Epistelseite

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Hochaltar von S. Aegidii in Münster. Der Priester steht auf der Epistelseite
Aufbau der Heiligen Messe in der außerordentlichen Form. Die linke Spalte zeigt die Position des Priesters am Altar. Links die Evangelienseite, rechts die Epistelseite

Als Epistelseite bezeichnet man in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus der römisch-katholischen Kirche die rechte Seite eines Hochaltars. Auch bezeichnet man umgangssprachlich die rechte (bei geosteten Kirchen die südliche) Seite einer Kirche als Epistelseite.

Der Priester oder – bei levitierten Hochämtern – der Subdiakon singt oder liest in der Heiligen Messe auf dieser Seite des Altares die Epistel. Das Evangelium hingegen verkündet der Priester auf der anderen, der Evangelienseite. Deshalb trägt der Ministrant das Buchpult nach dem Vortrag der Epistel auf die Evangelienseite.

Auf der Epistelseite des Altars erfolgen in der außerordentlichen Form folgende Riten und Gebete:

Zu Beginn und am Ende der Messe befindet sich das Messbuch auf der Epistelseite.

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhold Wex: Ordnung und Unfriede. Raumprobleme des protestantischen Kirchenbaus im 17. und 18. Jahrhundert. Jonas-Verlag für Kunst und Literatur, Marburg 1984. ISBN 3-922561-23-3.
  • Friedrich Möbius, Helga Sciurie: Symbolwerte mittelalterlicher Kunst. Seemann, Leipzig 1984.