291 19:19, 12. Jul. 2007 (CEST)

Ich find die erste oder die letzte Variante am Besten – bei der zweiten ist der Unterschied zwischen Kreisen und Hintergrund zu gering und die s/w-Darstellung ist ungünstig; bei der dritten erkennt man die Wahlkreisgrenzen nicht und die Hintergrundfarbe ist nicht durchgängig heller als die der zugehörigen Kreise. Ich baue das erste Bild jetzt in den Artikel ein; die Farbe lässt sich ja einfach anpassen und eine Bereicherung für den Artikel ist es in jedem Fall, sollte also nicht draußen bleiben – danke an RokerHRO für die Erstellung :-) --Andreas ?! 21:41, 13. Jul. 2007 (CEST)

Soll die bisherige Darstellung dann raus oder nebenher erhalten bleiben? --Andreas ?! 21:45, 13. Jul. 2007 (CEST)
Beide behalten, da sie sich meiner Meinung nach gut ergänzen. Wegen des Kontrasts werde ich vielleicht noch etwas probieren, wenn ich wieder Zugang zu einen SDrucker habe. --NCC1291 22:07, 13. Jul. 2007 (CEST)

[Bearbeiten] fixed districts/Strukturelles Gerrymandering

Zumindest im (en)-Artikel wird die Variante von Gerrymandering beschrieben, bei der die Wahlkreisgrenzen zwar gleichbleiben (Staaten, Länder, Kantone, Präfekturen), aber durch Migration ein strukturelles Gerrymandering entsteht. Gehört das eher hierhin oder nach Rotten borough? (Anlass für die Frage ist Japan, wo diese Variante besonders stark wirksam war und abgeschwächt immer noch ländliche Wähler begünstigt, weshalb ich es gerne hier erwähnen und dort verlinken würde). --Asakura Akira 19:35, 15. Jan. 2008 (CET)

[Bearbeiten] Fehler

Der Abschnitt "Wenn auch nicht mit dem Mehrheitswahlrecht zusammenhängend, wurde Gerrymandering auch in Österreich durchgeführt, als aus dem Bundesland Niederösterreich die Länder Wien und Niederösterreich geschaffen wurden. Dies ermöglichte sowohl der SPÖ als auch der ÖVP eine politische Hochburg aufzubauen." ist Unfug. Bei Bildung des Landes Wien gab es nicht SPÖ und ÖVP sondern allenfalls SDAP und GVP. --Pelagus 22:44, 11. Nov. 2008 (CET)

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