Echinopsis schieliana

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Echinopsis schieliana
Echinopsis schieliana1PCJO.jpg

Echinopsis schieliana

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Trichocereeae
Gattung: Echinopsis
Art: Echinopsis schieliana
Wissenschaftlicher Name
Echinopsis schieliana
(Backeb.) D.R.Hunt

Echinopsis schieliana ist eine Pflanzenart aus der Gattung Echinopsis in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton schieliana ehrt den aus Freiburg stammenden deutschen Kakteenliebhaber Wolfgang Schiel (1904–1978).[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Echinopsis schieliana sprosst häufig von der Basis aus und bildet Polster. Die kugelförmigen bis zylindrischen, dunkelgrünen Triebe erreichen bei Durchmessern von 3,5 Zentimetern Wuchshöhen von bis zu 4,5 Zentimeter. Es sind 13 bis 21 Rippen vorhanden. Der einzelne hellbraune Mitteldorn, der anfangs häufig noch fehlt, ist abwärts gebogen und 0,5 bis 0,6 Zentimeter lang. Die etwa 14 kammförmigen bis ausstrahlenden Randdornen sind ineinander verwoben. Sie sind biegsam, weiß, gelblich oder braun und weisen eine Länge von 1 bis 2 Zentimeter auf.

Die kurz trichterförmigen Blüten sind hellrot, rot oder manchmal gelb. Sie sind 4 bis 5 Zentimeter lang und besitzen ebensolche Durchmesser. Die kugelförmigen, saftigen Früchte erreichen Durchmesser von bis zu 1 Zentimeter.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten]

Echinopsis schieliana ist in den peruanischen Regionen Cusco und Puno sowie im bolivianischen Departamento La Paz in Höhenlagen von 3000 bis 3200 Metern verbreitet.

Die Erstbeschreibung als Lobivia schieliana durch Curt Backeberg wurde 1957 veröffentlicht.[2] David Richard Hunt stellte die Art 1987 in die Gattung Echinopsis.[3]

Weitere nomenklatorische Synonyme sind Lobivia backebergii var. schieliana (Backeb.) Rausch (1975) und Lobivia backebergii subsp. schieliana (Backeb.) Rausch ex G.D.Rowley (1982). Darüber hinaus wurden folgende Taxa als Synonym in die Art einbezogen: Lobivia schieliana var. albescens Backeb. (1959, nom. inval. ICBN-Artikel 8.4), Lobivia quiabayensis Rausch (1970), Lobivia maximiliana var. quiabayensis (Rausch) Rausch (1975), Lobivia maximiliana subsp. quiabayensis (Rausch) Rausch ex G.D.Rowley (1982) und Lobivia schieliana var. quiabayensis (Rausch) Rausch (1987).

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Least Concern (LC)“, d.h. als nicht gefährdet geführt.[4]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Springer, Berlin/Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-05597-3, S. 215.
  2. Curt Backeberg: Descriptiones Cactearum Novarum. 1957, S. 30.
  3. David Hunt, Nigel Taylor: New and unfamiliar names of Cactaceae to be used in the European Garden Flora. In: Bradleya. Band 5, 1987, S. 92.
  4. Echinopsis schieliana in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Lowry, M., 2010. Abgerufen am 2. März 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Echinopsis schieliana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien