Gewässervermessung
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Unter Gewässervermessung versteht man die Bestimmung von Form und Tiefe eines Gewässergrundes (Seegrund, Fluss- bzw. Gewässersohle) durch ein genau gesteuertes Boot oder Vermessungsschiff.
[Bearbeiten] Wichtigste Messmethoden
Die Tiefenmessung erfolgt mit Handlot, Stangen- oder Echolot, die Positionsbestimmung durch Linienpeilung (gradlinige Messprofile), Flächenpeilung (Messraster) oder GPS.
Bei modernen Messausrüstungen wird die mittels Echolot gewonnene Tiefeninformation nicht getrennt von der Lageinformation registriert, sondern mit dieser gekoppelt, digital verspeichert und zwecks Kontrolle grafisch am Bildschirm ausgegeben. Anschließend werden die Messdaten zu einem digitalen Geländemodell des Gewässerbodens weiterverarbeitet.
Die früher vorherrschende Stangenlotung wird nur noch in Nebenflüssen oder flachen Seen eingestzt, kann jedoch zusätzliche Daten über die Art des Gewässerbodens (Sand, Kies, Schlick usw.) und seinen Bewuchs liefern. Manchmal werden die Daten auch durch die Messung von Wassertemperatur oder Strömung ergänzt.
[Bearbeiten] Einsatzgebiete
Die wichtigsten Einsatzgebiete der Gewässervermessung sind:
- Hydrologie und Limnologie
- Bestimmung der Wassermenge, evt. auch des Durchflusses
- Ortung von Untiefen bzw. Hindernissen in einem Fahrwasser oder in Ufernähe
- Bauwerksinspektion
- Bestimmung der Sedimentation und von Baggermassen.

