Gnadenhof

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Ein Gnadenhof, zuweilen auch als Lebenshof oder Tierasyl bezeichnet, ist eine Einrichtung, in der Haustiere, Wildtiere oder Nutztiere von Menschen für einen unbegrenzten Zeitraum versorgt werden. Im Gegensatz zu einem Tierheim vermittelt ein Gnadenhof aufgenommene Tiere nicht weiter, sondern versteht sich als endgültige Auffangstation.

Gnadenhöfe dienen keinem kommerziellen Zweck.[1] Ihrem Selbstverständnis liegen Tierschutz- oder Tierrechtspositionen zugrunde.

Erste Fälle von Einrichtungen, in denen Tiere bis zu ihrem Lebensende versorgt wurden, sind für den Beginn des 20. Jahrhunderts bekannt. Der Schriftsteller und Kleinbauer Christian Wagner gewährte allen seinen Tieren auf seinem Hof das Gnadenbrot und kaufte zusätzlich weitere Tiere frei, die er vor einer Schlachtung retten wollte.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Richtlinien der American Sanctuary Association (ASA)
  2. Zeitschrift Vegetarische Warte Nr 16 vom 23. August 1905 (PDF; 4,6 MB)