Firlefanz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mit Firlefanz (vom altfranzösischen virelaiReigenlied“, mittelhochdeutsch virlei, spätmitteldeutsch firlifanzTanz“) bezeichnet man ein albernes Gehabe oder auch unnötige Dinge[1].

Ursprünglich bedeutete es einen lustigen und schnellen Springtanz oder auch eine komische, alberne Person.[2][3][4] Johann Christoph Adelung schreibt in seinem Grammatisch-kritischen Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart von 1796 dazu: „Die Firlefanzerēy, plur. die -en: alberne Possen, unwitzige schnelle Einfälle, alberne Ausflüchte, in den gemeinen Sprecharten; fast wie Alefanzerey. Auch das einfachere der Firlefanz, plur. inus. kommt zuweilen in der eben gedachten Bedeutung vor....Luther nennt einen Firlefanzer, der mit Worten umher träumet.[5]

Das Wort bedeutet heute umgangssprachlich abwertend so viel wie Tand, wertloser (modischer) Kram, aber auch Albernheit, Torheit, Kinderei. Firlefanz steht auch als Synonym für bedeutungslose, unerhebliche Information und überflüssige Ausschmückung.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Knaur Deutsches Wörterbuch, Lexigrafisches Institut München, 1985, Seite 374
  2. Karl Friedrich Wilhelm Wander: Deutsches Sprichwörter-Lexikon. Band 1, 1867, Spalten 1027–1028. online auf zeno.org
  3. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 6. Leipzig 1906, S. 596. hier online auf zeno.org
  4. Firlefanz in duden.de, abgerufen am 15. April 2010
  5. Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. Band 2, Leipzig 1796, S. 164–165. hier online auf zeno.org

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Firlefanz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge