Durendal

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Durendal im Fels von Rocamadur; eher eine Touristenattraktion

Durendal (deutsch Durandart(e), italienisch Durindana) ist der Name des angeblich wundertätigen Schwertes von Roland im altfranzösischen Rolandslied. Es sei der Sage nach von Wieland (altfranz. Guallant) geschmiedet worden.[1]

Legende[Bearbeiten]

Karl dem Großen wird von einem Engel ein Schwert überreicht, das der tapferste Gefolgsmann im Kampf gegen die Heiden tragen solle. Dieses Schwert überreicht Karl seinem Paladin Roland. Im Rolandslied soll das Heft des Schwertes einen Zahn des Apostels Petrus, Blut des Heiligen Basilius und ein Haar des Heiligen Dionysius sowie ein Stück vom Gewand der Jungfrau Maria enthalten.[2] Um es vor dem Zugriff der anstürmenden Sarazenen zu bewahren, versuchte Roland das Schwert zu zerstören, nachdem er zuvor eine Bresche ins Gebirge, die sogenannte Rolandsbresche in den Pyrenäen geschlagen hatte.

Laut dem Rolandslied stürzte er sich angesichts der zu erwartenden Niederlage gegen die Mauren in sein Schwert oder legte sich darauf, nachdem er versucht hatte, es an einem Felsen zu zerstören.

Einer anderen Legende zufolge schleuderte er die Waffe weg, bis sie im Felsen von Rocamadour (Lot) stecken blieb. Dort können es Besucher besichtigen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Durendal in Meyers Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909 (Digitalisat).
  2. Durendal. In: Brockhaus Enzyklopädie. 17. völlig neubearbeitete Auflage. Band 5. Wiesbaden : F.A.Brockhaus, 1968, S. 177

Weblinks[Bearbeiten]