Freiformschmieden

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Das Freiformschmieden ist eine zum Schmieden gehörige spanlose Umformtechnik, die der werkzeugungebundenen Gestaltungserzeugung durch gezielte Werkstückbewegung dient. Sie wird in der Regel nur zur Einzelfertigung angewandt, da diese zur Serienfertigung zu unwirtschaftlich ist. Ziele der Umformung sind die Verbesserung der mechanischen Eigenschaften sowie die Rohteilherstellung.

Es wird zwischen dem manuellen und industriellen Freiformschmieden unterschieden. Das manuelle (Freiform-) Schmieden gehört zu den ältesten Handwerken der Menschheitsgeschichte. Hier muss der Schmied die Form seines Werkstückes am Amboss oder z. B. Lufthammer frei erarbeiten, was Einfühlungsvermögen und vor allem Erfahrung bedeutet.

Freiformen ist Druckumformung mit gegeneinander bewegten Werkzeugen. Die Werkzeuge (z. B. ein Schmiedesattel) können glatt sein oder teilweise die Form des Werkstückes enthalten. Die Werkstückform entsteht dabei durch gezielte Führung des Werkstückes und durch Steuerung der Auftreffwucht (Schlagenergie) des Bären. Es sind viele Arbeitshübe notwendig, bis das Werkstück seine gewünschte Form annimmt.

Industriell können Werkstücke von ca. 1 kg bis 350 t bearbeitet werden, beispielsweise Kurbelwellen, Walzen, Scheiben, Ringe oder Blöcke.

Freiformen lässt sich unterteilen in:

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Hundeshagen: Der Schmied am Amboß. Ein praktisches Lehrbuch für alle Schmiede. Verlag Volk u. Wissen, Berlin 1957. (Nachdruck der 8. Auflage 1989: Edition rari, Hannover 2001, ISBN 3-88746-430-3)
  • Wolfgang Pöttinger: Geformtes Schmiedeeisen, Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1977, ISBN 3-85214-183-4