Genealoge
Genealogen (altgr. geneá ‚Abstammung‘ sowie génesis ‚Ursprung‘ und lógos ,Kunde, Lehre, Wort‘) oder Familienforscher befassen sich mit der Genealogie von Menschen. In der Mehrzahl handelt es sich um Laienforscher, die sich im Laufe der Zeit das Fachwissen aneignen. Genealoge ist keine geschützte Berufsbezeichnung.
Genealogische Vereine oder Gesellschaften fördern die Genealogie. Die meisten deutschen genealogischen Vereine gehören dem Dachverband Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e. V. (DAGV) an. Dieser richtet auch den jährlich stattfindenden Deutschen Genealogentag in wechselnden Städten aus.
Die überwiegende Zahl der Genealogen betreibt ihr Forschungsgebiet ohne Erwerbsabsichten, nur ein kleiner Teil (etwa Erbenermittler) arbeitet in Voll- oder Teilzeit als Berufsgenealoge. Ein Teil der deutschsprachigen Berufsgenealogen ist im Verband deutschsprachiger Berufsgenealogen zusammengeschlossen.
[Bearbeiten] Bedeutende Genealogen
- Johannes Gallandi (1843–1917), Zusammenstellung der Stammreihen des ost- und westpreußischen Adels, Wappensammlung
- Johann Christoph Gatterer (1727–1799)
- Johannes Hohlfeld (1888–1950), langjähriger Leiter der Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte
- Stephan Kekule von Stradonitz (1863–1933), Entwickler des gebräuchlichsten Ahnen-Nummerierungssystems (siehe Kekule-Nummer)
- Bernhard Koerner (1875-1952), war rund 50 Jahre lang Herausgeber des Genealogischen Handbuchs Bürgerlicher Familien
- Luneburg Mushard (1672–1708), Genealogie vom Hertzogthum Bremen u. Verden
- Ernst von Oidtman (1854–1937), Sammlung rheinischer Familien
- Bartosz Paprocki (1540/43–1614), „Vater der polnischen und tschechischen Genealogie“
- Hans Wolfgang Quassowski (1890–1968), Autor der Kartei Quassowski
- Fritz Roth (1905–1987), Autor der Restlosen Auswertungen von Leichenpredigten
- Ladislaus Sunthaym (1440–1512)