Gerd Greune

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Gerd Greune (* 15. März 1949 in Hannover; † 24. August 2012 in Hamburg Deutschland) war Präsident des Institute for International Assistance and Solidarity (IFIAS).

Ursprünglich studierte Gerd Greune um Lehrer zu werden, interessierte sich jedoch bereits sehr bald für Politik. Das Recht auf eine gewissenhafte Verteidigung war das erste politische Thema, mit dem er sich beschäftigte, in der Folge kamen Themen wie Deutsche- und Internationale Friedensbewegung oder die Stationierung von Atomwaffen in Europa und Atomwaffen allgemein hinzu. Er war Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK). 1979 war Gerd Greune Mitbegründer des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung in Brüssel als Dachverband für nationale Zusammenschlüsse von Kriegsdienstverweigerern in den Europäischen Ländern, um das Recht auf Kriegsdienstverweigerung, mit dem Vorbereitung oder Teilnahme an Krieg und anderen militärischen Aktivitäten abgelehnt wird, als grundlegendes Menschenrecht europaweit zu fördern. Er war früher auch Vorstandsmitglied und 1979–1981 Generalsekretär des Internationalen Friedensbüros (IPB, Genf) sowie während der 1970er und 1980er Jahre Mitglied des Bundesvorstands sowie Co-Bundesvorsitzender der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner/innen (DFG-VK), der größten deutschen Friedensorganisation. Von 1986 bis 1997 war er als Berater von Sozialdemokratischen Politikern in Deutschland tätig. 1997 gründete er IFIAS Brüssel. Er engagierte sich für Projekte in unterschiedlichen Ländern, dem westlichen Balkan (1997–1999), Bulgarien (2005–2007), Syrien (2005–2007), Palästina (2006–2008) und Weißrussland/Belarus 2011. Zuletzt, von 2008 bis zu seinem Tod, entwickelte er für IFIAS ein Arabisches Medien-Internet-Netzwerk.

Seine speziellen Interessen waren Menschenrechte, Pressefreiheit, Anti-Aufrüstung und Konfliktlösungen. Als Präsident von IFIAS repräsentiert er die Organisation und war gemeinsam mit anderen Direktoren verantwortlich für verschiedene IFIAS Projekte. Er arbeitete als Berater für europäische Projekte in Bonn und Brüssel.

Gerd Greune hat fünf Kinder.

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