Frederick Shepherd Converse

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Frederick Shepherd Converse (* 5. Januar 1871 in Newton, Massachusetts; † 8. Juni 1940 in Westwood, Mass.) war ein US-amerikanischer Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Converse wurde als jüngstes von sieben Geschwistern geboren und erhielt als Zehnjähriger ersten Klavierunterricht. Er studierte Musik zunächst an der Harvard University, danach von 1896 bis 1898 bei Joseph Rheinberger in München. Seit 1899 lehrte er Theorie in Boston, 1901 bis 1907 Komposition in Harvard. Später wurde er Vizepräsident der Operngesellschaft Boston und unterrichtete von 1921 bis 1938 Komposition am New England Conservatory in Boston.

Zu seinen bekanntesten Schülern zählen Alan Hovhaness (1911–2000) und Florence Price (1888–1953).

Werk[Bearbeiten]

Obgleich Converse eng dem spätromantischen Stil seiner europäischen Zeitgenossen verpflichtet war, beschäftigten sich seine Werke doch zunehmend mit spezifisch amerikanischen Themen. Die üppige Orchestrierung seiner programmatischen Werke wurde mit dem frühen Richard Strauss verglichen. Gleichwohl blieb Converse nicht bei der Spätromantik stehen. Um 1905 griff er Anregungen des französischen Impressionismus in Harmonik und Orchestrierung auf; und ab den späten 20er Jahren modernisierte er seinen Stil nochmals durch Einbeziehung von Bitonalität, Quartenharmonik und Dissonanzen. In seiner symphonischen Suite American Sketches (1928) verwendete er schließlich sogar Jazz-Rhythmen und -Harmonik. Ein Avantgardist wollte er nicht sein, blieb aber zeitlebens neuen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen und tolerant.

Converse schrieb unter anderem 5 Opern und 7 Sinfonien. 1905 wurde seine Oper The Pipe of Desire als erstes Werk eines Amerikaners an der Metropolitan Opera in New York aufgeführt. Zu den heute noch bekanntesten Werken von Converse zählen die sinfonische Dichtung The Mystic Trumpeter (1904) nach einem gleichnamigen Gedicht von Walt Whitman, das Orchesterstück Flivver Ten Million (Der zehnmillionste Fordwagen) von 1927, sowie die American Sketches von 1928.