Kaukasien

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Administrative Karte Kaukasiens von 1957 bis 1991

Kaukasien ist ein vielfach gegliedertes Gebirgsland auf dem Territorium Russlands, Georgiens, Aserbaidschans, Armeniens und der Türkei. Es liegt zwischen dem Asowschen und dem Schwarzen Meer im Westen, dem Kaspischen Meer im Osten, der Manytschniederung und im Süden reicht es bis zum Kars-Ardahan-Plateau (Nordost-Türkei).

Der Begriff ist vom Kaukasus-Gebirge abgeleitet, das das gesamte Gebiet prägt. Historisch lagen dort die antiken Länder Kolchis, Lazika, Iberia, Armenien und Albania. 1882 wurde die russische Militärverwaltung im Kaukasusgebiet zum Generalgouvernement Kaukasien erweitert, dessen Grenzen auch auf den geografischen Begriff übertragen wurden.

Die Länder Transkaukasiens werden aus historischen und kulturellen Gründen oft als Teil Europas gesehen, obwohl sie geographisch üblicherweise zu Asien gerechnet werden.

Das Gebiet ist reich an Bodenschätzen wie Steinkohle, Erdöl, Erdgas, Eisen-, Mangan-, Kupfer-, Blei- und Zinkerz, Baustoffe und Mineralquellen. Es besitzt große hydroenergetische Reserven, Erholungs- und Touristenzentren. Zur Zeit der Sowjetunion bildete Kaukasien ökonomisch den Nordkaukasischen und den Transkaukasischen Wirtschaftsbezirk.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Shapi Kaziev, Igor Karpeev: Everyday life of the Caucasian Highlanders. The 19th century. «Molodaya gvardia» publishers, Moskau 2003, ISBN 5-235-02585-7.