Haferlschuh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Haferlschuhe mit seitlicher Schnürung; Sohlen mit Krampen und Sohlennägeln beschlagen

Der Haferlschuh ist ein traditionelles Schuhmodell, das als Arbeitsschuhwerk der Bevölkerung der Alpenregion gebräuchlich war und ist. In Bayern nennt man dieses Schuhmodell auch Bundschuh, in Österreich Schützenschuh. Der Haferlschuh ist zwar Teil vieler alpenländischer Trachten, aber auch ein ganz normaler Alltagsschuh.

Merkmale[Bearbeiten]

Als typischer bayerischer Alltagsschuh gibt es den Haferlschuh in verschiedenen Ausführungen. So ist die oberbayerische Variante beispielsweise mit einer seitlichen Schnürung und die Allgäuer Version mit einer normalen Ristschnürung versehen. Die meisten modernen Haferlschuhe zeigen folgende Merkmale:

  • Zwiegenähte Machart
  • unter dem Knöchel tief ausgeschnittener Schaft
  • Schuhspitze mit nach unten hin rechtwinkliger Schaftkante
  • Schuhspitze aufgeworfen in Form eines Schiffsbugs (Schiffchen)
  • Gummiprofilsohle
  • starke Spitzensprengung
  • hoch gezogenes Fersenteil
  • kein Schaftfutter

Literatur[Bearbeiten]

  • Helge Sternke: Alles über Herrenschuhe. Nicolai Verlag, Berlin, 2006, 560 S., 450 Abb., ISBN 3-89479-252-3. Mit einer ausführlichen Darstellung des Haferlschuhs (Geschichte, Machart und Modellvarianten).