Hananias von Damaskus

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Unterirdische Kapelle des Hananias in der Altstadt von Damaskus, in der Paulus nach seiner Bekehrung bei Hananias gelebt haben soll

Hananias (in anderer Transkription auch Ananias) war ein Jünger Jesu in Damaskus, der von Gott beauftragt wurde, Paulus von seiner Blindheit zu heilen und ihn zu taufen.

Ananias kommt in Apg 9,10-19 EU und Apg 22,12-16 EU vor. Er wird in einer Vision von Gott aufgefordert, den als grausamen Christenverfolger bekannten Saulus von Tarsos (später Paulus) vor der Stadt aufzusuchen, ihm die Hände aufzulegen und ihn so von seiner Blindheit zu heilen. Ananias tut wie ihm geheißen, das Wunder geschieht und Saulus bekehrt sich in Damaskus zum Christentum, das sprichwörtliche Damaskuserlebnis.

Dorotheus bezeichnet Hananias als Bischof von Damaskus. Er soll dann in Eleutheropolis missioniert haben. Hier wurde er vom Gouverneur Lucian verhaftet. Er weigerte sich, den heidnischen Göttern zu opfern und wurde daraufhin gefoltert und vor der Stadt gesteinigt. Seine Gebeine kamen später nach Konstantinopel.

Im angeblichen Haus des Sankt Ananias in Damaskus befindet sich heute eine Kirche. Sie liegt rund sechs Meter tief in der Erde und gilt als eine der ältesten christlichen Sakralbauten.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]