Hitachi (Unternehmen)

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Hitachi Ltd. Corporation
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Rechtsform Kabushiki-gaisha (Aktiengesellschaft)
ISIN JP3788600009
Gründung 1910
Sitz Chiyoda, Tokio, Japan
Leitung Hiroaki Nakanishi, Präsident und CEO
Mitarbeiter 323.540 (2012)[1]
Umsatz 9,665 Bio. Yen (2012)[1]
Branche Elektronik, Maschinenbau
Website www.hitachi.com

Die Hitachi Ltd. Corporation (jap. 株式会社日立製作所, Kabushiki-gaisha Hitachi Seisakusho), gelistet im Nikkei 225, ist ein weltweit agierender Elektrotechnik- und Maschinenbaukonzern mit Sitz in Tokio (Japan).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Entwicklung [Bearbeiten]

Hitachi Pavillon auf der Expo 2005

1910 in der gleichnamigen Stadt von Namihei Odaira (小平 浪平, Odaira Namihei) als Werkstatt für Elektrotechnik gegründet, entwickelte sich das Unternehmen schnell zu einer Produktionsstätte weiter, noch im selben Jahr wurden erste Elektromotoren in Serie gefertigt. In den Folgejahren kamen weitere Produkte hinzu, u. a. Industrieanlagen, Haushaltsgeräte und Kommunikationssysteme, später auch Unterhaltungselektronik und Informationselektronik sowie Software.

Im Jahre 1959 wurde die Hitachi America Ltd. gegründet, weitere Niederlassungen (z. B. Hitachi Europe (1980), Australia (1983), China (1994)) und spezialisierte Unternehmensbereiche (z. B. Hitachi Cable (1956), Metals (1956), Chemical (1962)) kamen hinzu.

1988 gründete man zusammen mit John Deere das Joint Venture Deere-Hitachi, zur Herstellung und Vertrieb von Baumaschinen in Nordamerika.[2]

Hitachi Data Systems wurde 1989 als Joint Venture mit Electronic Data Systems gegründet. Ursprünglich sollte HDS Hitachi Mainframes vermarkten. 1990 beschäftigte das Unternehmen 290.810 Mitarbeiter. 1999 übernahm Hitachi die Anteile von EDS und baut das Unternehmen seit dem zu einem Anbieter von Speicherlösungen aus.

Im Jahr 2000 erwarb Hitachi von Tata Motors einen Anteil von 20 % an dem indischen Baumaschinenkonzern Telcon.[3] Die Anteile an Telcon wurden 2005 und 2010 jeweils um weitere 20 % erhöht.

Seit 2006 arbeitet Hitachi mit General Electric im Bereich Kerntechnik im Joint-Venture GE Hitachi Nuclear Energy zusammen.[4]

Heute zählt die Hitachi Ltd. Corporation zu den 100 größten Unternehmen der Welt (Rang 38, Stand 20. Juli 2012).

Geschäftsfelder und Produkte [Bearbeiten]

Bagger von Hitachi

Hitachi ist ein großer Mischkonzern, der von Großindustrieprodukten, wie Turbinengeneratoren über Baumaschinen, Haushaltsgeräte wie Klimaanlage bis Unterhaltungselektronik vertreten ist.

Hitachi fertigte auch Festplatten, zunächst 2,5" Notebookfestplatten aus eigener Entwicklung. 2003 wurde die IBM-Festplattensparte einschließlich sämtlicher Modellreihen (Deskstar, Travelstar etc.) und der Entwicklungsabteilung übernommen. Die Übernahme der daraus entstandenen Hitachi Global Storage Technologies Ltd. (HGST) durch Western Digital im Jahr 2011 wurde von der EU-Kommission unter Auflagen genehmigt.[5]

Der Halbleiterbereich wurde 2003 in das neugegründete Joint Venture mit Mitsubishi Electric Renesas Technology (heute Renesas Electronics) ausgegliedert, in die Hitachi u.a. die H8 Mikrocontroller-Familie und die Superh Prozessorarchitektur einbrachte.

Das Tochterunternehmen Hitachi Maxell Ltd. ist eine Firma für Vertrieb und Herstellung von Batterien und Speichermedien.

Zusammen mit dem südkoreanischen Unternehmen LG wurde im Jahr 2001 Hitachi-LG Data Storage zur Herstellung von optischen Laufwerken gegründet.

Mit dem japanischen Unternehmen Omron wurde 2004 das Joint-Venture Hitachi-Omron Terminal Solutions zur Herstellung und Vertrieb von Kartenlesern (motorische und manuelle Leser/Schreiber für Magnetstreifenkarten und Chipkarten im ISO-Format) gegründet.

Seit 1920 ist Hitachi auch im Bau von Schienenfahrzeugen und Eisenbahnsystemen tätig. Siehe hierzu den Artikel Hitachi Transportation Systems.

In Deutschland ist Hitachi unter anderem mit dem Anlagenbauer Hitachi Power Europe GmbH vertreten. Das aus der Konkursmasse von Babcock Borsig hervorgegangene Unternehmen mit Sitz in Oberhausen errichtete 2007 im Duisburger Innenhafen eine neue Unternehmenszentrale, das Hitachi Power Office.

2000 stieg der Hitachi-Konzern ins Beratungsgeschäft ein und firmiert dort seit 2003 unter dem Namen Hitachi Consulting.

Am 12. Februar 1973 begann Hitachi mit dem Bau von Block 4 des Kernkraftwerks Fukushima-Daiichi, der nach einem Ausfall der Abklingbeckenkühlung am 15. März 2011 weitgehend zerstört wurde.[6]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Hitachi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege [Bearbeiten]

  1. a b http://www.hitachi.com/IR-e/library/annual/2012/ar2012e.pdf
  2. Deere, Hitachi sign agreement. The Spokesman-Review, 18. Mai 1988, abgerufen am 22. März 2013.
  3. Tata Motors to sell 20% in Telcon to Hitachi. Business Standard, 26. März 2010, abgerufen am 22. März 2013.
  4. The Times-News vom 14. November 2006: [_http://news.google.com/newspapers?id=n1UaAAAAIBAJ&sjid=ayYEAAAAIBAJ&pg=5281%2C2973603 GE, Hitachi form nuclear alliance]
  5. EU: Western Digital darf Hitachis-Festplattensparte übernehmen. Heise.de. 24. November 2011. Abgerufen am 24. November 2011.
  6. Nuclear Reactor Maps: Fukushima-Daiichi (Englisch) Nuclear Transparency in the Asia Pacific. Abgerufen am 21. März 2011.