Griechischer Fuchsschwanz

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Griechischer Fuchsschwanz
Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Unterfamilie: Amaranthoideae
Gattung: Amarant (Amaranthus)
Art: Griechischer Fuchsschwanz
Wissenschaftlicher Name
Amaranthus graecizans
L.

Der Griechische Fuchsschwanz (Amaranthus graecizans), auch Wilder Fuchsschwanz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Amarant (Amaranthus) innerhalb der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Griechische Fuchsschwanz ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 80 Zentimeter erreicht. Der aufrechte bis aufsteigende, verzweigte Stängel ist grün und kahl. Die Laubblätter sind bis 4 cm lang, schmutzig grün oder rötlich kurz, begrannt, am Rande etwas wellig, spitz und ohne Ausrandung.

Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die Blüten stehen alle blattachselständig in Knäueln. Die Blüten sind dreizählig. Die Blütenhüllblätter sind so lang wie die weichen, kurz stachelspitzigen Vorblätter und kürzer als die Frucht. Die Frucht ist 1,5 bis 2 Millimeter lang. Die Fruchthülle reißt quer auf.

Vorkommen[Bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Griechischen Fuchsschwanzes erstreckt sich vom Mittelmeergebiet bis Zentralasien und bis ins tropische Afrika. In Australien ist er ein Neophyt. Am Rande seines Areals in Europa kommt er in Deutschland im Oberrheingebiet vor.

Der Griechische Fuchsschwanz braucht lockere Sand- oder Lehmböden, die reich an Nährstoffen, besonders an Nitraten sein sollten. Er bevorzugt Böden, die zumindest in der Tiefe nicht allzu trocken, sondern eher feucht sind. Auch in Gegenden mit sommerwarmem Klima tritt er sehr selten und unbeständig auf.

Er besiedelt keine Rohböden sondern er wächst vorzugsweise in Unkrautgesellschaften, auf Hackfruchtkulturen, in Gärten und in Weinbergen, seltener kommt er auf Äckern vor.

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Amaranthus graecizans erfolgte 1753 durch Carl von Linné.[1] Von Amaranthus graecizans L. sind folgende Synonyme bekannt: Amaranthus angustifolius Lam., Amaranthus sylvestris Vill.

Es gibt die Unterarten:

  • Amaranthus graecizans L. subsp. graecizans
  • Amaranthus graecizans subsp. sylvestris (Vill.) Brenan: nur diese kommt in Deutschland vor.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). 2. korrigierte und erweiterte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2007, ISBN 978-3-8001-4990-2, S. 97.
  •  Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. 2., ergänzte Auflage. Band 1: Allgemeiner Teil, Spezieller Teil (Pteridophyta, Spermatophyta): Lycopodiaceae bis Plumbaginaceae, Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1993, ISBN 3-8001-3322-9.
  •  Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. 2. Auflage. Band 2: Eibengewächse bis Schmetterlingsblütengewächse, Franckh-Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08048-X, S. 252.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 990, Digitalisat

Weblinks[Bearbeiten]