Feinwerkbau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
FEINWERKBAU Westinger & Altenburger GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1951
Sitz Oberndorf / Neckar
Leitung Manfred Kötzle, Michael Westinger
Mitarbeiter ca. 140
Branche Schusswaffen und Präzisionsbauteile
Website www.feinwerkbau.de

Feinwerkbau (Abk. FWB) ist ein deutscher Sportwaffenhersteller, insbesondere Luftgewehre und -pistolen bzw. Kleinkalibergewehre und -pistolen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Oberndorf am Neckar.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Die Feinwerkbau Westinger & Altenburger GmbH wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Oberingenieure Karl Westinger und Ernst Altenburger gegründet und 1951 im Handelsregister eingetragen. Bis zum Jahr 1960 fertigte Feinwerkbau Westinger & Altenburger hauptsächlich Präzisionsteile für andere Unternehmen. Daneben entwickelte man eine elektromechanische Rechenmaschine welche von den Olympia Werken in Wilhelmshaven in großen Stückzahlen gefertigt wurde. Bis 1975 wurden alle Olympia Rechenmaschinen in Oberndorf am Neckar bis zur Serienreife entwickelt.

Nach der Wiedergründung des Deutschen Schützenbundes 1956 entwickelten die beiden im Waffenbau erfahrenen Firmengründer das erste für den Wettkampf bestimmte Luftgewehr mit Seitenspanner, starrer Visierlinie und einem patentiertem Rücklaufsystem für einen erschütterungsfreien Schuss, das zu Beginn der 1960er Jahre auf den Markt gebracht wurde. Seit 1965 führt Feinwerkbau auch Luftpistolen.

Bedingt durch die große Nachfrage nach Sportwaffen von Feinwerkbau war es möglich, das Unternehmen zu vergrößern, die Fertigung zu optimieren und vor allem die Weiterentwicklung von Sportwaffen voranzutreiben. Der Entwicklung der Sportwaffen entsprechend, folgten den federgetriebenen Luftdruckwaffen CO2-Gewehre und -Pistolen, sowie Sportwaffen mit vorkomprimierter Luft und heute mit Pressluft. Die Sportpistole AW93 mit Rückstoßdämpfung und ein komplettes Kleinkalibergewehr-Programm runden die Sportwaffen-Palette des Unternehmens ab. Auch heute noch fertigt Feinwerkbau Einzelteile und Kleinserien für andere Unternehmen.

Das Unternehmen beschäftigt heute ca. 140 Mitarbeiter und wird in der 3. Generation geleitet.

Produkte[Bearbeiten]

Zum Stammprogramm des Unternehmens zählen Sportwaffen, mit denen bei vielen nationalen und internationalen Wettkämpfen regelmäßig Erfolge erzielt werden. Die Olympiasiegerin von 2012 - die Chinesin Yi Siling - erzielt mit einem Luftgewehr von Feinwerkbau Ihre internationalen Erfolge.

Im Jahr 2002 brachte FWB ihre erste Vorderladerwaffe, die Unterhammerpistole „History No. 1“, auf den Markt. Feinwerkbau stellte bis 2013, außerdem den Schwarzpulverrevolver „History No. 2“ her. Ursprünglich wurde dieser Nachbau des sechsschüssigen Revolvers von Rogers & Spencer in einer Auflage von 3000 Stück bis 1998 für das Unternehmen Sportartikel König in Bretzfeld-Geddelsbach hergestellt, die Produktion lief über die Waffenliste und das Waffenbuch von König und wurde an das Unternehmen HEGE (Zeughaus Überlingen) als Großhändler zur Vermarktung weitergegeben. Dieser 6-schüssige Perkussionsrevolver wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von den Amerikanern Rogers und Spencer hergestellt und wird heute von Feinwerkbau auf modernen Maschinen originalgetreu nachgebaut.

Die derzeit (2014) aktuelle Luftgewehrserie heißt "Modell 800" und ist seit 2012 im Programm von Feinwerkbau. Seit Mitte 2014 bietet Feinwerkbau außerdem wieder ein Knicklauf-Luftgewehr an, welches durch das Spannen einer Feder betrieben wird. Dieses "Modell Sport" ist vornehmlich für den ambitionierten Freizeitschützen gedacht.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Feinwerkbau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien