Heiko Hecht

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Heiko Hecht im Juni 2011

Heiko Hecht (* 19. November 1977 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker der CDU und Mitglied in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Leben[Bearbeiten]

Hecht besuchte die Grundschule und das Gymnasium auf Hamburg-Finkenwerder. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg. Das Erste Staatsexamen legte er im Dezember 2004 ab. Seit dem 1. September 2004 arbeitete er als Assistent der Geschäftsleitung der SAT Sonderabfall- und Transport GmbH & Co. KG. Ab Februar 2005 war er zunächst als Justitiar im gleichen Unternehmen tätig, im April 2009 wurde er Prokurist und Betriebsleiter. Seit 2008 ist er zugelassener Anwalt mit eigener Kanzlei auf Finkenwerder.[1] Hecht ist Mitglied der christlichen Studentenverbindung Kieler Wingolf im Wingolfsbund und engagiert sich in der Freiwilligen Feuerwehr auf Finkenwerder.

Heiko Hecht ist verheiratet und Vater eines Kindes.

Politik[Bearbeiten]

Seit dem 17. März 2004 ist er Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Dort sitzt er für seine Fraktion im Stadtentwicklungsausschuss, Umweltausschuss und im Schulausschuss. In der 18. Wahlperiode war er Fachsprecher für Norddeutsche Zusammenarbeit und Mitglied in der Regionalkonferenz. Von November 2009 bis September 2010 war Hecht zusätzlich Fachsprecher für Umwelt seiner Fraktion.

Im Januar 2006 machte Hecht aufgrund von vielen nicht geklärten Parteieintritten von sich reden. Dieses Vorgehen machte parteiintern Probleme, aber auch in der Hamburger Presse wurde das Thema aufgegriffen.[2] [3] Hecht führte ein Rechtsgutachten des Verwaltungsjuristen Holger Schwemer zu seiner Entlastung an und löste eine kontroverse Debatte über die Praxis bei der Aufnahme von Mitgliedern in die CDU aus, die erst durch Einrichtung zweier parteiinterner Reform-Kommissionen beigelegt wurde. [4]

Am 25. März 2007 wurde Hecht mit 142 von 171 Stimmen für den Wahlkreis Billstedt-Wilhelmsburg-Finkenwerder als Direktkandidat für die Bürgerschaftswahl 2008 nominiert. Bei den Bürgerschaftswahlen am 24. Februar 2008 erreichte Hecht 9103 Persönlichkeitsstimmen (9,2 %) und zog als direkt gewählter Abgeordneter erneut in die Bürgerschaft ein.[5] Auch bei den Bürgerschaftswahlen 2011 zog Hecht erneut als Wahlkreisabgeordneter für den Wahlkreis Billstedt-Wilhelmsburg-Finkenwerder ein.[6]. Nach der Wahl trat Hecht neben weiteren Abgeordneten der neuen Bürgerschaftsfraktion vehement für einen personellen Neuanfang der Hamburger CDU ein.[7] Insbesondere seine offene Kritik am damaligen Partei- und Fraktionsvorsitzenden Frank Schira fand mediale Aufmerksamkeit.[8] [9]

Weblinks und Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Internetvisitenkarte der Kanzlei Hecht
  2. NDR: Hamburger CDU beendet Streit um Massenbeitritte
  3. Hecht bricht sein Schweigen in: Hamburger Abendblatt 4. Januar 2006
  4. CDU vor der Zerreissprobe in: Welt am Sonntag vom 8. Januar 2006
  5. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein (Hrsg.): Wahlen zur Bürgerschaft und zu den Bezirksversammlungen am 24. Februar 2008. Band 2: Berechnung und Zuteilung der Mandate. Hamburg, September 2008, ISSN 1613-4974, S. 33.
  6. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein : Vorläufiges amtliches Endergebnis zur Bürgerschaftswahl (PDF; 66 kB)
  7. Videobeitrag auf der Internetseite von Hamburg 1
  8. Die Welt zur Personaldebatte um den Fraktionsvorsitz
  9. Die Taz über das Postengerangel in der Hamburger CDU