Freitisch

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Dieser Artikel behandelt die universitätshistorische Institution. Zur Novelle von Uwe Timm siehe Freitisch (Novelle).

Freitisch (mensa gratuita = unentgeltlicher Tisch[1]) nannte man im universitären Leben der frühen Neuzeit die Studentenverpflegung auf Benefizienbasis, die damit eine Frühform des Stipendiums darstellt.

In der Regel lagen den Freitischen landeskirchlich-konfessionelle Stiftungen zugrunde, womit die jeweils angehörigen Studenten in den damals als Ausland geltenden Territorien bewirtet wurden. Ursprünglich erfolgte die Bewirtung durch die Bürgerhäuser des Studienortes, denen sich dadurch ein Zuverdienst auftat, später wurde die Verpflegung Gasthäusern übertragen. Auch in besonderen Lokalen wie in Halle oder Helmstedt konnte die Bespeisung erfolgen.

Finanziert wurden die Freitische durch Einkünfte aus säkularisierten Klostergütern, Kollekten oder mildtätigen Stiftungen.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Knoke: Geschichte der Freitische an der Georg-Augusts-Universität zu Göttingen. Hannover 1893.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johann Friedrich Heigelin: Allgemeines Handbuch der Fremdwörter: Nebst gedrängter Sacherklärung. Ein gemeinnütziges Handbuch für alle Stände. 3. Aufl., Tübingen 1853, S. 414.
  2. Wilhelm Ebel: Memorabilia Gottingenis. Göttingen 1969, S. 122.