Dystrophie

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Dieser Artikel behandelt die Dystrophie in der Medizin. Für die Verwendung des gleichnamigen Begriffs in der Ökologie siehe Dystrophie (Ökologie)

Unter einer Dystrophie – von altgr. dys „schlecht“ (hier „Fehl-“) und trophein „ernähren“, „wachsen“; „Fehlernährung“, „Fehlwachstum“) – werden in der Medizin degenerative Besonderheiten verstanden, bei denen es durch Entwicklungsstörungen einzelner Gewebe, Zellen, Körperteile, Organe oder auch des gesamten Organismus zu entsprechenden Degenerationen (Fehlwüchsen) kommt.

Ursächlich können Dystrophien vielfältig begründet sein, z. B. durch genetische beziehungsweise chromosomale Abweichungen, Erkrankungen, Traumata oder (besonders häufig) durch einen Mangel an Nährstoffen aufgrund von Mangel- oder Fehlernährung.

Sowohl vorgeburtlich (pränatal) als auch nachgeburtlich (postnatal) können die Störungen auftreten. Eine Dystrophie geht dann meist mit Funktionseinschränkungen beziehungsweise Funktionsstörungen der betroffenen Körperregionen einher.

Medizingeschichtlich bedeutsam wurde die Diagnose "Dystrophie" bei der Deutung der Belastungen der Kriegsheimkehrer, insbesondere von denen aus längerer Gefangenschaft. Internisten und Psychiater machten die Folgen des Hungers und der Fehlernährung für die schleppende Regeneration der Heimkehrer verantwortlich.[1] Kurt Gauger verfasste 1952 ein Buch mit dem Titel "Die Dystrophie als psychosomatisches Krankheitsbild" und schien damit eine Formel zum Verständnis der Anpassungsschwierigkeiten gefunden zu haben.


Beispiele für Dystrophien sind:

[Bearbeiten] Literatur

  • Svenja Goltermann: Die Gesellschaft der Überlebenden. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2009.
  1. Vgl. die ausführliche Erörterung von Goltermann bes. S.289f und 372ff.
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