Enterprise Systems Connection

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Enterprise Systems Connection (ESCON) ist ein Protokoll, das von Mainframes verwendet wird, um den Datenaustausch zwischen dem Rechner und dessen Peripheriegeräten (zum Beispiel Plattensubsysteme, Bandlaufwerke) durchzuführen. Die physikalischen Verbindungswege werden als ESCON-Kanäle bezeichnet.

Geschichtlicher Überblick[Bearbeiten]

Der Vorläufer von ESCON sind die im IBM-Sprachgebrauch so genannten Parallel-Kanäle (Bus & Tag, Kupferkabel), die eine Übertragungsrate von 4,5 MB/s pro Kanal aufweisen. Da Mainframes große Datenmengen zwischen Rechner und Peripherie übertragen müssen, war diese Geschwindigkeit nicht mehr ausreichend. Im Jahr 1990 wurde von IBM die ESCON-Technologie eingeführt, die eine Übertragungsrate von 17 MB/s pro Kanal auf der Basis von Lichtwellenleiter ermöglichen. Viele Mainframes verwenden noch ESCON-Kanäle. In den letzten Jahren wurden diese bei neuen Mainframesystemen durch FICON-Kanäle ersetzt.

Einsatzbereiche[Bearbeiten]

ESCON war ab 1990 bis zur Markteinführung von FICON das Kommunikationsprotokoll zwischen Mainframe-Rechnern und deren Peripherie. Mittlere Mainframe-Rechnersysteme nutzten zwischen 4 und 40 ESCON-Kanäle, große Mainframe-Systeme über 1000. Dabei können Entfernungen bis zu 43 Kilometer je Kanal überbrückt werden. Um die Systeme optimal zu verbinden, wurden sogenannte ESCON-Direktoren eingesetzt. Geräte mit ESCON-Interfaces wurden fast ausschließlich von IBM angeboten, Ausnahmen sind Plattensubsysteme anderer Hersteller (EMC, HDS). Sie bieten Optionen zum Anschluss an Mainframes und Netzwerkgeräte, mit denen ESCON-Verbindungen in andere Netzwerkprotokolle (zum Beispiel IP) getunnelt werden können.