Ghulāt

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Als Ghulāt (arabisch ‏غلاة‎, DMG ġulāh ‚Übertreiber‘) werden in der islamischen Doxographie solche schiitische Gruppen bezeichnet, die in der Verehrung der Imame so weit gehen, dass sie ihnen göttliche Eigenschaften beimessen. Die Lehren der Ghulāt werden als Ghulūw (arabisch ‏غلو‎, DMG ġulūw ‚Übertreibung‘) bezeichnet.

Einige Ghulāt-Theoretiker haben sich auch sehr intensive Gedanken über die Gestalt Gottes gemacht. So lehrte zum Beispiel al-Mughīra ibn Saʿīd (gest. 737), dass Gott die Gestalt eines Mannes aus Licht habe, sich auf seinem Haupt eine Krone aus Licht befinde, aus seinem Herzen die Weisheit quelle und seine Glieder den Buchstaben des arabischen Alphabets entsprächen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Halm: Die extreme Schia und die ʿAlawiten. Artemis, Zürich und München, 1982.
  • M. G. S. Hodgson (1965). "GHULĀT". Encyclopaedia of Islam. 2 (2nd ed.). Brill Academic Publishers. pp. 1093–1095.
  • Matti Moosa: Extremist Shiites. The Ghulat Sects. Syracuse University Press, New York, 1988.

Weblinks[Bearbeiten]