Dragomir Dujmov

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Dragomir Dujmov (serbisch: Драгомир Дујмов) (* 17. März 1963 in Szentes, Ungarn) ist ein Schriftsteller, Dichter und Übersetzer der serbischsprachigen Minderheit in Ungarn.

Lebenslauf[Bearbeiten]

Dragomir Dujmov verbrachte seine Kindheit in der Gegend von Baja in Katymár. Nach der familiären Legende sind seine Vorfahren im Jahre 1687 aus Mostar, Herzegovina in die ungarische Batschka vor Türken geflohen. Nach dem Abschluss des serbisch-kroatischen Gymnasiums in Budapest studierte er an der Universität Novi Sad serbische Literatur und Sprache. Das Studium schloss er im Jahre 1989 ab. Im gleichen Jahr kehrte er nach Ungarn zurück und begann am serbischen Nikola-Tesla-Gymnasium in Budapest zu unterrichten.

Dragomir Dujmov ist einer der wichtigsten Vertreter der serbischen Literatur in Ungarn. Anfänglich schrieb er vorwiegend Gedichte, später konzentrierte er sich auf Prosa. In den Jahren von 1994 bis 2003 war Dujmov Mitglied des ungarisch-serbischen Theaters. Seit 2004 ist er Präsident der Jakov-Ignjatović-Stiftung.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Dujmov verfasste Lyrik, Romane, Novellen und das Libretto zu einer Rockoper (Pastir vukova – Sveti Sava (etwa: Hirte der Wölfe – Sankt Sava), Budapest 1994).[1]

Gedichtbände[Bearbeiten]

  • Sunce se nebom bori (etwa: Die mit dem Himmel kämpfende Sonne) Budapest 1992
  • Nemir boja (etwa: Unruhige Farben) Budapest 1997
  • Meridijani (etwa: Ferne Welten) Budapest 2000

Novellenbände[Bearbeiten]

  • Zgužvano doba (etwa: Zerknitterle Zeiten) Budapest 2001
  • Prevoznik tajni (etwa: Träger der Geheimnisse) Budapest 2005
  • Budimske priče (etwa: Budaer Mörchen) Budapest 2007

Romane[Bearbeiten]

  • Beli putevi (etwa: Weiße Wege) Budapest 2000
  • Voz savesti (etwa: Zug des Gewissens) Budapest 2005[2]
  • Raskršće (etwa: Auf dem Wahlweg) Budapest 2006

Literaturpreise[Bearbeiten]

  • Jakov Ignjatović Preis (benannt nach Jakov Ignjatović (1822–1899) einem serbischen Autor aus Ungarn)
  • Rastko Petrović Preis vom Verein serbischer Schriftsteller

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Google Buchsuche
  2. Rezension von Draginja Ramadanski