Fritz Judtmann

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Sogenanntes Porrhaus von Fritz Judtmann, Operngasse 9, Wien 4

Fritz Judtmann (* 15. Juni 1899 in Wien; † 10. Dezember 1968 ebenda) war ein österreichischer Architekt und Bühnenbildner.

Leben[Bearbeiten]

Nach Absolvierung seines Kriegsdienstes während des Ersten Weltkrieges besuchte Judtmann von 1918 bis 1922 die Bauschule der Technischen Hochschule in Wien. Dort war er anschließend von 1922 bis 1928 Assistent an der Lehrkanzel für Gebäudelehre bei Leopold Simony. Gleichzeitig führte er gemeinsam mit Egon Riss von 1924 bis 1934 ein Architekturbüro. Nach der Schließung desselben wegen der schlechten Wirtschaftslage wandte sich Judtmann der Bühnenbildnerei zu und war seit 1934 am Wiener Burgtheater tätig. Ab 1945 war er dort Ausstattungschef. Von 1946 bis 1948 lehrte er an der Akademie der bildenden Künste Wien Kostüm- und Trachtenkunde. Er ist auf dem Wiener Zentralfriedhof begraben.

Ehrungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • Mayerling ohne Mythos. Ein Tatsachenbericht. Kremayr & Scheriau, Wien 1968

Werke als Architekt[Bearbeiten]

  • Krankenkassenambulatorium für die Wiener Kaufmannschaft, Strohgasse 28, Wien 3 (1926/27)
  • Wohnhausanlage der Gemeinde Wien, Diehlgasse 20−26, Wien 5 (1928)
  • Tuberkulose-Pavillon im Krankenhaus Lainz (1929/31)
  • Porrhaus, Operngasse 11, Wien 4 (1930/31)
  • Haus der Gastgewerblichen Arbeiterschaft, vulgo Porrhaus, Operngasse 9, Wien 4 (1931)
  • Erholungsheim Kasten bei Böheimkirchen (1937)
  • Siedlung Neustraßäcker, Erzherzog-Karl-Straße, Wien 22 (1947/50)
  • Wohnhausanlage der Gemeinde Wien, Alszeile 95−101, Wien 17 (1952/54)
  • Wohnhausanlage der Gemeinde Wien, Lindengasse 57, Wien 7 (1966/68)

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmut Schwarz: Gestaltung und Gestalter des modernen Bühnenbildes - Judtmann, Manker, Meinecke. Dissertation. Wien 1950
  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien Bd. 3. Kremayr & Scheriau: Wien, 1994

Weblinks[Bearbeiten]