Echinopsis terscheckii

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Echinopsis terscheckii
Echinopsis terscheckii 5.jpg

Echinopsis terscheckii

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Trichocereeae
Gattung: Echinopsis
Art: Echinopsis terscheckii
Wissenschaftlicher Name
Echinopsis terscheckii
(J.Parm. ex Pfeiff.) H.Friedrich & G.D.Rowley

Echinopsis terscheckii ist eine Pflanzenart aus der Gattung Echinopsis in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton terscheckii ehrt den Hofgärtner Carl Adolph Terscheck vom Garten des Japanischen Palais in Dresden.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Echinopsis terscheckii wächst baumförmig, ist im Alter reich kandelaberartig mit mehreren aufrechten Zweigen verzweigt und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 12 Metern. Es wird ein deutlicher Stamm mit einem Durchmesser von bis zu 45 Zentimeter ausgebildet. Die zylindrischen Triebe weisen einen Durchmesser von 10 bis 20 Zentimeter auf. Es sind acht bis 18 deutliche stumpfe Rippen vorhanden. Die auf ihnen befindlichen großen Areolen sind bräunlich und stehen 1,5 bis 3 Zentimeter voneinander entfernt. Aus ihnen entspringen acht bis 15 gelbliche bis bräunliche Dornen. An alten Areolen sind sie häufig zahlreicher. Die Dornen weisen eine Länge von 1 bis 7 Zentimeter auf oder werden noch länger.

Die glockenförmigen bis trichterförmigen, weißen Blüten erscheinen seitlich an den Trieben. Sie sind 15 bis 20 Zentimeter lang und besitzen einen Durchmesser von bis zu 12,5 Zentimeter. Ihr Perikarpell und die Blütenröhre sind mit dichter weißer oder brauner Wolle besetzt. Die kugelförmigen, grünen Früchte weisen einen Durchmesser von 3 bis 4 Zentimeter auf.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten]

Echinopsis terscheckii ist im bolivianischen Departamento Tarija sowie den argentinischen Provinzen Jujuy, Salta, Tucumán, Catamarca, La Rioja und San Juan auf trockenen Hängen der Andenvorberge in Höhenlagen von 500 bis 1500 Meter verbreitet.

Die Erstbeschreibung als Cereus terscheckii durch Ludwig Georg Karl Pfeiffer wurde 1837 veröffentlicht.[2] Heimo Friedrich und Gordon Douglas Rowley stellten die Art 1974 in die Gattung Echinopsis.[3]

Weitere nomenklatorische Synonyme sind Pilocereus terscheckii (J.Parm. ex Pfeiff.) Rümpler (1885) und Trichocereus terscheckii (J.Parm. ex Pfeiff.) Britton & Rose (1920). Darüber hinaus wurden folgende Taxa als Synonym in die Art einbezogen: Trichocereus werdermannianus Backeb. (1936), Echinopsis werdermannianus (Backeb.) H.Friedrich & G.D.Rowley (1974), Trichocereus terscheckii var. montanus Backeb. (1951) und Echinopsis terscheckii var. montana (Backeb.) H.Friedrich & G.D.Rowley (1976).

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Vulnerable (VU)“, d.h. als gefährdet geführt.[4]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Springer, Berlin/Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-05597-3, S. 246.
  2. Dr. Pfeiffer: Beschreibung einiger neuer Cacteen. In: Allgemeine Gartenzeitung. Band 5, Nummer 47, 25. November 1837, S. 370 (online).
  3. Gordon Douglas Rowley: Reunion of the genus Echinopsis. In: IOS Bulletin. Journal of the International Organization for Succulent Plant Study. Band 3, Nummer 3, 1974, S. 98.
  4. Echinopsis terscheckii in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Ortega-Baes, P. & Lowry, M., 2010. Abgerufen am 2. März 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Echinopsis terscheckii – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien