Ehrwürdiger Diener Gottes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ehrwürdiger Diener Gottes (lat. venerabilis Dei servus) bzw. ehrwürdige Dienerin Gottes (venerabilis Dei serva) ist ein Ehrentitel der römisch-katholischen Kirche. Er wird verstorbenen Gläubigen zuerkannt, bei denen in einem kirchenrechtlich geordneten Verfahren der sogenannte „heroische Tugendgrad“ festgestellt wurde. Die Verleihung ist ein Verfahrensschritt im Seligsprechungsprozess und erfolgt allein auf der Grundlage der Überprüfung des Lebenswandels einer Person durch die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, ohne Berücksichtigung etwaiger Wundern. Die Zuerkennung wird im Beisein des Papstes verkündet.

Ein ehrwürdiger Diener Gottes wird nicht durch Nennung in den Orationen der Heiligen Messe verehrt, verfügt aber bereits über die so genannte „Altarehre“, darf also in öffentlichen Gebeten und Gottesdiensten der Kirche genannt und von den Gläubigen um Fürbitte angerufen werden. Auf dieser Stufe ist eine Seligsprechung jederzeit möglich, wenn die noch fehlenden oder unsicheren übernatürlichen Voraussetzungen zuverlässig bestätigt wurden (in der Regel Wunder bzw. die Echtheit des Martyriums).

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]