Doppelhobel

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Doppelhobel
Doppelhobel

Der Doppelhobel ist ein Holzhandhobel. Von der produzierenden Oberflächengüte wird mit dem Doppelhobel der dritte Bearbeitungsschritt verrichtet.

Stand in der Hobelfolge[Bearbeiten]

Die Hobelreihenfolge ist:

  • Schrupphobel (runde schmale Klinge),
  • Schlichthobel (Einfachklinge 48 mm breit),
  • Doppelhobel (gerade Klinge 48 mm mit Spanbrecher/Klappe), wobei die Raubank mit dem Doppelhobel gleichzusetzen ist, allerdings wird die Raubank bei langen Brettern genommen. Bei allen besitzen die Klingen einen Schnittwinkel von 45° .
  • Putzhobel mit dem der letzte Hobelgang verrichtet wird.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Der Doppelhobel selbst besteht wie alle anderen Hobel aus einem Rotbuchenkörper und einer Hainbuchensohle, wobei die Sohle bei edleren Modellen auch aus Pockholz bestehen kann. Im Gegensatz zum Schlichthobel ist beim Doppelhobel das Hobeleisen mit einer Klappe, auch Spanbrecher genannt, versehen. Der Spanbrecher hat die Aufgabe, den abgenommenen Span ca. 1 mm hinter der Schneide zu „brechen“, damit ein Ausreißen vor der Schneide zur Wahrung einer sauberen Oberflächengüte verhindert wird.

Gebrauch[Bearbeiten]

Auch heute noch wird der Doppelhobel häufig verwendet, wobei er aber in den seltensten Fällen noch zum Aushobeln von Holzbrettern verwendet wird. Er ist dennoch Teil der Standardausrüstung eines jeden Tischlers auf der Montage. Er wird zum Beispiel in der Bauschreinerei anstelle eines Schleifklotzes zum "Brechen" von Schnittkanten gebraucht.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hobel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien