Enforcer

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur gleichnamigen schwedischen Band siehe Enforcer (Band).
Enforcer
Fight in ice hockey 2009.JPG
Eishockeypositionen
Torwart
Verteidiger
Linker FlügelCenterRechter Flügel
Sonstige
Enforcer – MannschaftskapitänPestPower ForwardRover

Ein Enforcer ist ein Eishockeyspieler, der die Stürmerstars innerhalb der eigenen Mannschaft beschützt, damit diese sich in vollem Umfang auf ihr Spiel konzentrieren können. Durch Bodychecks, aggressive Aktionen oder provozierte Schlägereien versucht er den Spielfluss des Gegners zu unterbrechen und diesen abzulenken. Gute Eishockeyspieler, die gleichzeitig Tore erzielen und sich verteidigen müssen, sind verletzungsanfälliger und ihre Kräfte werden – gerade in der langen NHL-Saison – schnell verschlissen. Als Beispiel sei hier der Stürmer Eric Lindros genannt, der in seiner Karriere zahlreiche Gehirnerschütterungen erlitt.

Bekannte Kombinationen von Superstürmer und Enforcer waren Wayne Gretzky, Dave Semenko und Marty McSorley. Einer der bekanntesten Enforcer ist Dave „The Hammer“ Schultz.

Mitunter wird ein Enforcer auch als Goon bezeichnet, Letzteres ist jedoch eher abfällig im Sinne eines „tumben Schlägertyps“ zu betrachten. Im Gegensatz zum Enforcer wird ein Goon in der Regel nur für eine Schlägerei oder eine unfaire Aktion aufs Feld geschickt und kommt so in manchen Spielen auf Eiszeiten von unter 10 Sekunden. In den deutschsprachigen Ligen wird der Enforcer meistens als Guard bezeichnet.

Nachdem 2011 mit Derek Boogaard, Rick Rypien und Wade Belak gleich drei aktive Enforcer aus der National Hockey League starben und bekannt wurde, dass alle drei an Depressionen litten, geriet die Rolle des Enforcers in die Diskussion.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. spiegel.de Bericht bei Spiegel Online zu den Todesfällen in der NHL