Haarnetz

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Rekonstruktion des Haarnetzes aus dem Grab von Skrydstrup. Gezeigt im Museum Haderslev, Dänemark.

Ein Haarnetz ist eine meist elastische netzförmige Kopfbedeckung, die dazu verwendet wird, das Haar an seinem Platz zu halten. Alternativ zum Kopftuch werden Haarnetze aus Gründen des Arbeitsschutzes verwendet. Besonders bei langen Haaren ist eine Fixierung bei bestimmten Tätigkeiten erforderlich. So verhindert das Haarnetz das Einziehen der Haare in eine Bohrmaschine und das dadurch bedingte Skalpieren der Kopfhaut. Ein Haarnetz wird auch aus hygienischen oder aus medizinischen Gründen oder als Kopfschmuck getragen.

Nachweise für das Tragen von Haarnetzen fanden sich bereits für das antike Griechenland [1]. In Nordwesteuropa sind Haarnetze in Sprangtechnik aus dem Frauengrab von Skrydstrup bereits aus dem 15./14. Jh. vor Chr. nachgewiesen, jüngere Funde von Haarnetzen gibt es aus dem 8. bis 5. Jahrhundert vor Chr. an den Moorleichen Frau von Haraldskær und Frau von Arden aus Dänemark[2]. Weitere Funde gibt es aus einer Müllgrube des römischen Militärlagers Vindonissa in der Schweiz und dem sächsischen Gräberfeld von Liebenau aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. In Deutschland und England gab es Haarnetze seit dem 13. Jahrhundert aus feiner Seide.

Am Haarnetz-Erlass des Bundesverteidigungsministeriums, der die Vorschriften zur Haartracht der männlichen Bundeswehrsoldaten liberalisierte, machte sich 1971 eine breite gesellschaftspolitische Diskussion in der Bundesrepublik fest.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Gold Hairnet" (Goldenes Haarnetz, Abbildung)
  2. Margrethe Hald: Ancient Danish Textiles from Bogs and Burials National Museum of Denmark, Kopenhagen 1980 (Seite 245 ff.: Sprang)
  3. Sendung im Deutschlandfunk zum Thema