Francesco Spiera

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Francesco Spiera (* um 1502 in Cittadella bei Padova; † 27. Dezember 1548 ebenda) war ein protestantischer Rechtsgelehrter aus Italien.

1542 evangelisch geworden, wurde er 1548 vor ein Inquisitionsgericht in Venedig gestellt. Der Prozess begann am 24. Mai und endete damit, dass Spiera am 20. Juli im Markusdom feierlich seinen "Irrtümern" abschwor. Nach diesem Schwur, den er am folgenden Sonntag nach der Messe in der Kathedrale von Cittadella wiederholte, verfiel er in schwere Depressionen, die ihm schließlich noch im gleichen Jahr das Leben kosteten. Sein Ende war entscheidend für den Übertritt von Pier Paolo Vergerio zum Protestantismus.

Spieras Schicksal ist deshalb von Interesse, weil es von den Protestanten des 16. Jahrhunderts als abschreckendes Beispiel für die Konsequenzen der sogenannten Sünde wider den Heiligen Geist herangezogen wurde.

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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