Fangquote

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Dieser Artikel behandelt den Begriff Fangquote in der Fischerei, für den gleichnamigen Begriff im Eishockey siehe Fangquote (Eishockey)
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Unter einer Fangquote versteht man in der Fischerei eine festgesetzte Menge an Wassertieren (Fischen, Walen u. a.), die in einem abgegrenzten Gebiet während eines Zeitraumes gefangen werden dürfen.

Sie werden z. B. durch Gesamtfangzahlen für eine Fischart (englisch Total Allowable Catch, TAC) ausgedrückt. Diese Gesamtfangzahlen sollten kleiner oder gleich dem maximalen nachhaltigen Ertrag (englisch Maximum Sustainable Yield, MSY) sein.

Fangquoten werden politisch festgelegt. Grundlage sollten Berechnungen der Fischereiwissenschaft sein. Aus politischen Gründen werden meist höhere Fangquoten beschlossen. Die Folge ist eine Überfischung, die Bestände gehen zurück, so dass in den folgenden Jahren weniger Tiere gefangen werden können oder diese sogar auszusterben drohen.

Für Deutschland und die gesamte Europäische Union werden die zulässigen Fangquoten auf EU-Ebene erlassen. Seit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon werden sie im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren beschlossen, wobei Rat und Europäisches Parlament gleichberechtigt über Gesetzesinitiativen der Europäischen Kommission entscheiden.[1] Die Festlegung der Fangquoten ist Teil der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) und soll gewährleisten, dass die „europäische Fischwirtschaft zukunftsfähig bleibt und die Meeresumwelt nicht zerstört wird“.[2] Für die meisten Fischbestände werden die TAC jährlich festgelegt, für Tiefseearten alle zwei Jahre.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landwirtschaft und Fischerei. Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland, abgerufen am 28. September 2011.
  2. Gemeinsame Fischereipolitik (GFP). Europäische Kommission, abgerufen am 28. September 2011.
  3. TAC und Quoten. Europäische Kommission, abgerufen am 28. September 2011.