Hadrianstor

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Zeichnung aus dem 18. Jahrhundert (Rekonstruktion)
Das Tor heute, Blick nach Süden (stadtauswärts)
Das Hadrianstor als südöstliches Stadttor bis zum späten 18. Jahrhundert
Das Tor heute, Blick nach Norden

Das Hadrianstor (griechisch Πύλη του Αδριανού) ist ein antikes Tor in Athen. Es markiert den Eingang zum Athener Olympieion und wurde zu Ehren Hadrians zu dessen Besuch in Athen im Jahr 132 eingeweiht. Streng genommen war es daher einst kein Stadttor, sondern ein Denkmal.

Hadrian hatte die Stadt wesentlich vergrößern und neue Viertel erbauen lassen. Auftraggeber des Tors war der Athener Stadtrat. Der Architekt des Bauwerks ist nicht überliefert. Es gibt zwei Inschriften auf der Seite zur Altstadt: „Dies ist Athen, einst Theseus’ Stadt“ und „Dies ist Hadrians, nicht Theseus’ Stadt“ zu der unter Hadrian errichteten Neustadt hin.[1]

Architektonisch neu war der reine Kulissencharakter des Bauwerks. Über dem römischen Bogen als Sockelbau wurde ein griechischer Architravbau gesetzt. Beide waren korinthischer Ordnung. Das Hadrianstor galt neben Gebäuden wie dem Turm der Winde oder dem Lysikratesmonument als eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt in der Antike.

Aufgrund der Ähnlichkeit wird ein Bauwerk in Ephesos seit 1903 ebenfalls als Hadrianstor bezeichnet.[2]

Heute führt am Tor die Odos Amalias vorbei, der Zugang ist nur über die archäologische Stätte des Olympieions möglich.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arch_of_Hadrian_(Athens) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Inscriptiones Graecae II² 5185. Vgl. Anthony Richard Birley: Hadrian: der rastlose Kaiser. von Zabern, Mainz 2006, ISBN 3-8053-3656-X, S. 98.
  2. Dieter Knibbe, Gerhard Langmann, Hilke Thür: Via Sacra Ephesiaca. Band 2, Österreichisches Archäologisches Institut, Wien 1995, ISBN 3-900305-14-5, S. 94.

37.970140323.7320244Koordinaten: 37° 58′ 13″ N, 23° 43′ 55″ O