Hölder-Stetigkeit
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Hölder-Stetigkeit (nach Otto Hölder) ist ein Konzept der Mathematik, das vor allem in der Theorie der partiellen Differentialgleichungen von zentraler Bedeutung ist. Sie ist eine Verallgemeinerung der Lipschitz-Stetigkeit.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Definition
Sei
offen und
. Eine Abbildung
heißt hölderstetig zum Exponenten
genau dann, wenn eine positive reelle Zahl
existiert, so dass für alle
gilt:
.
Eine Verallgemeinerung auf metrische Räume ist in natürlicher Weise gegeben.
[Bearbeiten] Eigenschaften hölderstetiger Funktionen
- Für
ergibt sich die Lipschitz-Stetigkeit. - Jede hölderstetige Funktion ist gleichmäßig stetig: Setze für gegebenes
etwa
. Dann folgt aus
wie gewünscht
. - Die Umkehrung gilt nicht, wie folgendes Beispiel zeigt: Sei
eine beliebig gewählte Konstante. Die auf dem Intervall
gemäß

definierte Funktion
ist laut Satz von Heine gleichmäßig stetig. Wäre sie auch hölderstetig, dann gäbe es Konstanten
und
mit
für alle
, also insbesondere

laut Regel von L’Hospital, was einen Widerspruch ergibt.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- H.W. Alt: Lineare Funktionalanalysis. Springer-Verlag, 2002
.
ergibt sich die Lipschitz-Stetigkeit.
etwa
. Dann folgt aus
wie gewünscht
.
eine beliebig gewählte Konstante. Die auf dem Intervall
gemäß
ist laut
und
mit
für alle
, also insbesondere