Deklination (Astronomie)

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Die Kugelkoordinaten Rektaszension und Deklination auf der rotierenden Himmelskugel (in deren Innerem die Erde)

In der Astronomie wird der Begriff Deklination (vom Lateinischen für „Beugung“) für eine Kugelkoordinate zur Positionsangabe von Himmelskörpern verwendet. Beim äquatorialen Koordinatensystemen ist die Deklination δ der Erhebungs-Winkel über dem Himmelsäquator. Für eine vollständige Positionsangabe ist daneben die Rektaszension beziehungsweise der Stundenwinkel erforderlich.

Der Parallelkreis zum Himmelsäquator, auf dem sich der Himmelskörper befindet, heißt Deklinations-Kreis (auch himmlischer Breitengrad). Sein Pendant auf der Erde ist der geographische Breitenkreis. Dem Winkel δ der Deklination entspricht der geographische Breitenwinkel φ, man kann sich die Breitenkreise der Erde auf die gedachte Himmelskugel projiziert vorstellen.

δ-Werte nördlich des Himmelsäquators werden positiv, Werte südlich davon negativ angegeben.

Die Werte für Fixsterne sind im Wesentlichen konstant und unabhängig vom Beobachtungsort. Sie ändern sich allerdings langfristig auf Grund der Eigenbewegung der Sterne und der Änderungen des Himmelsäquators infolge der Präzession der Erdachse. Für genaue Angaben ist daher zusätzlich die Nennung des Äquinoktiums erforderlich.

Die Deklination der Sonne schwankt im Jahresverlauf, bedingt durch die Neigung der Erdachse (entsprechend der Neigung der Ekliptik gegen den Himmelsäquator), zwischen etwa +23,5° (zur Sommersonnenwende im Juni) und etwa −23,5° (zur Wintersonnenwende im Dezember). Ähnliches gilt für den Mond und die Planeten, die näherungsweise ebenfalls in der Ekliptikebene liegen.

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