Fimbulwinter

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Der Fimbulwinter (von altnordisch Fimbulvetr, „riesiger Winter”) ist in der nordischen Mythologie die erste der vier eschatologischen Katastrophen, die den Untergang der Götter, Ragnarök genannt, einleiten.

Es handelt sich um eine Eiszeit mit drei strengen Wintern, ohne Sommer dazwischen, mit Schnee, klirrendem Frost und eisigen Stürmen. Es gibt Spekulationen, dass der Klimawandel, der zum Ende der nordischen Bronzezeit in Skandinavien einsetzte, die Legende vom Fimbulwinter begründete.

Während Snorri Sturluson den Fimbulwinter in der Prosa-Edda als Auftakt zu Ragnarök erwähnt, wird er im Wafthrudnirlied der Lieder-Edda als Synonym zum Weltuntergang gebraucht.

Heutzutage bezeichnet der Begriff Fimbulwinter in skandinavischen Ländern umgangssprachlich auch einen außergewöhnlich kalten und harten Winter.

Literatur[Bearbeiten]

  1. Die große Bertelsmann Lexikon-Bibliothek. 1967 Auflage. Band 2: Can–Frl, C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1967, Spalte 1197, Artikel „Fimbulwinter“
  2. Brockhaus-Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Siebenter Band: EX–FRT, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1988, ISBN 3-7653-1107-3, DNB 880936584, Seite 299, Artikel „Fimbulwinter“

Weblink[Bearbeiten]

 Wiktionary: Fimbulwinter – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen