Hamza ibn ʿAbd al-Muttalib

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Hamza und Ali führen die islamische Armee in der Schlacht von Badr

Hamza ibn ʿAbd al-Muttalib (arabisch ‏حمزة بن عبد المطلب‎, DMG Ḥamza ibn ʿAbd al-Muṭṭalib *567; †625) war ein väterlicher Onkel und Gefährte des Propheten Mohammed, der früh den Islam annahm und ihn später bei seinen Kämpfern gegen die heidnischen Mekkaner unterstützte. Er war Sohn von ʿAbd al-Muttalib ibn Hāschim und Hāla bint Wuhaib.

Leben[Bearbeiten]

Hamza begleitete Mohammed 622 bei der Hidschra nach Medina. Sieben Monate später, im Ramadan des Jahres 623, wurde Hamza von Mohammed mit 30 Kamelreitern von den Muhādschirūn ausgesandt, um bei Sīf al-Bahr in dem Gebiet von ʿĪs eine Karawane der Quraisch abzufangen. An der Küste stieß er auf Abū Dschahl und 300 Reiter von den Mekkanern. Als sich die beiden Parteien gegeneinander aufstellten, trat Madschdī ibn ʿAmr von den Dschuhaina, der mit beiden Seiten verbündet war, dazwischen, so dass man ohne Kampf abzog. Als Bannerträger Hamzas bei dieser Aktion fungierte Abū Marthad al-Ghanawī.[1]

Hamza kam in der Schlacht von Uhud am 22. März 625 ums Leben. Ein abessinischer Sklave tötete ihn mit einem Speerwurf.

Rezeption[Bearbeiten]

In der islamischen Geschichtsschreibung wird er seit langem als Märtyrer verehrt. Der Prophet soll auch gesagt haben: "Der Herr der Märtyrer ist Hamza ibn Abdul-Muttalib."

Literatur[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Vgl. Leone Caetani: Annali dell' Islam. Bd. I. Mailand 1905. S. 422f. Digitalisat