Eisen(III)-oxidchlorid

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Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Eisen(III)-oxidchlorid
Andere Namen

Eisenoxidchlorid

Verhältnisformel FeOCl
CAS-Nummer 56509-17-2
PubChem 6453349
Kurzbeschreibung

rostfarbener Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 107,30 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

300 °C (Zersetzung)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Eisen(III)-oxidchlorid ist eine anorganische chemische Verbindung des Eisens aus der Gruppe der Oxidchloride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Eisen(III)-oxidchlorid kann durch Reaktion von Eisen(III)-chlorid-hexahydrat mit sublimierten Eisen(III)-chlorid bei 250 bis 300 °C gewonnen werden. Es ist frei von Eisen(III)-oxid, wenn von sublimierten Eisen(III)-chlorid ausgegangen und keine höhere Temperatur angewandt wurde.[1]

\mathrm{FeCl_3 \cdot 6 H_2O + 5 \ FeCl_3 \longrightarrow 6 \ FeOCl + 12 \ HCl}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Eisen(III)-oxidchlorid ist ein rostfarbenes, aus kleinen, roten Nadeln bestehendes Pulver. Oberhalb 300 °C erfolgt Disproportionierung in Eisen(III)-oxid und Eisen(III)-chlorid. Es besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Pmmn (a = 375 pm, b = 330 pm, c = 765 pm).[1] Die Kristallstruktur besteht aus Schichten von Doppelbögen von cis-FeCl2O4 verzerrten Oktaedern die durch gemeinsame Kanten innerhalb der kristallographischen ac-Ebene verbunden sind.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1649.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3.  Duncan W. Bruce, Dermot O'Hare: Inorganic Materials. John Wiley & Sons, 1997, ISBN 047196036-5, S. 203 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).