Departamento Tarija

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Tarija
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Symbole
Flagge
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Wappen
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Basisdaten
Staat Bolivien
Hauptstadt Tarija
Fläche 37.623 km²
Einwohner 482.196 (Volkszählung 2012)
Dichte 13 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 BO-T
Río Pilcomayo im Departamento Tarija
Río Pilcomayo im Departamento Tarija

-21.583333333333-63.833333333333Koordinaten: 21° 35′ S, 63° 50′ W

Das Departamento Tarija liegt im Süden Boliviens an der Grenze zu Argentinien und Paraguay.

Geographie[Bearbeiten]

Das Gebiet wird wegen des überwiegend milden Klimas, den fruchtbaren Tälern, den ausgedehnten Ebenen, den Flüssen mit kristallklarem Wasser und der fröhlichen und aufgeschlossenen Bevölkerung oft als Andalusien Boliviens bezeichnet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl des Departamento Tarija ist in den vergangenen sechzig Jahren auf etwa das Fünffache angestiegen:

  • 1950: 103.441 Einwohner (Volkszählung)[1]
  • 1976: 187.204 Einwohner (Volkszählung)[2]
  • 1992: 291.407 Einwohner (Volkszählung)[3]
  • 2001: 391.226 Einwohner (Volkszählung)[4]
  • 2012: 482.196 Einwohner (Volkszählung)[5]

Über zwanzig indigene Volksgruppen besiedeln die Region mit einer Größe zwischen 20 und 1.500 Mitglieder. Die größte Gruppe sind die Guaraní. Hauptstadt mit 214.304 Einwohnern (Fortschreibung 2010) ist die Stadt Tarija im zentralen westlichen Teil des Departamentos.

Provinzen[Bearbeiten]

Das Department wird in sechs Provinzen unterteilt, die z. T. nach berühmten Personen benannt wurden:

Provinz Fläche
(in km²)
Einwohner 2012
(Volkszählung)
Provinz Aniceto Arce 4 943 53 081
Provinz Burnet O'Connor 6 104 21 378
Provinz Cercado 2 047 205 346
Provinz Eustaquio Méndez 4 060 34 993
Provinz Gran Chaco 17 428 147 164
Provinz José María Avilés 2 637 20 234

Größte Städte[Bearbeiten]

Stadt Einwohner 2001
(Volkszählung)
Einwohner 2010
(Fortschreibung)
Tarija 135.478 214.304
Yacuíba 64.698 91.077
Bermejo 26.133 33.825
Villamontes 16.214 24.809

Politik[Bearbeiten]

Gesamtergebnis bei den Regionalwahlen vom 4. April 2010 im Departamento Tarija:[6]

Wahl-
berechtigte
Wahl-
beteiligung
gültige Stimmen CC MAS-IPSP PAN
264.747   225.050 199.649   97.726 88.014 13.909
  85,0 % 88,7 %   48,9 % 44,1 % 7,0 %

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Riesige Weinberge bringen einen vollmundigen Wein hervor, der auch jenseits der bolivianischen Grenzen bekannt ist. Durch den Rio Guadalquivir und den Río Pilcomayo gehört die Region zu den bedeutendsten Fischressourcen des Landes.

Tourismus[Bearbeiten]

Villamontes ist Veranstaltungsort des Internationalen Fischfestivals. Hier ist Fischen eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Der Sport darf aber nur mit Angelhaken betrieben werden. Die Stadt Yacuiba bildet gemeinsam mit Poconé den Ausgangspunkt für Besuche in das Pantanal und verbindet die Region mit Argentinien. Tomatitas ist ein Naturheilort mit sonnigen Stränden an den hier zusammenfließenden Flüsse Río Guadalquivir und Río Erquis. Die ausgedehnte und waldreiche Parklandschaft lädt zum Camping ein und kann das ganze Jahr über besucht werden. Der 40 m hohe Wasserfall Chorros de Jurina bildet am Fuß eine Dunstwolke, die je nach Sonnenstand in einer anderen Farbe schillert. Aus dem Wasserfall gehen die beiden Flussläufe Chorro Blanco und Chorro Negro hervor, die eine atemberaubend schöne Landschaft durchfließen.

In San Lorenzo wurde der Nationheld Don Eustaquio "Moto" Méndez geboren. Das Museum Casa del Moto Méndez ist nach ihm benannt. In seinem Inneren werden Gegenstände aus dem persönlichen Besitz des Freiheitskämpfers und die damals verwendeten Waffen aufbewahrt. Die Kirche in San Francisco stammt aus dem Jahr 1709 und besitzt noch die ursprüngliche Architektur. Zum Sonnenbaden und Schwimmen laden die Lagunen von Coimata ein. Sie werden von Wasserfällen gebildet, die inmitten unberührter Natur liegen. San Jacinto mit seinem Stausee ist berühmt für seine Kanuwettbewerbe, das Dorf Erquis eignet sich für den Jagd- und Angelsport. Vorzeitliche Felsmalereien befinden sich in den Höhlen von Padcaya. Die tropische Rohrzucker-Stadt Bermejo an der Grenze zu Argentinien ist bekannt für seine Jagd- und Angelmöglichkeiten. In diesem Ort findet auch das Festival Internacional del Lapacho statt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2012 (PDF; 1,8 MB)
  2. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2012 (PDF; 1,8 MB)
  3. Instituto Nacional de Estadística (INE) 1992
  4. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2001
  5. Censo Nacional (INE) (PDF; 1,8 MB)
  6. Acta de Cómputo Nacional Elecciones Departamentales, Municipales y Regional 2010

Weblinks[Bearbeiten]