Eta-Aquariiden

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Eta-Aquariiden[1]
Aktivitätszeitraum 19. April - 28. Mai
Aktivitätsmaximum 6. Mai
Radiantenposition
des Maximums
RA: 22h 32m
DE: -1°
ZHR 40–85 (variabel)
Populationsindex 2,4
geozentrische Geschwindigkeit 66 km/s
StarArrowOR.svg
Aquarius constellation map.png

Die Eta-Aquariiden (gelegentlich auch Mai-Aquariiden genannt) sind ein Meteorstrom, den man jedes Jahr im Mai sehen kann. Sie stammen von dem berühmten Halleyschen Kometen. Seit mindestens zwei Jahrtausenden sind Sichtungen dieses Kometen nachgewiesen. Der Name „Aquariiden“ geht auf die lateinische Bezeichnung des Sternbilds Wassermann zurück.

Die Eta-Aquariiden sind von Mitteleuropa aus nur etwa in der letzten Stunde vor der Morgendämmerung beobachtbar. Da dann sein Radiant – nahe dem Stern Eta Aquarii – nur eine geringe Höhe über dem Horizont erreicht, besitzen die Meteore der Eta-Aquariiden einen flachen Eintrittswinkel in die Atmosphäre, wodurch die Meteorbahnen am Himmel oft auffallend lang erscheinen. Bei einer Radiantenhöhe von 10 Grad werden weniger als 20 Prozent der Meteore im Vergleich zur Zenitposition sichtbar, d.h. von einer ZHR um 65 kann der Beobachter tatsächlich maximal 10–15 Strommeteore pro Stunde sehen. Weiter südlich verbessern sich die Bedingungen merklich, denn sowohl die Dauer der Nacht als auch die Höhe des Radianten im möglichen Beobachtungsfenster wachsen an. Beispielsweise auf den Kanarischen Inseln kann man rund drei Stunden effektiv nutzen und der Radiant erreicht zum Ende mehr als 30 Grad Höhe.

Am 6. Mai 2013 wurde eine maximale ZHR von 135 beobachtet.[2] Nach Modellrechnungen von Mikiya Sato geht die Aktivität vorrangig auf Meteoroide zurück, die während der Perihelpassage des Kometen 1P/Halley 1197 v.u.Z. und 910 v.u.Z. freigesetzt wurden und diesmal in Erdnähe kamen.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meteorstrom-Kalender 2014
  2. eta-Aquariids 2013: visual data quicklook
  3. Global Radio η Aquarids 2013