Friedrich IX. (Hohenzollern)

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Friedrich IX. von Hohenzollern († 1377/9), genannt der Alte oder der Schwarzgraf, war ein Graf von Hohenzollern.

Leben[Bearbeiten]

Grafschaften Hohenzollern um 1370

Friedrich war der ältere Sohn des Grafen Friedrich VIII. von Zollern und folgte 1339 seinem älteren Bruder Fritzli II. als Graf von Hohenzollern.

Er schloss für Zollern-Zollern am 27. Juli 1342 mit der Schalksburger Linie einen Senioratsvertrag ab. Hierbei wurde festgelegt, dass der Älteste der beiden Linien Zollern-Zollern und Zollern-Schalksburg über die Vergabe der zollerischen Mannlehen entscheiden sollte. Friedrich befehligte eine größere Kriegsmacht und wurde deshalb Hauptmann des Löwenbundes, einer bedeutenden Adelsverbindung.

Im Jahr 1344 teilte er mit seinem jüngeren Bruder Friedrich, genannt der Straßburger, das Land und begründete die schwarzgräfliche Linie.[1] Die Linie starb 1412 mit Friedrich X. bereits wieder aus. Mitglieder der Straßburger Linie seines Bruders stellten später die Grafen und Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen.

Nachkommen[Bearbeiten]

Friedrich heiratete 1341 Adelheid († nach 1385), Tochter des Grafen Burchard V. von Hohenberg-Wildberg, mit der er folgende Kinder hatte:

  • Friedrich X., der jüngere Schwarzgraf († 1412), Graf von Hohenzollern
∞ Gräfin Anna von Hohenberg († 1421)
  • Adelheid († 1415)
∞ Johann von Stralenberg († 1408)
  • Friedrich Ostertag I. († 1407/10)
  • Anna († 1418), Nonne in Königsfeld
  • Sophia († 1418), Nonne in Stetten

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Graf Rudolph Stillfried-Alcántara, Traugott Maercker: Hohenzollerische Forschungen, C. Reimarus, 1847, S. 178 ff.
  • E. G. Johler: Geschichte, Land- und Ortskunde der souverainen teutschen Fürstenthümer Hohenzollern Hechingen und Sigmaringen. Stettin'sche Buchhandlung. Ulm 1824, E-Book
  • Gustav Schilling: Geschichte des Hauses Hohenzollern in genealogisch fortlaufenden Biographien aller seiner Regenten von den ältesten bis auf die neuesten Zeiten, nach Urkunden und andern authentischen Quellen. Fleischer, Leipzig 1843, E-Book

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Gesetzgebung für die hohenzollern'schen Lande seit deren Vereinigung mit der Krone Preussen: nebst den bezüglichen Staats-Verträgen, geschichtlichem Rückblicke, Uebersicht der Genealogie, Behörden und Literatur der hohenzollern'schen Geschichte und Landeskunde, Wolff, 1857, S. 7 (Digitalisat)