Emissionskataster

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Ein Emissionskataster ist ein räumlich untergliedertes Verzeichnis von Emissionen, welche in einem definierten regionalen Gebiet über einen festgelegten Zeitraum abgegeben werden. Sie umfassen die wichtigsten freigesetzten Luftschadstoffe aus anthropogenen, weiters je nach Umfang aus biogenen und geogenen Quellen. Emissionskataster spiegeln jene Vorgänge wider, die, bezogen auf den Ort des Geschehens, zu einer atmosphärischen Belastung führen.

Was sind Emissionskataster und wozu dienen sie?[Bearbeiten]

  • Emissionskataster bilden einen wesentlichen Bestandteil eines umfassenden raumbezogenen Informationssystems.
  • Sie dienen als Werkzeug für die Verwaltung und Dokumentation von emissionsrelevanten Daten und beinhalten Informationen über einzelne Emittenten.
  • Emissionskataster tragen wesentlich zu einem besseren Verständnis von Ursache, Quelle, Ausmaß und Wirkung von Emissionen bei.
  • Sie ermöglichen die Umsetzung gezielter Maßnahmen zur Reduktion von luftverunreinigenden Substanzen und von Treibhausgasen. Damit tragen sie zur Luftreinhaltung und zur Verringerung des globalen Treibhauseffekts bei.
  • Sie bieten eine wichtige Entscheidungshilfe bei Regional- und Umweltplanungen.
  • Bei gegebener Immissionskonzentration ermöglichen Emissionskataster mit hinreichendem Detaillierungsgrad die Identifikation der Anteile verschiedener Verursachersektoren.
  • Emissionskataster eignen sich als grundlegende Quelle für weiterführende Berechnungen wie z. B. Ausbreitungsrechnungen, atmosphärische Transportmodelle oder Luftqualitätsmodelle.
  • Emissionskataster können als Information für die Bevölkerung und zur Unterstützung der öffentlichen Meinungsbildung verwendet werden.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]